Großbodungen
Großbodungen Landgemeinde Am Ohmberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Koordinaten: | 51° 29′ N, 10° 29′ O | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 270 m ü. NN | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fläche: | 12,19 km²[1] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | ca. 1254 (2011)[1] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner/km² | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindung: | 1. Dezember 2010 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 37345 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 036077 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Lage von Großbodungen in Am Ohmberg
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Großbodungen (2025) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Am 31. Dezember 2016 lebten in Großbodungen (ohne Ortsteil Wallrode) 1235 Menschen, davon 606 Männer, 620 Frauen und 17 Ausländer.[7]
- Datenquelle (ab 1994): Thüringer Landesamt für Statistik [8]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Burg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Burg Großbodungen entstand im 13. Jahrhundert. Diese wurde als Wasserburg errichtet, aber später wurden die Gräben zugeschüttet, so dass sie heute am Haynröderbach liegt.
Seit 1994 befindet sich die Burg in Privatbesitz.
Kemnot
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kemnot ist abgeleitet von Kemenate und bedeutet Frauengemach. In der Kemnot wurden Lebensmittel für die Bewohner und Futter für das Vieh aufbewahrt, für den Fall, dass eine Not kam. Die Kemnot bzw. Kemenate Großbodungen ist ein Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert.
In der Kemenate Großbodungen befand sich von 2005 bis 2018 die „Galerie in der Burg“ und ein Café mit Kaffeegarten.
Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Turm der ev. Petrikirche Großbodungen hängt die älteste Kirchenglocke Thüringens aus dem Jahre 1333.[9]
Amtshaus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In dem historischen Amtshaus befindet sich heute die Verwaltung, eine Polizeistation und ein Museum. Erbaut wurde das Fachwerkgebäude um 1460 und beherbergte zunächst eine Schenke. Später wurde die Verwaltung des Amtes Großbodungen, welches zum Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen gehörte, vom Schloss in dieses Gebäude verlegt. In preußischer Zeit befand sich von 1879 bis 1932 hier das Amtsgericht Großbodungen mit angrenzendem Gefängnis.
Das Dorfmuseum beinhaltet eine umfangreiche Sammlung von Alltagsgegenständen aus unterschiedlichen Zeitepochen bis zur DDR-Zeit. Gezeigt werden Dinge des täglichen Lebens aus Haushalt, Landwirtschaft, Handwerk und Schule. Dazu kommen Dokumente der örtlichen Zeitgeschichte und der Bewohner. Besichtigt werden kann auch ein altes Gefängnis des ehemaligen Amtsgerichtes Großbodungen. Geöffnet ist das Museum zu bestimmten Anlässen und auf Anfrage.
Haus Schötensack
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Historisches Handelshaus in Fachwerkbauweise.
Hasenburg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Hasenburg, auch Asenberg oder Asenburg genannt, war eine bedeutende Reichsburg auf dem gleichnamigen Berg im östlichen Landkreis Eichsfeld, südlich von Großbodungen.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Zacharias Hartmann (1695–1742), Jurist, Hochschullehrer, Kurfürstlich Braunschweig-Lüneburgischer und Königlich Großbritannischer Hof- und Kanzleirat
- Gustav Rödde (1860–1930), Buchbinder in Vancouver
- Karl Eckardt (1896–1953), Wirtschaftsfunktionär und von 1937 bis 1941 NSDAP-Gauwirtschaftsberater im Gau Hessen-Nassau
- Siegfried Stock (* 1949), Politiker
- Werner Buse (* 1950), Politiker (Die Linke) und ehemaliges Mitglied im Thüringer Landtag
Personen, die vor Ort gewirkt haben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans von Berlepsch (1531–1593), Herr auf Großbodungen
- Thomas Billeb (ca. 1617–1687), Amtmann in Großbodungen und Erbauer der Kemnot.
- Johann Wulbrand Reiche (1631–1679) Jurist, braunschweig-lüneburgischer Landsyndikus und Konsistorialrat sowie Besitzer der Kemenate
- Johann Friedrich Wackerhagen (1681–1747), schwarzburgischer Hofrat und Oberamtmann zu Großbodungen bis etwa 1713 sowie Besitzer der Kemnot.
- Justus Ludwig Schlemm (1686–1745), etwa 1714 bis 1719 Amtmann in Großbodungen
- Wilhelm Ludwig Steinbrenner (1759–1831) war hier Superintendent.
- Carl Duval (1807–1853), Schriftsteller, Maler und Lithograf aus Nordhausen, lebte einige Jahre in der Kemnot.
- Raban Graf von Westphalen (1945–2025), Hochschulprofessor, lebte 25 Jahre in Großbodungen und restaurierte mit seiner Ehefrau Gerlinde Burg und Kemenate Großbodungen
- Günter Birr (* 1948), ehemaliger Fußballspieler, spielte bei Traktor Großbodungen.
- Gerlinde Gräfin von Westphalen (* 1966), Publizistin und Galeristin, der von 1998 bis 2018 bestehenden Galerie in der Burg Großbodungen
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bahnhof Großbodungen lag an der Bahnstrecke Bleicherode–Herzberg, die seit 2001 stillgelegt ist.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kieserling (nach Blau): Die Geschichte Großbodungens von ihren Anfängen bis 1816. Sonderdruck in: Unser Eichsfeld, Mecke Duderstadt 1926
- Michael Köhler: Spuren mittelalterlicher Befestigungen und die frühe Besiedlungsentwicklung von Großbodungen. In: Eichsfelder Heimathefte, Heft 2/1985 S. 161–170 und Heft 3/1985 S. 238–247
- Werner Steinmetz: Das Dorf im Tal. Großbodungen und sein Umland in der Geschichte. 2., unveränd. Auflage. Mecke, Duderstadt 1997, ISBN 3-932752-08-2
- Gerlinde Gräfin von Westphalen: Burg und Dorf Grossbodungen in ihrer Geschichte. Großbodungen 1997.
- Gustav Blau: Zur Geschichte der Häuser und ihrer Besitzer. 3. Fassung. Plaidt: Cardamina 2011
- Gerlinde Gräfin von Westphalen: 1124–2014: 890 Jahre urkundliche Ersterwähnung Großbodungens. Bodunger Beiträge (Sonderheft), Großbodungen 2014, ISSN 1610-8698
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Großbodungen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Großbodungen & Wallrode, Website der Landgemeinde Am Ohmberg
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gemarkung Großbodungen, Gemeinde Am Ohmberg. In: GEOindex. Abgerufen im September 2025.
- ↑ Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, 2000, S. 34, ISBN 3-86134-631-1.
- ↑ Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, S. 116, ISBN 3-910141-43-9.
- ↑ Gerlinde Gräfin von Westphalen: Vor 890 Jahren urkundliche Ersterwähnung Großbodungens. In: Eichsfelder Heimatzeitschrift (EHZ), Heft 58, Mecke Duderstadt 2014, S. 249–252.
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 35, ISBN 3-88864-343-0
- ↑ StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
- ↑ Ohmbergbote 01/2017. Landgemeinde am Ohmberg, 25. Januar 2017, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 6. September 2017; abgerufen am 8. September 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik
- ↑ Hinweisschild im Glockenstuhl und Jahreszahl auf der Glocke.



