Großörner
Großörner Stadt Mansfeld | |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 37′ N, 11° 29′ O |
| Höhe: | 161 m ü. NHN |
| Fläche: | 12,76 km² |
| Einwohner: | 1589 (Sep. 2024)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 125 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 2005 |
| Postleitzahl: | 06343 |
| Vorwahl: | 03476 |
Lage von Großörner in Mansfeld
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Dorfkirche | |
Großörner ist ein Ortsteil von Mansfeld und befindet sich im Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt. Er hat etwa 1600 Einwohner.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum Ortsteil gehören das Dorf Großörner und die kleine Ansiedlung Rödgen.[2]
Großörner liegt im Osten der Einheitsgemeinde Stadt Mansfeld, 2 Kilometer nordöstlich der Stadt Mansfeld und etwa 3 Kilometer südwestlich der Stadt Hettstedt. Großörner wird vom Flüsschen Wipper geteilt. Die frühere Gutssiedlung Rödgen liegt 2 Kilometer westlich von Großörner.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Großörner wurde bereits vom 3. bis zum 6. Jahrhundert besiedelt. Am Ortsausgang nach Hettstedt wurden goldene Ringe, Armreife und eine Pferdetrense mit Goldblech und Silber als Grabbeilagen jener Zeit gefunden. Auf das Jahr 973 bezieht sich die erste urkundliche Erwähnung des Orts.[4] Im Jahre 1260 kam es zu Eigentumsübertragungen in der Umgebung von Großörner: „Bischof Volrath zu Halberstadt überläßt dem Kloster [zum Kupferberg] 2 Hufen Landes eines zu Großörner und eines zu Kleinörner. […] Die Grafen von Mansfeld übereignen Caspar Röder aus Großörner in ihrer Eigenschaft als Schutzherren des Klosters Oberwiederstedt das von ihm auf dem Kupferberg errichtete Gut (später Engelgarten genannt) nebst Zubehör als freies Erbe.“[5] Ende des 17. Jahrhunderts kam Großörner in den Besitz des Adelsgeschlechts von Pfuel, welche seit 1664 auch in dem Besitz des Amts Oberamt Eisleben waren, bis sie dieses 1798 an den kursächsischen Staat verkauften.[6][7]
In der Nähe von Großörner befand sich eine Kupfer-Silber-Hütte, in der das gewonnene Kupfer mittels Quecksilber ab 1824 entsilbert wurde. Heute wird die Hütte von der Mansfelder Kupfer & Messing GmbH betrieben und die Geschicke des Ortes werden weiterhin von der Kupfergewinnung bestimmt.
Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Rödgen aufgelöst, die Exklaven im Gemeindebezirk Leimbach kamen zur Landgemeinde Leimbach, der übrige Teil (Hauptteil) des Gutsbezirks Rödgen kam als Wohnplatz zur Landgemeinde Großörner.[8] Rödgen gehört heute zum Ortsteil Großörner.[2]
Von 1900 bis 1922 verlief die Strecke der Elektrischen Kleinbahn Mansfeld durch den Ort.
Ab dem Jahre 1936 wurde ein neues Wohnbaugebiet erschlossen. Im Jahre 1939 wurde das öffentliche Mühlenbad gebaut. In Großörner wurde bis ins Jahr 1990 das gesamte Silber aus Mansfelder Kupferschiefer in einem Volumen von etwa 11.000 Tonnen gewonnen.[4] In den 1970er Jahren wurde im Ort eine Turnhalle gebaut, die in den Jahren 2004 bis 2005 zur Mehrzweckhalle umgebaut wurde.
Am 1. Januar 2005 wurde Großörner in die Stadt Mansfeld eingegliedert.[9]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gotthilf Heinrich Schnee (1761–1830), Prediger und Pfarrer in Großörner 1790–1809
- Johann Ehrenfried Honigmann (1775–1855), Markscheider und Bergamtsdirektor
- Walter Hertel (1898–1983), Generalingenieur der Luftwaffe
- Lisa Korspeter (1900–1992), Politikerin (SPD)
- Reinhardt Thomas (* 1946), Politiker (SPD, CDU)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ortsteil Großörner auf der Website der Stadt Mansfeld
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ortsteil Großörner. In: Webauftritt. Stadt Mansfeld, abgerufen im September 2025.
- 1 2 Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013 (destatis.de [PDF; 1,6 MB]).
- ↑ Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
- 1 2 Einheitsgemeinde Stadt Mansfeld – Ortsteil Großörner. Abgerufen am 20. November 2009.
- ↑ Klaus Hemprich: Kupferberg-Annalen. veröffentl. 24. März 2004.
- ↑ Leopold von Ledebur: Adelslexikon der preussischen Monarchie. Rauh, 1856, S. 196–197 (google.com).
- ↑ Max Lingner: das Spätwerk; 1949–1959. In: Harz-Zeitschrift 2013. 65. Jahrgang. Lukas Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86732-154-9, S. 194 (books.google.com).
- ↑ Regierungsbezirk Merseburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Merseburg. Sonderbeilage zu Stück 41, 1928, ZDB-ID 2795305-1, S. 14 (Digitalisat).
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2005
