Großenkneten
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 57′ N, 8° 15′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Oldenburg | |
| Höhe: | 37 m ü. NHN | |
| Fläche: | 176,45 km² | |
| Einwohner: | 15.528 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 88 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 26197 | |
| Vorwahlen: | 04435, 04487, 04433, 04407 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 58 007 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Markt 1 26197 Großenkneten | |
| Website: | www.grossenkneten.de | |
| Bürgermeister: | Thorsten Schmidtke[2] (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Großenkneten im Landkreis Oldenburg | ||
Großenkneten ist eine Gemeinde im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Großenkneten besteht aus 19 Ortsteilen: Ahlhorn (8.164 Einwohner) ist der größte Ort, Großenkneten (3.150) ist der zentrale und namensgebende Ort, weitere Dörfer sind Huntlosen (1.958), Sage (590) und Döhlen (504). Die weiteren Orte (Bauerschaften) sind Amelhausen (112), Bakenhus (50), Bissel (302), Hagel (29), Halenhorst (248), Haschenbrok (96), Hengstlage (158), Hespenbusch-Pallast (69), Hosüne (588), Husum (53), Sage-Haast (274), Sannum (207), Steinloge (117) und Westrittrum (87) (Einwohnerzahlen für 2020 in Klammern)[3].
Daneben gibt es die Bauerschaften und Siedlungen Greve, Hellbusch, Hollen, Krumland, Lethe, Moorbek und Regente.
Nachbarorte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachbarorte sind, beginnend von Norden im Uhrzeigersinn, der eigene Ortsteil Huntlosen, der Dötlinger Ortsteil Neerstedt, die Gemeinde Dötlingen, die Visbeker Bauerschaft Rechterfeld, die Gemeinde Visbek, der eigene Ortsteil Ahlhorn, der eigene Ortsteil Sage sowie der Wardenburger Ortsteil Littel.
| Littel (11 km) | Huntlosen (6 km) | Neerstedt (11 km) | |
| Sage (3 km) | Dötlingen (9 km) | ||
| Ahlhorn (5 km) | Visbek (13 km) | Rechterfeld (14 km) |
Die Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung bis zum Ortszentrum.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Großenkneten liegt zwischen den Flüssen Hunte und Lethe und wird physiogeografisch der Cloppenburger Geest zugeordnet. Die Ortschaft liegt im Naturpark Wildeshauser Geest und besteht unter anderem aus den Gemeindeteilen Ahlhorn, Huntlosen, Sage, Döhlen und dem Ort Großenkneten selber. Großenkneten ist stark agrarisch geprägt und wird zunehmend von Pendlern (v. a. nach Oldenburg) als Wohnort gewählt.
Das Forstamt Ahlhorn der Niedersächsischen Landesforsten verwaltet Staatswälder in den Landkreisen Diepholz, Cloppenburg, Vechta und Oldenburg.[4] Die in einem ausgedehnten Waldstück gelegenen Ahlhorner Fischteiche, deren Ufer auch dem Rohrkolben (auch Narrenkolben, Lampenputzer, Trommelschlägel genannt) eine Heimat bieten, sowie zahlreiche über das Gemeindegebiet verstreute Hünengräber sind besonders sehenswert. Auffällig ist die relativ große Anzahl erhaltener Schafkoben (d. h. Schafställe) auf dem Gebiet der Gemeinde Großenkneten, auf deren Heideflächen die Schafzucht früher eine große Rolle spielte.[5]
- St.-Marien-Kirche
- Kirchgemeindehaus in Großenkneten
- Ehem. Lueken's Gasthof (Baudenkmal)
- Almweg Wasserzug, rechter Nebenfluss der Lethe
- Naturschutzgebiet Sager Meere, Kleiner Sand und Heumoor
- Visbeker Bräutigam in der Ahlhorner Heide
- Außengelände von Gut Moorbeck in Amelhausen
- Schafstall Lethe-Heide im Lethetal
- Trinkwasser-Lehrpfad des OOWV in Bakenhus
Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet von Großenkneten gehört zum Einzugsgebiet der Hunte und damit zum Flusssystem der Weser.
Prägende Fließgewässer sind die Hunte, die den nordöstlichen Gemeinderand begrenzt, sowie die Lethe mit ihrem Nebenfluss Korrbäke. Beide wurden durch ökologische Maßnahmen in ihrer Durchgängigkeit verbessert.
Zu den wichtigsten Stillgewässern zählen das Große und das Kleine Sager Meer, die als Erdfallseen im FFH- und Naturschutzgebiet Sager Meer, Kleiner Sand und Heumoor (NSG WE 252)[6][7] liegen. Der Westrittrumer See ist ein ehemaliger Baggersee und dient heute als Bade- und Freizeitgewässer.[8][9]
Bedeutende Moorgebiete sind das stark veränderte Kehnmoor[10] und das renaturierte Naturschutzgebiet Huntloser Moor (NSG WE 075), eines der wichtigsten Hochmoore Nordwestdeutschlands[11]. Die Niederungen der kleinen Fließgewässer sind von Feuchtwiesen und Auen geprägt und besitzen hohe ökologische Bedeutung.
Die Niederungen kleiner Fließgewässer wie Lethe, Korrbäke und Delme-Zuflüsse sind von Feuchtwiesen und Auen geprägt. Sie zeichnen sich durch hohe Grundwasserstände und regelmäßige Überflutungen aus und erfüllen wichtige Funktionen für Hochwasserschutz, Grundwasserhaushalt und Biodiversität. Zahlreiche Sandkuhlen, Schlatts und Grundwasserseen entstanden durch Sandabbau, Torfstiche und Entwässerungsmaßnahmen und sind heute charakteristische Lebensräume der moorgeprägten Geestlandschaft um Großenkneten.
Großenkneten ist hydrologisch durch entwässerte Moorböden, veränderte Grundwasserstände und ökologisch beeinträchtigte Fließgewässer belastet. Entwässerung und Torfabbau führten zu Biodiversitätsverlusten, CO₂-Freisetzung und gestörten Klima- und Wasserregulationsfunktionen. Renaturierung, Wiedervernässung und naturnahe Gewässerentwicklung sind zentrale Maßnahmen für nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz.[12][13]
Ein Teil des Gemeindegebiets liegt im Naturschutzgebiet Mittlere Hunte (NSW WE 319)[14], das der ökologischen Durchgängigkeit, der Retention und dem Hochwasserschutz dient.
Untergrundverhältnisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Großenkneten liegt in der Norddeutschen Tiefebene innerhalb der Oldenburger Geest und ist geologisch durch eiszeitliche Ablagerungen geprägt.
Der Untergrund besteht überwiegend aus quartären Lockergesteinen, vor allem Sanden und Kiesen glazifluvialen Ursprungs, die während der Saale- und Weichsel-Kaltzeit abgelagert wurden. Diese Sedimente werden lokal von lehmigen und schluffigen Zwischenlagen sowie Moor- und Niedermoortorfen in Niederungsbereichen überdeckt. In größerer Tiefe folgen tertiäre Tone, Sande und Mergel, die als Grundwassergeringleiter wirken.[15][16]
Hydrogeologisch gehört Großenkneten zum hydrogeologischen Großraum der Norddeutschen Tiefebene, der durch mächtige Porengrundwasserleiter in Sand- und Kiesschichten gekennzeichnet ist. Der oberste, ungespannte Grundwasserleiter befindet sich in den oberflächennahen pleistozänen Sanden und liegt in der Regel in einer Tiefe von etwa 2 bis 6 m unter Geländeoberkante. Dieser Aquifer wird überwiegend durch Niederschläge gespeist und reagiert empfindlich auf klimatische Schwankungen sowie Entwässerungsmaßnahmen.
Ein zweiter, ergiebiger Grundwasserleiter liegt in tiefer gelegenen pleistozänen Sand- und Kiesschichten in etwa 25 bis 40 m Tiefe. Er besitzt eine hohe Bedeutung für die Trinkwasserversorgung und ist durch überlagernde gering durchlässige Sedimente vergleichsweise gut geschützt. Darunter folgen weitere, meist geringer nutzbare Grundwasserleiter in tertiären Ablagerungen, deren Wasser teilweise erhöhte Mineralisationen aufweist.[17][18]
Im südlichen Bereich des Gemeindegebietes von Großenkneten und darüber hinausgehend befindet sich das Wasserschutzgebiet Großenkneten (Gebietsnummer 03458007101) mit einer Fläche von ca. 60 km².[19]
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Großenkneten herrscht gemäßigtes Seeklima, beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Wildeshausen 8,5–9,0 °C.
Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.
Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge im Zeitraum 2012–2021 betrug 560 mm.[20]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet der heutigen Gemeinde Großenkneten war bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum, 4800–2000 v. Chr.) besiedelt. Aus dieser Zeit sind im Gemeindegebiet Hünengräber der Trichterbecherkultur erhalten. Zu nennen sind das Großsteingrab Bakenhus zwischen Ahlhorn und Großenkneten, das Großsteingrab Visbeker Bräutigam zwischen der Autobahn A1 und dem Fluss Aue südöstlich von Ahlhorn, das Hügelgrab Huntlosen südöstlich von Huntlosen, das Großsteingrab Wittenhöge westlich von Huntlosen und das Hügelgräberfeld Hespenbusch östlich von Großenkneten. Weitere Hünengräber wurden entweder zerstört oder liegen auf Privatgrundstücken.
Nachdem ab 780 n. Chr. von Karl dem Großen (* wahrscheinlich 2. April 747 oder 748; † 28. Januar 814 in Aachen) neun Missionssprengel zur Christianisierung der unterworfenen Sachsen errichtet worden waren, wurden von der Missionszelle Visbek aus durch Abt Gerbert Castus die ersten Kirchengemeinden in der Umgebung gegründet.[21] Zu diesen zählte im Lerigau die Pfarrkirche Großenkneten.[22][23][24][25]
Die Ortschaften Großenkneten, Huntlosen, Döhlen und Sage wurden bereits im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte hinweg waren die Kirchspiele Großenkneten, Wildeshausen und Huntlosen im Amt Wildeshausen vereinigt. Das Amt wurde im Rahmen der großherzoglich oldenburgischen Verwaltungsreform von 1814 umgeformt und um Dötlingen und Hatten vergrößert.[26] 1858 wurde die Gemeinde Hatten an das benachbarte Amt Oldenburg abgegeben. 1933 ging das Amt Wildeshausen im neuen Amt Oldenburg, dem heutigen Landkreis Oldenburg, auf. Zugleich wurde die bislang selbstständige Gemeinde Huntlosen in die Gemeinde Großenkneten eingegliedert, wodurch Großenkneten seine heutige Ausdehnung erhielt.

Um 1400 wurde das Gut Lethe errichtet, dessen Ländereien sich beiderseits der Lethe, also zum Teil auch auf das Gebiet der Gemeinde Emstek im Landkreis Cloppenburg erstrecken. Das Herrenhaus wurde zunächst am linken Letheufer platziert, um 1900 aber am rechten (Ahlhorner) Ufer neu gebaut.[27]
Im Jahr 1517 wurde erstmals das Gut Moorbeck im Ortsteil Amelhausen urkundlich erwähnt.[28] Das 1669 errichtete Herrenhaus wird heute als Gasthaus genutzt. Auf dem 5,5 Hektar großen Gutsgelände befinden sich eine Wassermühle mit Mühlenteich sowie ein Hotelgebäude.[29]
Während des Ersten Weltkrieges wurde im Bereich des heutigen Ortsteils Ahlhorn für die Kaiserliche Marine ab 1916 einer der größten Militärluftschiffhäfen eingerichtet. Auf dem Luftschiffhafen Ahlhorn gab es sechs große Luftschiffhallen, die im Januar 1918 durch ein Explosionsunglück teilweise zerstört wurden. Das Areal des ehemaligen Luftschiffhafens wurde bis 2006 militärisch genutzt.[30] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Ortsteil Sage ein britischer Ehrenfriedhof für Kriegsgefallene aus Commonwealth-Staaten errichtet, der Sage War Cemetery.
Auf dem Buhlertsberg im Zentrum der Ahlhorner Fischteiche steht das Ahlhorner Blockhaus. Die Idee zum Bau einer Gemeinschaftsstätte an dieser Stelle hatte 1932 Carl Röver, damals Ministerpräsident des Landes Oldenburg und Gauleiter des NSDAP-Gaues Weser-Ems. Baubeginn war 1934, 1937 wurde es zum Gaukameradschaftsheim erweitert. 1945 wurde der Komplex als Strafgefangenenlager der Britischen Armee genutzt.
Von 1946 bis 2021 diente das Blockhaus Ahlhorn als Jugendheim in der Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Es wurde bis 2021 vorrangig als Jugendbegegnungsstätte geführt. Seitdem hat sich die Einrichtung vermehrt für informelle Gruppen und Einzelreisende geöffnet und beherbergte zuletzt bis zu 200 Übernachtungsgäste.
Nachdem die Landeskirche Oldenburg im November 2020 beschlossen hatte, die Trägerschaft für das Blockhaus aufzugeben, wurde die Anlage am 31. Mai 2021 geschlossen.[31] Nach dem Verkauf des Gebäudeensembles an den Landkreis Oldenburg wurde dieses im April 2022 wieder offiziell eröffnet. Bereits vor dem Eröffnungstermin waren ukrainische Geflüchtete des Russisch-ukrainischen Krieges in dem Komplex untergebracht worden.[32]
Das „Ahlhorner Jugendwaldheim“ (JWH), ein außerschulischer Standort in der Umweltbildung, liegt in der Nähe des Blockhauses zwischen mehreren Ahlhorner Teichen. Umbenannt zunächst in „Ahlhorner Waldpädagogikzentrum“ firmiert es seit dem 1. Juli 2016 als „Waldpädagogikzentrum Weser-Ems“ (WPZ Weser-Ems).[33]
Zwischen 1952 und 1957 betrieben Karl Poggensee und der von ihm gegründete Verein DAFRA (Deutsche Arbeitsgesellschaft für Raketenangelegenheiten) nahe dem Gehöft Hespenbusch einen Startplatz für kleine Versuchsraketen mit einer Gipfelhöhe von einigen Kilometern. 1957 wurde das zur Verfügung stehende Areal zu klein, und die Flugaktivitäten wurden nach Cuxhaven verlegt.
Im Gemeindeteil Sage befindet sich eine Erdgasaufbereitungsanlage. Hier wird das in Norddeutschland häufig vorkommende Sauergas gereinigt, indem der Schwefelwasserstoff entzogen wird. Betrieben wird sie vom Ölkonzern ExxonMobil.
Anfang der 1980er Jahre wurde der Ort überregional bekannt, als die ortsansässige Musikgruppe Trio auf ihre erste Langspielplatte ihre Privatadresse in der Regenter Siedlung in Großenkneten druckte (siehe Abschnitt Persönlichkeiten).
Im Jahr 1997 kaufte der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) den Biohof in Bakenhus. Dort werden Möglichkeiten zum Grund- und Trinkwasserschutz erforscht, angewandt und Besuchergruppen vermittelt. Der Biohof Bakenhus bewirtschaftet im Wasserschutzgebiet Großenkneten etwa 130 Hektar Weide und Mähgrünland und baut auf einer Fläche von ungefähr 60 ha Getreide an. Sehenswert sind die rund 200 Rinder der Rasse Aberdeen Angus auf dem Gelände des Biohofs.[34]
Namensherkunft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alte Bezeichnungen des Ortes sind (Kneten): 890 Gnettum, (Großenkneten): um 1000 Gnidon und um 1000 Gnydun, (Kleinenkneten): um 1000 Gnidun, um 1150 Knethe, 1160 aput Kniten, 1189–1205 Kneten, 1247 Kneten und 1417 Großenkneten. Großenkneten ist ein sehr schwierig zu deutender Ortsname; beide Orte liegen in einem Tal, einem Einschnitt, in einer Senke. Daher zählt der Name am ehesten zu einer alten Wortwurzel, die in den germanischen Sprachen wohl nicht mehr bezeugt ist, aber in den slawischen: „gneid(h)-/gnoid(h)-“ gehört zu „gnětiti“ und bedeutet „drücken, quetschen, pressen“; eine entfernte Verwandtschaft besteht zu „kneten“.[35]

Meteoriteneinschlag in Bissel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 10. September 1930 um 14:15 Uhr schlug im Ortsteil Bissel ein Meteorit ein. Er ist ein Teil des Meteoriten „Oldenburg“, der in etwa 4 km Höhe oberhalb der Ortschaft Döhlen in mindestens zwei Hauptteile zerbrach, die in Bissel und Beverbruch (Gemeinde Garrel) niedergingen. Das Fragment 'Bissel' mit einem Gewicht von 4,84 kg wurde im Museumsdorf Cloppenburg aufbewahrt. Zuletzt gesehen wurde es im Jahr 2000 als Leihgabe in einer Ausstellung des Oldenburger Landesmuseums. 2012 war es weder in Oldenburg noch in Cloppenburg auffindbar und gilt seitdem als verschollen.[36]
Politik und Gemeindeverwaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Rat der Gemeinde Großenkneten besteht aus 32 Mitgliedern. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[37] Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.
Die letzten Gemeinderatswahlen ergaben folgende Sitzverteilungen:
| Partei | 2021[38] | 2016[39] |
|---|---|---|
| CDU | 12 | 11 |
| SPD | 7 | 8 |
| Grüne | 5 | – |
| FDP | 4 | 4 |
| AfD | 2 | 3 |
| Kommunale Alternative/Unabhängige | 1 | 4 |
| Die Linke | 1 | – |
| PIRATEN | – | 0 |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten ist Thorsten Schmidtke (SPD). Er wurde am 6. Dezember 2020 gewählt. Schmidtke erhielt 79,26 % der gültigen Wählerstimmen. Seine aktuelle Amtszeit begann am 13. April 2021.[40]
Vorgänger Schmidtkes war Volker Bernasko (CDU). Dieser war ab 1993 für die Gemeinde Großenkneten im Amt des Stadtdirektors tätig und wurde 2001 bei der ersten Direktwahl zum Bürgermeister Großenknetens gewählt. Bernasko verstarb überraschend im Oktober 2012. Dadurch wurde eine Neuwahl des Bürgermeisters erforderlich. Thorsten Schmidtke erhielt bei der Wahl 64,47 % der gültigen Wählerstimmen. Sein Amt trat er im April 2013 an,[41] woraus folgte, dass nach acht Jahren, im April 2021, seine erste Amtszeit endete.
Trauungsorte
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Standesamtliche Trauungen sind in Großenkneten an vier Stätten möglich:
- im Trauzimmer des Rathauses Großenkneten,
- im Spieker auf Hof Eilers im Ortsteil Sage-Haast,
- im Schafstallcafé in Hagel und
- in der Wassermühle auf dem Gut Moorbeck.[42]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Kommunalwappen der Gemeinde Großenkneten wurde 1948 vom Niedersächsischen Minister des Innern verliehen. Die Zeichnung des Wappens stammt von dem Heraldiker Manfred Furchert.[43][44]
| Blasonierung: „Geteilt von Blau und Gold; oben eine goldene Getreidegarbe, begleitet von je einem schwebenden, aufrechten, gestümmelten silbernen Ast; unten ein rotes Steingrab.“[43] | |
Wappenbegründung: Manfred Furchert schreibt hierzu in seinem Buch:[43]
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