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Good Delivery

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Good-Delivery-Goldbarren mit einem Gewicht von 12,4 Kilogramm (400 Feinunzen)
Good-Delivery-Silberbarren mit einem Gewicht von 31,1 Kilogramm (1000 Feinunzen)

Good Delivery ist eine Spezifikation für Edelmetallbarren. Sie besteht aus einem Regelwerk der London Bullion Market Association (LBMA), das die physischen Eigenschaften von Gold- und Silberbarren beschreibt, die bei der Erfüllung im Großhandelsmarkt des London Bullion Market verwendet werden.[1] Außerdem enthält sie Anforderungen für die Aufnahme in die LBMA Good Delivery List zugelassener Raffinerien.

Good-Delivery-Barren sind wegen ihrer großen Abmessungen und ihres hohen Feingehalts bemerkenswert. Sie sind für ihre charakteristische trapezförmige Prismenform bekannt, die durch die Gussform entsteht und eine gleichmäßige Herstellung sowie gleichmäßig geneigte Seitenflächen ermöglicht, die als draft oder undercut bezeichnet werden.[2][3]

The Good Delivery Rules for Gold and Silver Bars

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Die gesamte Good-Delivery-Spezifikation ist im LBMA-Dokument The Good Delivery Rules for Gold and Silver Bars: Specifications for Good Delivery Bars and Application Procedures for Listing enthalten. Das Dokument enthält konkrete Anforderungen an Feingehalt, Gewicht, Abmessungen, Aussehen, Markierungen und Herstellung von Gold- und Silberbarren. Es legt Verfahren für das Wiegen, Verpacken und Liefern fest. Außerdem beschreibt es Richtlinien, mit denen die Einhaltung der Spezifikationen durch Raffinerien sichergestellt werden soll.

Die aktuelle Ausgabe der Good Delivery Rules wurde im Januar 2026 veröffentlicht.[4]

Grundlegende Spezifikationen

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  • Feingehalt: mindestens 995,0 Teile je Tausend Feingold
  • Markierungen: Seriennummer, Raffineriezeichen, Feingehalt, Herstellungsjahr
  • Goldgehalt: 350–430 Feinunzen (11–13 kg)
  • Empfohlene Abmessungen
    • Länge (oben): 210–290 Millimeter (8,3–11,4 Zoll)
    • Breite (oben): 55–85 Millimeter (2,2–3,3 Zoll)
    • Höhe: 25–45 Millimeter (0,98–1,77 Zoll)
  • Feingehalt: mindestens 999,0 Teile je Tausend Silber
  • Markierungen: Seriennummer, Raffineriezeichen, Feingehalt, Herstellungsjahr[5]
  • Silbergehalt: 900–1100 Feinunzen (28–34 kg) ab dem 1. Januar 2025; 750–1100 Feinunzen (23–34 kg) für Barren, die nach dem 1. Januar 2008 hergestellt wurden; 500–1250 Feinunzen (16–39 kg) für Barren, die vor dem 1. Januar 2008 hergestellt wurden
  • Empfohlene Abmessungen
    • Länge (oben): 250–350 Millimeter (9,8–13,8 Zoll)
    • Breite (oben): 110–150 Millimeter (4,3–5,9 Zoll)
    • Höhe: 60–100 Millimeter (2,4–3,9 Zoll)

Es wird nicht empfohlen, das Gewicht auf Gold- oder Silberbarren zu prägen, da die Barren bei der Lieferung offiziell gewogen werden und dieses Gewicht maßgeblich ist, auch wenn es vom ursprünglich markierten Gewicht abweicht. Das Gewicht eines Barrens kann sich außerdem durch Handhabung oder Probenahme verändern, wodurch die ursprüngliche Gewichtsangabe ungültig werden kann.[6]

Non–Good Delivery

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Barren, die den Good-Delivery-Regeln nicht entsprechen, werden als Non–Good Delivery bezeichnet. Wenn sie Good-Delivery-Barren ähneln, die Anforderungen aber nicht vollständig erfüllen, müssen sie mit „NGD“ gestempelt werden, um sie von regelkonformen Barren zu unterscheiden.

LBMA Good Delivery List

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Die LBMA führt zwei Good Delivery Lists zugelassener Raffinerien, eine für Gold und eine für Silber. Diese Raffinerien erfüllen bestimmte Mindestkriterien wie Alter, Nettovermögen und Produktionsvolumen und haben nachgewiesen, dass sie Good-Delivery-Barren herstellen können. Gelistete Unternehmen stimmen einer Überwachung durch die LBMA zu. Unternehmen auf der Liste, die sich weigern, an der regelmäßigen Überwachung teilzunehmen, werden von der Good Delivery List gestrichen und in die Former List aufgenommen.

Good Delivery Referees

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Fünf Unternehmen sind von der LBMA als Good Delivery Referees akkreditiert,[7] um das Good-Delivery-System zu beaufsichtigen und Unternehmen mit Good-Delivery-Zertifizierung zu überwachen. Die Hauptaufgaben der Referees sind:

  • technische Bewertung von Antragstellern für die Aufnahme in die Liste
  • proaktive Überwachung von Raffinerien auf der Good Delivery List
  • Bereitstellung technischer Beratung zu verschiedenen Themen

Die als Referees akkreditierten Unternehmen sind:

Einzelnachweise

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  1. LBMA - Good Delivery Rules. In: www.lbma.org.uk. Abgerufen am 11. November 2015 (englisch).
  2. GLOSSARY OF ADVANCED COMPOSITE MATERIALS TERMS – Composites Australia. Abgerufen am 6. Mai 2026 (australisches Englisch).
  3. LBMA Good Delivery Gold Bars: Standard and List Mechanics. 29. April 2026, abgerufen am 6. Mai 2026 (englisch).
  4. Good Delivery List Rules, Conditions for Listing for Good Delivery Refiners. (PDF) In: LBMA. Januar 2026, abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).
  5. Understanding the Marks on Silver Bars. In: Vintage Silver. 5. April 2022, abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).
  6. The Good Delivery Rules for Gold and Silver Bars: Specifications for Good Delivery Bars and Application Procedures for Listing (v1.1). (PDF) The London Bullion Market Association, Januar 2019, abgerufen am 29. September 2019 (englisch).
  7. LBMA Referees. London Bullion Market Association, abgerufen am 13. Mai 2026 (englisch).