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Haidgau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Haidgau
Wappen von Haidgau vor der Eingemeindung
Koordinaten: 47° 54′ N, 9° 50′ OKoordinaten: 47° 54′ 15″ N, 9° 49′ 55″ O
Höhe: 663 m
Fläche: 22,36 km²
Einwohner: 1006 (Juli 2026)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 88410
Vorwahl: 07564
Karte
Lage von Haidgau in Bad Wurzach
Haidgau
Haidgau

Haidgau ist ein Stadtteil von Bad Wurzach im baden-württembergischen Landkreis Ravensburg in Deutschland.

Haidgau liegt westlich von Bad Wurzach bzw. dem Naturschutzgebiet Wurzacher Ried, direkt an der Ostseite des Haisterkircher Rücken. Der Ort befindet sich an der Landesstraße L300, welche Haidgau mit Haisterkirch verbindet, diese führt über den Haidgauer Berg, einen Abschnitt des Haisterkircher Rücken, und stellt die einzige Straße mit Fahrspuren in beide Richtungen über diesen Höhenzug dar. Zudem liegt Haidgau nördlich des Naturschutzgebietes Rohrsee.

Die Gemarkung Haidgau umfasst große Teile des Wurzacher Rieds, welches von der EU als europäisches Vogelschutz- und FFH-Gebiet („Natura 2000“) ausgewiesen wurde.

Haidgau wurde erstmals 797 urkundlich erwähnt und ist somit eine der ältesten Ansiedlungen in Oberschwaben. 1362 erwarb die Prämonstratenserabtei Rot an der Rot das Patronat in Haisterkirch, zu dem auch Haidgau, Gwigg und Molpertshaus als Filialen gehörten.[2] Dort verblieb Haidgau bis zur Säkularisation 1803. Am Ort existierte früher ein Unternehmen zum Torfabbau, dessen Feldbahn und Gebäude größtenteils erhalten und durch die Torfbahn im Wurzacher Ried erschlossen sind. Zudem ist von Haidgau aus der Zugang ins Wurzacher Ried möglich.

Am 1. Januar 1973 wurde Haidgau nach Bad Wurzach eingemeindet.[3]

In Haidgau befindet sich die Pfarrkirche St. Nikolaus, die vom Mittelalter bis 1803 von Prämonstratensern aus Rot an der Rot betreut wurde.[4] Die kirchliche Gemeinde gehört zum Dekanat Allgäu-Oberschwaben in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Ort verfügt über eine Grundschule und Kindergarten. Im Ort gibt es eine Schalmeiengruppe (D’Hoigamer Schtroßa hup’r e. V.), einen Musikverein, Narrenzunft und eine Blutreitergruppe.

Haidgau verfügt über einen Kindergarten mit zwei Gruppen für maximal 50 Kinder. Im Rathaus ist die Ortschaftsverwaltung untergebracht, ebenso ist die Bücherei von Haidgau im Rathaus untergebracht.

Sport- und Freizeitanlagen

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  • Turn- und Festhalle (Dorfmitte)[5]
  • Schützenhaus (Westrand, Weg Richtung St. Sebastiane)[6]
  • Sportplatz (außerhalb Richtung Riedschmiede)
  • Spielplatz (direkt am Sportplatz)
  • Musikkapelle Haidgau e. V.
  • Narrenzunft Haidgau e. V.
  • Schützenverein Haidgau e. V.
  • Sportgemeinschaft Haidgau e. V.
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band 7: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4.
  • Haidgau. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Waldsee (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 10). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1834, S. 151–156 (Volltext [Wikisource]).
Narr im Häs der Haidgauer Narrenzunft Chadaloh
Commons: Haidgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Haidgau. Gemeinde Wurzbach, abgerufen am 23. September 2026.
  2. ↑ Hermann Tüchle und Adolf Schahl: 850 Jahre Rot an der Rot, Geschichte und Gestalt. Aufnahmen von Joachim Feist. Sigmaringen, Thorbecke, 1976, S. 15. ISBN 3-7995-4012-1.
  3. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 536 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  4. ↑ Hermann Tüchle und Adolf Schahl: 850 Jahre Rot an der Rot, Geschichte und Gestalt. Aufnahmen von Joachim Feist. Sigmaringen, Thorbecke, 1976, S. 15. ISBN 3-7995-4012-1.
  5. ↑ Sport- & Festhallen. Abgerufen am 6. April 2025.
  6. ↑ SV Haidgau. Abgerufen am 6. April 2025.