Ginter Chmura
Ginter Chmura (deutsch auch Günter Chmura; * 4. September 1942 in Reinschdorf (polnisch: Reńska Wieś); † 12. September 2026 in Wetzlar) war ein polnischer Straßenradrennfahrer. Er nahm in den 1960er-Jahren an nationalen und internationalen Radrennen teil, darunter die Tour de Pologne und die Tour de l’Avenir. Im Jahr 1966 gehörte er zum polnischen Aufgebot für die Tour de l’Avenir.[1]
Sportliche Laufbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chmura stammte aus der Region Kędzierzyn-Koźle in Oberschlesien. Bereits 1959 wurde er als Fahrer des Vereins Unia Kędzierzyn in einem polnischen Sportbulletin aufgeführt. In einer Ergebnisübersicht des Radsportverbandes der Region Opole wurde für den damals 16-jährigen Chmura über eine Distanz von 40 Kilometern eine Zeit von 1:04:05 Stunden verzeichnet.[2]
Am 5. Mai 1963 belegte Chmura beim polnischen Eintagesrennen Puchar Ministra Obrony Narodowej den dritten Platz hinter Zygfryd Widera und Bogdan Błaszczyk.[3]
Am 4. August 1965 erreichte Chmura bei der 22. Austragung der Tour de Pologne den vierten Platz auf der fünften Etappe von Głogów nach Zgorzelec. Die Etappe führte über eine Distanz von 126 Kilometern.[4]
Im Juli 1966 gehörte Chmura zum polnischen Aufgebot für die Tour de l’Avenir, die vom 2. bis zum 14. Juli ausgetragen wurde. Seine Nominierung wurde unter anderem am 1. Juli 1966 in der italienischen Tageszeitung L’Unità veröffentlicht.[1] In der historischen Starterliste wird Chmura unter den polnischen Teilnehmern geführt. In der abschließenden Gesamtwertung ist er nicht verzeichnet.[5]
Vom 26. bis zum 28. August 1966 nahm Chmura am sechsten Małopolski Wyścig Górski teil. Er startete für die regionale Radsportauswahl OZKol Opole. Auf der dritten Etappe von Sucha Beskidzka nach Zakopane über 94 Kilometer belegte er den fünften Platz. In der abschließenden Gesamtwertung der 326 Kilometer langen Rundfahrt erreichte er den sechsten Rang mit einem Rückstand von vier Minuten und 52 Sekunden auf den Sieger Czesław Polewiak. Die Mannschaft aus Opole gewann zudem die Mannschaftswertung.[6]
Vom 25. September bis zum 2. Oktober 1966 nahm Chmura an der 23. Tour de Pologne teil. Er beendete die Rundfahrt auf dem 54. Platz der Gesamtwertung, mit einem Rückstand von 54 Minuten und 18 Sekunden auf den Gesamtsieger Józef Gawliczek.[7]
Platzierungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1963: 3. Platz auf dem polnischen Eintagesrennen Puchar Ministra Obrony Narodowej
- 1965: 4. Platz auf der fünften Etappe der Tour de Pologne
- 1966: Teilnahme am polnischen Aufgebot der Tour de l’Avenir
- 1966: 5. Platz auf der dritten Etappe des Małopolski Wyścig Górski
- 1966: 6. Platz in der Gesamtwertung des Małopolski Wyścig Górski
- 1966: 1. Platz in der Mannschaftswertung des Małopolski Wyścig Górski mit OZKol Opole
- 1966: 54. Platz in der Gesamtwertung der Tour de Pologne
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ginter Chmura bei ProCyclingStats
- Wnuk szuka śladów sportowej kariery dziadka. Ginter Chmura ścigał się w Tour de Pologne. In: Lokalna24, 15. Oktober 2026 (polnisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Domani parte il Tour-baby (pdf). In: L’Unità. 1. Juli 1966, S. 9, abgerufen am 13. Oktober 2026 (italienisch).
- ↑ Biuletyn Informacyjny, Nr. 4. (PDF) 1959, S. 21, abgerufen am 11. Oktober 2026 (polnisch).
- ↑ Puchar Ministra Obrony Narodowej (Pol) – Cat.1.2. In: Mémoire du cyclisme. Abgerufen am 12. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Tour de Pologne 1965 – Stage 5. In: ProCyclingStats. Abgerufen am 11. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Tour de l’Avenir 1966. In: Mémoire du cyclisme. Abgerufen am 11. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ 6. Małopolski Wyścig Górski – 1966. In: Małopolski Wyścig Górski. Abgerufen am 11. Oktober 2026 (polnisch).
- ↑ Tour de Pologne 1966 – General Classification. In: CyclingRanking. Abgerufen am 11. Oktober 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chmura, Ginter |
| ALTERNATIVNAMEN | Chmura, Günter |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Radrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1942 |
| GEBURTSORT | Reinschdorf |
| STERBEDATUM | 12. September 2026 |
| STERBEORT | Wetzlar |