Halmeu
| Halmeu Halmen Halmi | ||||
|---|---|---|---|---|
|
| ||||
| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Historische Region: | Kreischgebiet | |||
| Kreis: | Satu Mare | |||
| Koordinaten: | 47° 58′ N, 23° 1′ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Höhe: | 125 m | |||
| Fläche: | 45,12 km² | |||
| Einwohner: | 4.276 (1. Dezember 2021[1]) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 95 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 447145 | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 61 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | SM | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2]) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Gliederung: | Halmeu, Băbești, Dobolț, Halmeu-Vii, Mesteacăn | |||
| Bürgermeister : | Alexandru Illyeș (UDMR) | |||
| Postanschrift: | Str. Eliberarii, nr. 57 loc Halmeu, jud. Satu Mare, RO–447145 | |||
| Website: | ||||
Halmeu (deutsch Halmen, ungarisch Halmi) ist eine Gemeinde im Kreis Satu Mare im Nordwesten Rumäniens. Sie liegt im historischen Gebiet der Ugocsa (rumänisch Țara Oașului/Ugocea) unmittelbar an der Grenze zur Ukraine und zu Ungarn. Zur Gemeinde gehören die Dörfer Băbești, Dobolț, Halmeu, Halmeu-Vii und Mesteacăn.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt im Norden des Kreises Satu Mare auf etwa 125 Metern Höhe in der Ugocea-Ebene. Die Kreishauptstadt Satu Mare befindet sich rund 35 Kilometer südwestlich. Im Norden grenzt das Gemeindegebiet an die Ukraine, im Westen befindet sich die ungarische Grenze.
Durch die Gemeinde verläuft die Nationalstraße DN 1C, die zugleich Teil der Europastraße 58 ist. Halmeu hat einen internationalen Straßen- und Eisenbahngrenzübergang zur Ukraine bzw. zum nächstgelegenen Dorf Newetlenfolu im Rajon Berehowe.
Bis 2005 gehörten auch Cidreag und Porumbești zur Gemeinde, die anschließend zur selbständigen Gemeinde Porumbești zusammengefasst wurden.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die älteste schriftliche Erwähnung von Halmeu stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert. In mittelalterlichen Urkunden erscheint der Ortsname als Terra Holmy.[3] 1274 gab es eine erste Siedlung, nachdem König Ladislaus IV. das Gebiet an Tamás Kala verliehen hatte.
Im Mittelalter gehörte Halmeu zum Königreich Ungarn und später zum Komitat Ugocsa.[3] Aufgrund seiner Lage an bedeutenden Handelswegen entwickelte sich der Ort zu einem Verwaltungs- und Marktzentrum.[4]
Im 18. Jahrhundert ließen sich jüdische Familien in Halmeu nieder. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die jüdische Gemeinde im Zuge der deutschen Besatzung Ungarns deportiert und nahezu vollständig vernichtet.[3]
Nach dem Vertrag von Trianon (1920) fiel Halmeu an Rumänien. Aufgrund des Zweiten Wiener Schiedsspruchs gehörte der Ort zwischen 1940 und 1944 erneut zu Ungarn und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Teil Rumäniens.[3]
Während der kommunistischen Zeit entwickelte sich Halmeu zu einem wichtigen Grenz- und Eisenbahnknoten.[3] Seit dem Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union im Jahr 2007 gehört die Gemeinde zur Grenzregion der Europäischen Union.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der Volkszählung von 2021 lebten in der Gemeinde 4276 Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich mehrheitlich aus Rumänen (52,6 %) und Ungarn (36,2 %) zusammen.[5]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Halmeu gilt in Rumänien als bedeutendes Anbaugebiet für Erdbeeren und wird regional auch als „Țara Căpșunilor“ („Land der Erdbeeren“) bezeichnet.[6] Im Ortsteil Halmeu-Vii besitzt außerdem der Weinbau eine lange Tradition.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Halmeu befinden sich eine reformierte Kirche und eine römisch-katholische Kirche.[4] In der Umgebung liegen die Weinberge von Halmeu-Vii.[7]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
- ↑ Primar. ghidulprimariilor.ro, abgerufen am 16. September 2026 (rumänisch).
- 1 2 3 4 5 Istoric – Site-ul Primăriei Halmeu. Abgerufen am 10. Juli 2026.
- 1 2 Muzeul Judeţean Satu Mare: Halmeu. Abgerufen am 16. September 2026 (rumänisch).
- ↑ PRIMĂRIA HALMEU | Ghidul Primăriilor. Abgerufen am 16. September 2026 (rumänisch).
- ↑ Secretele ținutului căpșunilor din România comunistă. Satul de unde plecau vagoanele pline cu fructe spre URSS și Europa. 7. Juni 2025, abgerufen am 16. September 2026 (rumänisch).
- ↑ matusinka: Vineyards of Romania - Halmeu-Vii. 4. August 2023, abgerufen am 16. September 2026.
