Zum Inhalt springen

Golste

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Golste
Gemeinde Natendorf
Koordinaten: 53° 5′ N, 10° 28′ OKoordinaten: 53° 4′ 50″ N, 10° 28′ 21″ O
Fläche: 5,62 km²[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1929
Postleitzahl: 29587
Vorwahl: 05806
Golste (Niedersachsen)
Golste (Niedersachsen)
Lage von Golste in Niedersachsen

Golste war bis 1929 eine Gemeinde im Landkreis Uelzen in der preußischen Provinz Hannover. Ihr Gebiet gehört heute zur Gemeinde Natendorf, die Teil der niedersächsischen Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ist.

Unter Golste wird heute üblicherweise nur noch das Gut Golste verstanden, das einen Kilometer östlich des Kernorts von Natendorf liegt. Die Gemeinde Golste hatte einen weitaus größeren Umfang. Das alte Dorf Golste grenzte östlich an das alte Kirchdorf Natendorf. Es war von diesem im Wesentlichen nur durch den Natendorfer Bach getrennt und wird heute als Teil des Kernorts von Natendorf angesehen.

Herrenhaus des Guts Holste
Hofgebäude Golster Straße 21

Golste gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Medingen des Kurfürstentums Hannover.[2] Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Bienenbüttel im Departement der Aller.[3] 1814 fiel Golste an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Medingen, dann ab 1852 zum Amt Ebstorf und ab 1859 wieder zum Amt Medingen.[4][5] 1867 fiel Golste mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Uelzen.

Am 1. Juli 1929 wurde Golste nach Natendorf eingemeindet.[6]

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Einwohner Quelle
1812119[3]
1845256[7]
1871254[8]
1885181[9]
1895202[10]
1905229[1]

Im ehemaligen Gemeindegebiet von Golste stehen der gesamte Gutshof Golste, zwei Wohnhäuser an der August-Möller-Straße 4, das Wohnhaus Brüggkamp 7 sowie die Hofgebäude Golster Straße 15, 21 und 22 unter Denkmalschutz.

Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Golste in Natendorf hat ihr Gerätehaus an der Golster Straße 32.[11]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Volkszählung 1905
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  3. 1 2 Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  4. ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
  5. ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
  6. ↑ Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1929, S. 120
  7. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  8. ↑ Volkszählung 1871
  9. ↑ Volkszählung 1895
  10. ↑ Volkszählung 1895
  11. ↑ Homepage der Feuerwehr Golste in Natendorf