Groß Oesingen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 39′ N, 10° 28′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Gifhorn | |
| Samtgemeinde: | Wesendorf | |
| Höhe: | 75 m ü. NHN | |
| Fläche: | 57,6 km² | |
| Einwohner: | 2069 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 36 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 29393 | |
| Vorwahl: | 05838 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GF | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 51 010 | |
| LOCODE: | DE GOG | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Fuhrenkamp 1 29393 Groß Oesingen | |
| Website: | www.gemeinde-oesingen.de | |
| Bürgermeister: | Ewald Heers (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Groß Oesingen im Landkreis Gifhorn | ||
Groß Oesingen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Wesendorf im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Groß Oesingen liegt an der B 4. Durch den Ort Groß Oesingen fließt die Wiehe, ein Nebenfluss des Schwarzwassers.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Gemeinde gehören die Ortsteile und Wohnplätze Groß Oesingen, Klein Oesingen, Mahrenholz, Schmarloh, Texas, Wichelnförth und Zahrenholz. Auch das Teichgut mit dem Lokal „Teichgutschänke“, jedoch nicht die Siedlung Teichgut, gehören zu Groß Oesingen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ortschaft ging aus einem Herrensitz hervor, der urkundlich seit 1222/1252 nachgewiesen ist. Aus archäologischen Grabungen ist die Siedlung bereits in das 11. Jahrhundert zu datieren. Oesingen lag an der wichtigen Handelsstraße von Hamburg nach Braunschweig.
Am 13. April 1945 wurde Groß Oesingen von amerikanischen Truppen eingenommen.[2]
Eingemeindungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf Grundlage des preußischen Gesetzes über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts vom 27. Dezember 1927 wurde die Gemeinde Groß Oesingen in der Gebietsreform von 1928/1929 um das Gebiet der Gemeinde Klein Oesingen erweitert.
In den 60er Jahren gab es verstärkt Tendenzen, größere kommunale Einheiten zu bilden, die den wachsenden Anforderungen an die örtliche Verwaltung besser gerecht werden konnten. So schlossen sich am 30. Juni 1966 die drei Gemeinden Groß Oesingen, Mahrenholz und Zahrenholz, die seit jeher ein gemeinsames Kirchspiel bildeten, zur Samtgemeinde Groß Oesingen zusammen.[3]
Im Zuge der kommunalen Gebietsreform in Niedersachsen wurde diese Samtgemeinde am 1. März 1974 durch Eingliederung der Gemeinden Mahrenholz und Zahrenholz in eine vergrößerte Gemeinde Groß Oesingen umgewandelt,[4] die selbst wiederum am selben Tag Mitgliedsgemeinde der neuen Samtgemeinde Wesendorf wurde.[5]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1974 | 1980 | 1985 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1520 | 1488 | 1488 | 1536 | 1786 | 1979 | 2032 | 1901 | 1871 | 1988 | 2027 |
Mit Stand 2025 sind von den fast 2100 Einwohnerinnen und Einwohnern etwa die Hälfte Kirchenmitglieder der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.[7]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Rat der Gemeinde Groß Oesingen setzt sich aus elf Mandatsträgern aus zwei Parteien und einer unabhängigen Wählergruppierung zusammen. Die Ratsmitglieder werden im Turnus bei einer Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[8]
Die vorherigen Kommunalwahlen ergaben die folgenden Sitzverteilungen:
| Wahljahr | CDU | SPD | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 2016 | 8 | 3 | 11 Sitze |
| 2011 | 8 | 3 | 11 Sitze |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Groß Oesingen Ewald Heers (CDU) wurde bei der jüngsten konstituierenden Versammlung von den Ratsmitgliedern mehrheitlich gewählt.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Geteilt von Gold (Gelb) und Blau durch einen silbernen Strich (schmalen weißen Balken). Oben auf Gold (Gelb) zwei verschiedene rote Giebel. Unten auf Blau ein nach links gewendetes Posthorn, belegt mit vier rotgestielten Eichenblättern.“[9] | |
| Wappenbegründung: Die Gemeinde Groß Oesingen liegt in einer Heidelandschaft, die durch die Darstellung zweier noch heute bestehender Schafställe zu verstehen ist. Die durch die Gemeinde Groß Oesingen verlaufende alte Heerstraße, durch den weißen Balken gekennzeichnet, hatte ihre Bedeutung durch die einst in der Gemeinde befindliche Poststelle, die durch das goldene Posthorn symbolisiert ist. Die auf das Posthorn gelegten vier Eichenblätter bedeuten die vier Ortschaften, die heute in der Gemeinde Groß Oesingen zusammengefasst sind. |
Das Wappen der Gemeinde Gr. Oesingen wurde am 15. Januar 1985 vom Landkreis Gifhorn genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
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- Die Friedenskirche befindet sich am Kirchweg, sie wurde 1880 erbaut. Ihre Kirchengemeinde gehört zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
- Die Immanuels-Kirche befindet sich an der Klein Oesinger Straße, sie wurde 1879 erbaut. Ihre Kirchengemeinde gehört zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).
- Neben der Sandgrube „Königsee“ befindet sich in einem kleinen Waldstück die Wallanlage Wickeloh (52° 38′ 28,8″ N, 10° 29′ 31,6″ O). Bei dem Bodendenkmal handelt es sich um eine dreigliedrige Wallanlage, die eine Gesamtfläche von ca. 42.000 m² umfasst.[10]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alfred E. Johann (1901–1996), Journalist und Schriftsteller, lebte und arbeitete von 1948 bis 1978 in Groß Oesingen
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
- ↑ Dorfbuchkomitee Zahrenholz (Hrsg.): Zahrenholz in Geschichte und Gegenwart. Ein Dorfbuch zum 700-jährigen Jubiläum 1306–2006. Zahrenholz 2006, S. 57.
- ↑ Edeltraut Hundertmark: Landeskundlich-statistische Gemeindebeschreibungen. In: Der Landkreis Gifhorn: Gemeindebeschreibungen mit Statistischem Anhang (= Die Landkreise in Niedersachsen. Band 26 II). Gifhorn 1975, S. 303, 477, 939.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 226 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Otto Wilhelm: Neugliederung der Gemeinden im Landkreis Gifhorn durch die Verwaltungs- und Gebietsreform 1972–1974. In: Der Landkreis Gifhorn: Gemeindebeschreibungen mit Statistischem Anhang (= Die Landkreise in Niedersachsen. Band 26 II). Gifhorn 1975, S. 959–967.
- ↑ Das Sprachrohr. Mitteilungsblatt für die Samtgemeinde Wesendorf vom April 2023
- ↑ Kirche und Kommune bauen gemeinsam soziokulturelles Dorfzentrum
- ↑ Samtgemeinde Wesendorf Gemeine Groß Oesingen Wahl des Gemeinderates 12.09.2021
- ↑ Wappenbeschreibung Groß Oesingen. In: Portal der Samtgemeinde Wesendorf. Abgerufen am 22. August 2017.
- ↑ Kreisarchäologie Gifhorn (Hrsg.): Auf den Spuren der Vergangenheit (Broschüre). 2005.

