Grafelde
Grafelde Gemeinde Sibbesse | ||
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| Koordinaten: | 52° 1′ N, 9° 55′ O | |
| Höhe: | 185 m ü. NHN | |
| Fläche: | 5,56 km²[1] | |
| Einwohner: | 236 (1. Jan. 1973)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 42 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |
| Eingemeindet nach: | Adenstedt | |
| Postleitzahl: | 31079 | |
| Vorwahl: | 05065 | |
Lage von Grafelde in Niedersachsen
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Marienkapelle in Grafelde | ||
| Blasonierung: „Im grünen Schild, geteilt durch einen silbernen Schrägrechtsfaden, oben ein goldener, zweiblättriger Buchenzweig mit geöffnetem, silbernem, vierblättrigem Fruchtbecher, darin die goldenen Buchnüsse, und unten eine goldene, begrannte und beblätterte Roggenähre.“[7] | |
| Wappenbegründung: Die Gemarkung des Bauerndorfes Grafelde besteht je zur Hälfte aus Wald und Ackerfluren, die die Grundlagen des Wohlstandes der Gemeinde bilden. So lag es nahe, beide symbolhaft im Wappen zu verankern. Die Roggenähre versinnbildlicht als eine Hauptfrucht der Volksernährung die Ackerwirtschaft und das Buchenreis die herrlichen Bestände der Gemeindewaldungen. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bauwerke
- Die evangelische Marienkapelle in Grafelde, die anstatt eines Turmes einen beschieferten Dachreiter hat, wurde aus Bruchsteinen mit Eckquadern aus Sandstein erbaut. Sie steht auf einem Sockel aus Sandstein und ist u. a. wegen ihres spätgotischen Flügelaltars vom Ende des 15. Jahrhunderts sehenswert. Er wurde 1896, 1928 und 1954 restauriert.[8] Die Kapelle ist im Kern romanisch, aus dieser Zeit ist ein Christuskopf über dem Eingang erhalten. Der östliche Teil der Kapelle, der etwas erhöht angebrachte Chor, wurde 1512 im Stil der Gotik erbaut, wie die an der Südostecke angebrachte Jahreszahl ausweist. Die außerordentlich massiven Mauern der Kapelle sowie die an Schießscharten erinnernden kleinen Fenster im Giebel lassen vermuten, dass sie auch als Wehrkirche diente. In der Außenwand des gotischen Teiles fällt eine Nische unter einem Fenster mit gotischem Maßwerk auf, in der möglicherweise ursprünglich eine Heiligenfigur stand. Im Innern der Kapelle ist links neben dem gemauerten Altar ein steinernes Taufbecken mit stark verwitterten Reliefs beachtenswert, das 1511 angefertigt wurde und ursprünglich draußen vor der Kapelle stand. Die Balkendecke der Kapelle wurde 1753 eingebaut.
- Marienkapelle Hinteransicht
- Marienkapelle Innenansicht mit Altarschrein
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 28 (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 18. September 2019] Landkreis Alfeld (Leine)).
- ↑ Geschichte der Ortschaft Adenstedt/Grafelde. In: Internetseite der Gemeinde Sibbesse. Abgerufen am 18. September 2019.
- ↑ Max Broesike, Wilhelm Keil (Hrsg.): Neumanns Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reichs. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1905, S. 331.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 204 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Sibbesse, Landkreis Hildesheim. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 19/2015. Hannover 12. November 2015, S. 304 (Digitalisat ( vom 5. Juli 2019 im Internet Archive) [PDF; 464 kB; abgerufen am 9. Juli 2019] S. 6).
- ↑ Kommunale Neuordnung. In: Internetseite der Gemeinde Sibbesse. Abgerufen am 30. Juni 2017.
- 1 2 Wilhelm Barner: Wappen und Siegel des Kreises Alfeld. Neubindung. Lax GmbH & Co. KG, Hildesheim 1998 (Digitalisat des Textteils der Erstauflage von 1940 [PDF; 10,0 MB; abgerufen am 10. Juni 2019]).
- ↑ Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen, Niedersachsen. Hrsg.: Dehio Vereinigung. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 552.


