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Gustav Held

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Gustav Held (* 12. Juni 1839 in Stockerau, Bezirk Korneuburg[1]; † 9. Januar 1903 in Wien[2]) war Lehrer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[3]

Gustav Held war Sohn des gleichnamigen Buchhaltungsbeamten Gustav Andreas Held († 1844). Er besuchte ein Gymnasium in Krems und studierte danach von 1860 bis 1863 Philosophie (Deutsch, Geschichte, Geographie) an der Universität Wien. Er wurde 1863 Supplent an der Ober-Realschule in Wien-Innere Stadt, 1865 Professor für Deutsch, Geschichte und Geographie an der Landes-Oberrealschule Wiener Neustadt und vor 1873 unterrichtete er an der Oberrealschule in St. Pölten. Im Jahr 1878 wurde er Direktor der Landes-Unterrealschule in Waidhofen an der Ybbs. 1890 ging er in den Ruhestand und wurde Lehrer für Geographie an der privaten Handelsschule Allina in Wien.

Er starb am 9. Januar 1903 im Alter von 63 Jahren in Wien laut Sterbebuch an einer Lungenentzündung. Er wurde in der Wiedener Elisabethkirche eingesegnet und am Zentralfriedhof begraben.

Er war römisch-katholisch und ab 1869 verheiratet mit Theresia (Therese) Haas, mit der er mindestens zwei Töchter und fünf Söhne hatte, wobei ein Sohn jung verstorben ist.

Politische Funktionen

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Gustav Held war vom 4. November 1873 bis zu seinem Rücktritt im September 1878[4] Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Landgemeinden 1 (St. Pölten, Herzogenburg, Kirchberg an der Pielach, Melk, Neulengbach, Lilienfeld, Hainfeld, Tulln, Atzenbrugg) zuständig. Er trat wegen seiner Ernennung zum Direktor der Unterrealschule Waidhofen zurück. Sein Nachfolger war Karl Pirko.

Klubmitgliedschaften

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Gustav Held war Mitglied im Fortschrittsklub.

Einzelnachweise

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  1. Matricula Online – Stockerau, Taufbuch, 1834–1839, Seite 202, 2. Zeile
  2. Matricula Online – Wien 04., St. Elisabeth, Sterbebuch, 1903–1904, Seite 3, Eintrag Nr. 15, 6. Zeile
  3. Held, Gustav, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 13. Februar 2026.
  4. Mandatsniederlegung In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 12938 rechts unten (online bei ANNO).