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Halid Bešlić

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Halid Bešlić (2007)

Halid Bešlić (* 20. November 1953 in Knežina bei Sokolac; † 7. Oktober 2025 in Sarajevo) war ein jugoslawischer bzw. bosnisch-herzegowinischer Sänger des Turbo-Folk, bei dem moderne Popmusik mit traditioneller Musik des Balkans verschmilzt. Bešlić erlangte auch außerhalb des ehemaligen Jugoslawiens Popularität (wie etwa in Ungarn, Rumänien und Bulgarien) und gehörte zu den populärsten Sängern auf dem Westbalkan.

Bereits während seiner Schulzeit hatte er musikalische Auftritte. Nachdem er in der Jugoslawischen Volksarmee gedient hatte, zog er nach Sarajevo. Dort hielt er sich mit Auftritten in Restaurants über Wasser. Seine Popularität stieg in diesen fünf Jahren so stark an, dass er 1979 seine erste Single „Sanjam Majku“ aufnahm. Diese war sehr erfolgreich, sodass er bis Ende des Jahres die Alben „Sanjam majku“, und „Pjesma o Njoj“ herausbrachte. 1983 erschien sein Album „Neću neću dijamante“, das innerhalb kürzester Zeit Platin erhielt. Den Erfolg des gleichnamigen Liedes zeigt die Übersetzung ins Bulgarische, wo es sich auch Jahre später noch in den Charts wiederfand. Bis 1990 erschienen im Jahresrhythmus neue Alben. Auch diese erreichten Platinstatus.

Insgesamt veröffentlichte Bešlić beinahe 20 Alben. Während des Bosnienkrieges veranstaltete er in ganz Europa zahlreiche Benefizkonzerte für die Opfer. Er spendete die Gage und unterstützte in jeglicher Art Einrichtungen wie SOS-Kinderdorf Sarajevo o. ä. Im Jahre 2008 erschien sein Album „Bešlić 08“. Bei der Präsentation in Kroatien wurde er als der Frank Sinatra Bosniens gefeiert.

Sein Vater Mujo Bešlić starb am 1. April 2016 im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Sarajevo. Halid, der zu dieser Zeit in den Vereinigten Staaten auf einer Tournee war, schaffte es, zur Beerdigung zu kommen, die in einem Dorf bei Olovo abgehalten wurde, wo Mujo seit Beginn des Bosnienkrieges im Jahr 1992 gelebt hatte.[1]

Halid Bešlić starb am 7. Oktober 2025 im Alter von 71 Jahren in Sarajevo nach einer schweren Krankheit.[2]

  • 1981: Halid Bešlić
  • 1982: Halid Bešlić 2
  • 1984: Dijamanti
  • 1985: Zbogom noći, zbogom zore
  • 1986: Zajedno smo jači
  • 1986: Otrov
  • 1987: Eh, Kad Bi Ti Rekla Mi, Volim Te
  • 1988: Mostovi tuge
  • 1990: Opet sam se zaljubio
  • 1991: Ljiljani
  • 1993: Grade moj
  • 1996: Ne zovi me, ne traži me
  • 1998: Robinja
  • 2000: U ime ljubavi
  • 2003: Prvi poljubac
  • 2008: 08
  • 2013: Romanija
  • 2020: Trebević
  • 2010: Najbolje Od Halida

Singles (Auswahl)

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  • 1986: Vraćam Se Majci U Bosnu
  • 1987: Hej zoro ne svani
  • 1987: Eh, Kad Bi Ti
  • 1989: Da Zna Zora (mit Željko Bebek)
  • 1990: Sarajevo grade moj
  • 2003: Prvi poljubac
  • 2003: Požuri
  • 2003: Jesen U Meni
  • 2003: Stara kuća
  • 2003: Sviraj Nešto Narodno (mit Donna Ares)
  • 2004: Bosna (mit Alka Vuica) (Original: TarkanDudu)
  • 2007: Dvadesete
  • 2008: Miljacka
  • 2013: Romanija
  • 2013: Lavanda
  • 2013: Kad zaigra srce od meraka
  • 2018: Taman je
Commons: Halid Bešlić – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. OLOVO Mujo Bešlić, poput svog sina Halida, uvijek je svima pomagao. 5. April 2016; (bosnisch).
  2. Halid Beslic passed away – the Voice we loved left us. In: Sarajevo Times. 7. Oktober 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025 (englisch).