Nachbarorte sind: Kołtki (Hölkewiese) und Bobięcino (Papenzin) im Westen, Kamnica (Kamnitz) und Łodzierz (Hanswalde) im Norden, die Stadt Miastko im Osten, sowie Wołcza Mała (Klein Volz) im Süden.
Das Dorf gehört zu den Gründungen des 16. Jahrhunderts. 1541 war es noch „eine wüste Feldmark“, aber schon 1590 nennt die Kirchenmatrikel 13 Bauern und 1 Kossäten. 1717 allerdings sind nur noch fünf Halbbauern vorhanden, ihre Zahl steigt im 18. Jahrhundert aber noch um zehn Kossäten.
Bei seiner Gründung war der Ort schon in Groß (negestes) und Klein (furderstes) Volz geteilt, auch wenn die Feldmark ungeteilt genutzt wurde. Die Familien Lettow und Massow waren die Besitzer. Der Lettowsche Anteil war 1655 im Besitz von Thomas Lettow. Von ihm kaufte Jakob Massow diesen Anteil. In dieser Familie blieb – bis auf kurzzeitige Ausnahmen – der Besitz bis 1945.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region um Groß Volz im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurde der Ort als Wołcza WielkaTeil Polens.
Im Jahre 1812 hatte Groß Volz 21 Wohnhäuser mit 133 Einwohnern. Die Einwohnerzahl stieg bis 1871 auf 256 und betrug 1925 fast gleichbleibend 260. Im Jahr 1939 lebten in Groß Volz 243 Einwohner.[3]
Die Bevölkerung von Groß Volz war vor 1945 und Vertreibung der Einheimischen fast ausnahmslos evangelisch. Der Ort hat bis heute eine eigene Kirche, die bis 1945 Filialkirche im Pfarrbezirk West der Pfarrkirche Rummelsburg war. Das Kirchspiel gehörte zum Kirchenkreis Rummelsburg in der KirchenprovinzPommern der Kirche der Altpreußischen Union. Kirchenrechtliche Eintragungen waren bis 1767 im Kirchenbuch der mater Rummelsburg vorgenommen worden.[4]
Die Kirchengemeinde Groß Volz, zu der die Orte Hanswalde, Kamnitz und Klein Volz gehörten, zählte 1940 insgesamt 1089 Gemeindeglieder. Die Kirchenpatronatsrechte vertraten zuletzt die Rittergutsbesitzer Massow (Groß Volz) und Haßlacher (Kamnitz). Letzter deutscher Geistlicher vor 1945 war Pfarrer Siegfried Gumpert.
Die Dorfkirche in Groß Volz ist eine von nur zwei Kirchen Hinterpommerns, die nach dem Zweiten Weltkrieg evangelisch geblieben waren,[5] während sich die polnische katholische Kirche die meisten evangelischen Kirchengebäude in Hinterpommern aneignete. Die Kirche ist heute – ebenso wie Białogard (Belgard), Szczecinek (Neustettin) und Świdwin (Schivelbein) – eine Filialkirche der Parochie Koszalin (Köslin) der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Die Zahl der evangelischen Kirchgänger geht zurück.[5] Evangelischer Gottesdienst in deutscher Sprache fand noch 2011 einmal monatlich statt,[6] doch ist der Fortbestand heute (2012) unsicher.[7]
Seit dem Jahre 2000 wird das Kirchengebäude gegen Mietzahlung durch die polnische katholische Kirche mitgenutzt, die dort sonntäglich katholische Messen liest. Im Jahre 2012 ließ der katholische Priester das Türschloss austauschen und verhinderte so die Nutzung durch die wenigen verbliebenen evangelischen Gläubigen.[7]