Grübern
| Grübern (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Grübern | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Maissau | |
| Koordinaten | 48° 33′ 9″ N, 15° 47′ 53″ O | |
| Höhe | 369 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 71 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 4,98 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03770 | |
| Katastralgemeindenummer | 09113 | |
Ortsansicht mit Kapelle | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Grübern (früher auch Griebarn oder Grüning) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Maissau in Niederösterreich mit 71 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bildete die Ortschaft Ort eine eigenständige Ortsgemeinde.[2]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort Grübern liegt in der Senke des Tiefenbaches, der sich westlich des Ortes aus mehreren Zuflüssen bildet und in Oberravelsbach in den Ravelsbach mündet. Durch den Ort führt die Retzer Straße. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 53 Adressen.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erstmals urkundlich im Jahr 1275 als Griebarn genannt, was sich möglicherweise vom Wort „Grube“ herleitet und auf die geschützte Ortslage verweist, entwickelte sich der Ort als Argrarsiedlung.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 33 Häusern genannt, das nach Eggendorf am Walde eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Unterdürnbach besaß die Ortsobrigkeit aus und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Limberg ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Senftenberg, Pfarre Gars, Ravelsbach und Unterdürnbach.[4] Nach den Reformen 1848/1849 konstituierte sich Grübern 1850 zur selbständigen Gemeinde und war bis 1868 dem Amtsbezirk Ravelsbach zugeteilt.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Grübern zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Schmied und zahlreiche Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung schlossen sich per 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinden Eggendorf am Walde, Grübern Limberg und Unterdürnbach der Stadtgemeinde Maissau an.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 220 (Ausgabe 1769; Grübern in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 189 (Grubern – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 129.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 46. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 238 (Grüning in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 269
