Grandisol
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Grandisol | ||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C10H18O | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 154,25 g·mol−1 | ||||||||||||
| Siedepunkt |
50–60 °C (133 Pa)[1] | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Grandisol ist ein Naturstoff. Es handelt sich um ein Monoterpen, das einen Cyclobutanring, eine Alkoholgruppe, eine Doppelbindung und zwei Stereozentren enthält. Es ist ein Pheromon verschiedener Insektenarten.
Vorkommen und biologische Bedeutung
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Grandisol ist ein Pheromon des Baumwollkapselkäfers Anthonomus grandis, daher der Name. Der Baumwollkapselkäfer ist ein Ernteschädling, der bedeutenden ökonomischen Schaden anrichten kann.[3] Es kommt auch in Aggregationspheromonen von Kiefernrüsslern (Pissodes) vor.[4]
Synthese
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Grandisol wurde erstmals 1969 von J. Tumlinson et al. an der Mississippi State University synthetisiert.[5]
Eine mögliche Synthese für racemisches Grandisol beginnt mit der Dimerisierung von Isopren unter Einwirkung von Bis(cycloocta-1,5-dien)nickel, gefolgt von der Hydroborierung / Oxidation mit Disiamylboran. Durch photochemische Cyclisierung von (S)-6-Methylhepta-1,6-dien-3-ol in Gegenwart von Kupfer(I)-triflat entstehen zwei trennbare Diastereomere, die als Startpunkt für eine enantioselektive Synthese dienen können. Auch stereoselektive [2+2]-Cycloadditionen mit Ethylen wurden als Ausgangspunkt beschrieben.[6]
Die aktuelle Synthese mit der größten Ausbeute wurde im Januar 2010 von Chemikern der Furman University publiziert. Die Synthese geht von 2-Methyl-γ-butyrolacton aus und setzt als Schlüsselschritt zum Aufbau des Vierrings eine Eninmetathese ein.[7]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Burkhard Fugmann: RÖMPP Lexikon Naturstoffe. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 978-3-13-179541-0, S. 2298 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
- ↑ Young-Shin Kwak, Byeong-Seon Jeong: Synthesis of grandisol, the sexual attracting insect pheromone. In: Archives of Pharmacal Research. Band 34, Nr. 9, September 2011, S. 1399–1402, doi:10.1007/s12272-011-0900-y.
- ↑ B. E. Hibbard, F. X. Webster: Enantiomeric composition of grandisol and grandisal produced byPissodes strobi andP. nemorensis and their electroantennogram response to pure enantiomers. In: Journal of Chemical Ecology. Band 19, Nr. 10, Oktober 1993, S. 2129–2141, doi:10.1007/BF00979652.
- ↑ William R. Bartlett, Javier Read de Alaniz, Janet L. Carlson, Maria P. Dillon, Eric Edstrom, Derek A. Fischer, Adam A Goldblum, Gregory R. Luedtke, Gregory W. Paneitz, Kendal Ryter, Mark Schulz, Donnie A. Shepard, Christopher Switzer: Stereocontrolled Synthesis of (±)-Grandisol. In: Synthesis. Band 54, Nr. 14, Juli 2022, S. 3209–3214, doi:10.1055/s-0040-1719910.
- ↑ Young-Shin Kwak, Byeong-Seon Jeong: Synthesis of grandisol, the sexual attracting insect pheromone. In: Archives of Pharmacal Research. Band 34, Nr. 9, September 2011, S. 1399–1402, doi:10.1007/s12272-011-0900-y.
- ↑ Thomas J.A. Graham, Erin E. Gray, James M. Burgess, Brian C. Goess: An Efficient Synthesis of (±)-Grandisol Featuring 1,5-Enyne Metathesis. In: J. Org. Chem. Band 75, Nr. 1, Januar 2010, S. 226–228, doi:10.1021/jo9020375, PMID 19957923.