Goat Rocks
| Goat Rocks | |||
|---|---|---|---|
| Die Goat Rocks mit dem Gilbert Peak oben links | |||
| Höhe | 2500 m [1] | ||
| Lage | Lewis County/Yakima County, Washington, USA | ||
| Gebirge | Kaskadenkette | ||
| Koordinaten | 46° 29′ 19″ N, 121° 24′ 21″ W | ||
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| Alter des Gesteins | 3,2 Ma – ~500.000 BP | ||
| Erstbesteigung | Fred G. Plummer, 1899 | ||
| Normalweg | Klettern | ||
| Gipfel | Höhe | Koordinaten | Quelle |
|---|---|---|---|
| Gilbert Peak (Mount Curtis Gilbert) | 2.494 m | 46° 29′ N, 121° 25′ W | Gilbert Peak, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Big Horn | 2.438 m | 46° 30′ N, 121° 25′ W | Big Horn, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Old Snowy Mountain | 2.402 m | 46° 31′ N, 121° 27′ W | Old Snowy Mountain, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Goat Ridge | 2.068 m | 46° 31′ N, 121° 30′ W | Goat Ridge, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Hawkeye Point | 2.265 m | 46° 31′ N, 121° 30′ W | Hawkeye Point, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Ives Peak | 2.414 m | 46° 30′ N, 121° 27′ W | Ives Peak, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Tieton Peak | 2.369 m | 46° 31′ N, 121° 24′ W | Tieton Peak, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Devils Horn | 2.146 m | 46° 31′ N, 121° 22′ W | Devils Horn, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Johnson Peak | 2.282 m | 46° 32′ N, 121° 30′ W | Johnson Peak, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Bear Creek Mountain | 2.236 m | 46° 32′ N, 121° 21′ W | Bear Creek Mountain, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Chimney Rock | 2.033 m | 46° 34′ N, 121° 29′ W | Chimney Rock. In: Geographic Names Information System. United States Geological Survey, United States Department of the Interior, abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
| Hogback Mountain | 2.071 m | 46° 36′ N, 121° 24′ W | Hogback Mountain, Washington. Abgerufen am 21. Juni 2018 (englisch). |
Wildnisgebiet
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Land rings um die Goat Rocks wurde im Februar 1931 erstmals durch das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten geschützt, als schätzungsweise 18.000 ha vorläufig unter Schutz gestellt wurden. Diese Fläche wurde 1935 auf 29.315 ha und 1940 nochmals auf 33.459 ha erweitert. Der Kongress schuf 1964 die Goats Rock Wilderness als Teil des National Wilderness Preservation System und übergab das Management an den United States Forest Service. Seit 1984 noch einmal einige Flächen angefügt wurden,[16] umfasst sie heute 43.745 ha zwischen dem Mount Rainier und dem Mount Adams und erstreckt sich über den Gifford Pinchot National Forest und den Okanogan-Wenatchee National Forest.[17] Sie wird im Südosten von der Yakama Indian Reservation begrenzt.[16]
Das Wildnisgebiet schwankt in der Höhe zwischen 914 und 2.500 Metern. Es bietet alpine Tundren (Matten) mit Gletschern, kleinen Seen und Tümpeln wie auch 15 verschiedene Wanderrouten mit einer Gesamtlänge von 193 Kilometern. Einer dieser Wege bildet den höchsten Abschnitt des berühmten Pacific Crest Trail in Washington,[4.2] der über 50 km von Nord nach Süd durch das Zentrum des Wildnisgebietes verläuft.[17] Weil diese Strecke in solcher Höhe verläuft, können die Wanderer heftigen Stürmen ausgesetzt sein, die für unvorbereitete Gruppen gefährlich werden können.[4.3] Ein Großteil des Wildnisgebietes liegt oberhalb der Waldgrenze und bietet Aussichten auf die alpine Landschaft.[16]
Klima, Flora und Fauna
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wetter im Wildnisgebiet wechselt stark, da die Berge als Barriere für Wolken und Wärme fungieren. Die Kaskadenkette bilden eine Sperre für Feuchtigkeit transportierende Stürme und zwingen die Luftmassen, aufzusteigen und so abzukühlen. Diese abgekühlte Luft kann nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen wie die wärmere, so dass heftige Niederschläge (bis zu 3.810 mm jährlich) an den Westflanken des Gebirges auftreten,[4.4] welche zu dichter Bewaldung führten. Die Schneefälle umfassen in Summe typischerweise mehr als 8 m jährlich, so dass die Schneemassen teilweise noch im Juli oder August vorhanden sind. In den wärmeren Monaten fließt das Schmelzwasser in Seen und lässt diese stets gefüllt sein.[1] Weil die Berge so hoch sind, können die Sturmwolken steckenbleiben, selbst wenn der Sturm selbst weiterzieht, was ganzjährig zu Schneestürmen und Frost führen kann. Unter extremen Bedingungen gefährden diese Sturmzellen Wanderer durch hohe Windgeschwindigkeiten, Nebel, Schnee und Regen, was das Wandern potenziell unmöglich machen kann. Auf der Ostseite der Berge erwärmt sich die Luft wieder beim Abstieg und erzeugt Fallwinde, vergleichsweise geringe Niederschläge und in der Folge weniger bewaldete Landschaften. Aufgrund dieser Bedingungen sind die Temperaturen auf der Westseite der Berge stabil, wogegen die Temperaturen auf der Ostseite stark variieren.[4.5]
Die Goat Rocks erhielten ihren Namen von einer Schneeziegen-Population, die rund um den Berg beobachtet werden kann.[16] Weitere Faunenelemente der Hochlagen sind Murmeltiere und Pfeifhasen. Hirsche und Wapitis können unterhalb der Waldgrenze beobachtet werden,[1] darunter Maultierhirsche (die Unterart der Schwarzwedelhirsche ist allgemein verbreitet)[4.1], Roosevelt-Wapitis (Cervus canadensis roosevelti) und Rocky-Mountain-Wapitis (Cervus canadensis nelsoni), welch letztere 1913 aus dem Yellowstone National Park eingeführt wurden.
Klettern und Erholung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Old Snowy Mountain und Gilbert Peak, zwei der Gipfel in der Goat Rocks Wilderness, werden regelmäßig von Wanderern und Bergsteigern aufgesucht. Beide gelten als abgelegene Gipfel, obwohl der Old Snowy Mountain der zugänglichere der beiden ist.[18.1] Dies macht ihn zusammen mit dem leichteren Aufstieg zum populäreren Kletterziel. Es gibt mehrere Routen auf den Gipfel, die 5–6 Stunden in Anspruch nehmen und 1.097 Höhenmeter überwinden. Auf einem 23 km langen Rundweg kann der Old Snowy erklettert oder über Gletscher erwandert werden, auch wenn ein Trail existiert. Vom Gipfel aus können die Ersteiger den Mount St. Helens und den Mount Rainier in der Ferne erkennen.[18.1] Weil das Gebiet großflächig mit lockerem Bergschutt und Felsen bedeckt ist, besteht Lawinengefahr.[18.2]
Die Erstbesteigung des Gilbert Peak erfolgte 1899 durch Fred G. Plummer.[15] Der Aufstieg umfasst ebenfalls 1.097 Höhenmeter und erfordert 6–8 Stunden für den Aufstieg selbst sowie die Zeit für den 26 km langen Rundweg. Weil die Routen länger und wegen des losen Gerölls technisch anspruchsvoller sind, gilt die Ersteigung des Gilbert als schwieriger als die des Old Snowy Mountain. Die meisten Bergsteiger tendieren dazu, den Gilbert Peak früh in der Klettersaison zu ersteigen, wenn die Schneedecken dünn sind.[18.2]
Die vom Forest Service erlaubten Erholungsaktivitäten umfassen Tageswanderungen, Reiten und Fernwanderungen.[1] Weil die Goat Rocks Teil des National Wilderness Preservation System sind, sind Motorfahrzeuge und -transportmittel verboten.[19] Das schließt Motorräder, Wagen, Motorboote und Helikopter mit ein. Eine kostenlose Genehmigung ist für das Betreten des Wildnisgebietes erforderlich.[20]
Rohstoffe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Hinblick auf mineralische Rohstoffe kann das Gebiet der Goat Rocks in drei Segmente geteilt werden, von denen jedes andere Minerale enthält. Die ersten beiden werden Packwood Glacier–McCall Basin (dt. „Packwood-Gletscher–McCall-Becken“) und Glacier Basin (dt. „Gletscher-Becken“) genannt[10.3] und befinden sich nahe den ehemaligen Vulkanschloten. Diese Gebiete zeigen anormale Gehalte an Kobalt, Kupfer, Blei, Molybdän, Nickel und Zink, feinverteiltem Pyrit und stellenweisen Konzentrationen von Silber.[9.2] Das dritte Gebiet hängt mit dem Clear Fork Cowlitz River zusammen und liegt entlang der Kontaktzone zwischen dem Goat-Rocks-Vulkan und den älteren Vulkanen im Osten.[10.4] Es ist von den anderen beiden Gebieten getrennt und zeigt anormale Gehalte an Barium, Kobalt, Kupfer und Mangan, außerdem geringere Mengen an Blei, Molybdän, Nickel und Zink. Weitere im dritten Gebiet zu findende Minerale sind Baryt, Bor, Zinnober, elementares Quecksilber, Pyrit und Zinn, die aus dem Flusssediment stammen. Das Wasser enthält hohe Konzentrationen von Chlor, Kupfer, Fluor und Molybdän. Die durch Metasomatose veränderten Gesteinen enthalten Arsen, Blei, Mangan, Molybdän und Zink in außerordentlich hohen Konzentrationen. Die Umgebung der Goat Rocks scheint große Lagerstätten unedler Metalle zu bergen. Außerhalb des untersuchten Gebiets wurde Kohle an den Gletscherfeldern des Packwood und des Cowlitz gefunden; Baustoffe wie Steine und Schotter werden im Norden und Westen des Vulkans gebrochen. Die potenziellen Öl- und Gas-Reserven des Goat-Rocks-Gebietes bleiben unentdeckt.[9] Weil während des Holozäns (innerhalb der letzten 11.700 Jahre) keine vulkanische Aktivität zu beobachten war, haben die Goat Rocks nur ein sehr geringes Potenzial für die Nutzung der Geothermie.[10.5]
Claims für drei Gang-Minen und eine einzelne Kohlenmine existieren in der Goat Rocks Wilderness, aber das United States Bureau of Mines (vergleichbar den deutschen Bergämtern) hat keine Berichte über Förderungen auf den Claims. Historisch gesehen sind zwei Claims im Gebiet abgesteckt worden: 1934 der Mosquito-Gang nahe dem Walupt Lake und 1939 der Glacier-Gang nahe dem Packwood-Gletscher. Keiner zeigt Hinweise auf eine Erschließung und beide Lagerstätten sind heute verlassen. Die Bergleute könnten von Neuigkeiten über Gold-, Silber- und Kupferfunde entlang der Brekzie- und Scherzone im Norden des Wildnisgebietes angezogen werden.[10.6]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 Wilderness: Goat Rocks – Gifford Pinchot. United States Forest Service, 2015, archiviert vom am 5. April 2015; abgerufen am 18. Mai 2015 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- Smith, James G.: Geological Map of Upper Eocene to Holocene Volcanic and Related Rocks in the Cascade Range, Washington. United States Geological Survey, 1993 (englisch).
- Wood, Charles A. und Jürgen Kienle (Hrsg.): Volcanoes of North America: United States and Canada. Cambridge University Press, Cambridge, England 1992, ISBN 978-0-521-43811-7 (englisch).
- Barstad, Fred: Hiking Washington’s Goat Rocks Country: A Guide to the Goat Rocks and Lewis and Cispus River Regions of Washington’s Southern Cascades. Globe Pequot Press, 2004 (englisch).
- ↑ Topinka, Lyn: Description: Volcanic Fields and Centers near Mount Adams, Washington. United States Geological Survey, 27. Februar 2002, archiviert vom am 6. Juni 2010; abgerufen am 24. April 2010 (englisch).
- ↑ The Volcanoes of Lewis and Clark, April 15, 1806. United States Geological Survey, Juli 2004, abgerufen am 19. Mai 2015 (englisch).
- ↑ Geologic Provinces of the United States: Pacific – Cascades volcanic province. United States Geological Survey, 2. Oktober 2014, archiviert vom am 6. September 2015; abgerufen am 30. Mai 2015 (englisch).
- Michael A. Korosec, William M. Phillips, J. Eric Schuster, Z. F. Danes, J. H. Biggane, P. E. Hammond, G. A. Clayton: The 1980–1982 Geothermal Resource Assessment Program in Washington: Open File Report 83-7. Washington State Department of Natural Resources, August 1983 (englisch, wa.gov [PDF]).
- ↑ S. E. Church, T.J. Close: Goat Rocks Wilderness and Adjacent Roadless Areas, Washington. United States Geological Survey, 1984 (englisch).
- ↑ S. E. Church, D. A. Swanson, D. L. Williams, G. A. Clayton, T. J. Close, T. J. Peters: Mineral Resource Potential of Goat Rocks Wilderness and Adjacent Roadless Areas, Lewis and Yakima Counties, Washington. United States Geological Survey, 1983 (englisch).
- ↑ Commission on Geosciences, Environment and Resources; U.S. Geodynamics Committee; National Research Council, Division on Earth and Life Studies (Hrsg.): Mount Rainier: Active Cascade Volcano. National Academies Press, 1994, S. 39 (englisch).
- ↑ Graham J. Hill, T. Grant Caldwell, Wiebke Heise, Darren G. Chertkoff, Hugh M. Bibby, Matt K. Burgess, James P. Cull, Ray A. F. Cas: Distribution of melt beneath Mount St Helens and Mount Adams inferred from magnetotelluric data. In: Nature Geoscience. 2. Jahrgang. Nature Publishing Group, 25. Oktober 2009, S. 785–789, doi:10.1038/ngeo661 (englisch, earthscope-sem.asu.edu ( des vom 4. März 2016 im Internet Archive) [abgerufen am 20. Mai 2015]). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- Stephen L. Harris: Fire Mountains of the West: The Cascade and Mono Lake Volcanoes. 3. Auflage. Mountain Press Publishing Company, 2005, ISBN 0-87842-511-X (englisch).
- ↑ Lee Siebert, Tom Simkin, Paul Kimberly: Volcanoes of the World. University of California Press, 2010, S. 408 (englisch).
- ↑ Fred Beckey: Columbia River to Stevens Pass. The Mountaineers Books, 2000, ISBN 978-0-89886-577-6 (englisch).
- 1 2 3 4 Gifford Pinchot National Forest: Goat Rocks Wilderness. United States Forest Service, 2015, archiviert vom am 3. April 2015; abgerufen am 20. Mai 2015 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Goat Rocks Wilderness: General. In: Wilderness.net. United States Forest Service and the University of Montana, abgerufen am 20. Mai 2015 (englisch).
- Jeff Smoot: Climbing Washington’s Mountains: Summit Hikes, Scrambles and Climbs in Washington’s Cascade and Olympic Mountain Range. Globe Pequot Press, 2002 (englisch).
- ↑ Gifford-Pinchot National Forest Wilderness Regulations. United States Forest Service, 2015, archiviert vom am 12. März 2015; abgerufen am 20. Mai 2015 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Goat Rocks Wilderness: Area Management. In: Wilderness.net. United States Forest Service and the University of Montana, archiviert vom am 4. April 2015; abgerufen am 20. Februar 2015 (englisch).


