Kastell Gerulata
| Kastell Rusovce | |||
|---|---|---|---|
| Alternativname | Gerulata Gerulate | ||
| Limes | Oberpannonien | ||
| Abschnitt | Strecke 2 | ||
| Datierung (Belegung) | A) domitianisch 81/96–98 B) trajanisch 98–138 C) antoninisch 138–270 D) aurelianisch 270/275–370 E) valentinianisch spätes 4.–frühes 5. Jahrhundert n. Chr. | ||
| Typ | A) Kohortenkastell B–E) Alenkastell, | ||
| Einheit | A) Legio XIV (Bautrupp ?), A) Cohors V Callaecorum Lucensium?, B–D) Ala I Cannanefatium, E) Equites Sagittarii | ||
| Größe | A–B) Holz-Erde-Kastell, Breite: 113 m C–D) Steinkastell, Breite: 133–166 m, E) Burgus: 39 × 30 m | ||
| Bauweise | A–B) Holz-Erde C–D) Steinbauweise | ||
| Erhaltungszustand | sichtbar | ||
| Ort | Rusovce | ||
| Geographische Lage | 48° 3′ 21,6″ N, 17° 8′ 58,3″ O | ||
| Höhe | 130 m n.m. | ||
| Vorhergehend | Kleinkastell Stopfenreuth (nordwestlich) | ||
| Anschließend | Kastell Ad Flexum (Mosonmagyaróvár) (südöstlich) | ||
| Zeitstellung | Truppenname | Bemerkung | Abbildung |
|---|---|---|---|
| 1. Jahrhundert n. Chr. | Legio quartae decimae Gemina (die vierzehnte Zwillings-Legion) | Aufgrund dort gefundener Ziegelstempel könnte in der Frühphase des Kastells eine Vexillation dieser in Carnuntum stationierten Legion kurzfristig die Kastellbesatzung gebildet haben. | |
| 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. | Cohors quinta Callaecorum Lucensium (die fünfte Kohorte der Callaecer) | Im Jahre 1965 las ein Hobbyforscher im Bereich des Lagerareals ein Ziegelbruchstück mit dem Aufdruck „OHVLVC“ auf.[13] Auf Militärdiplomen ist die Kohorte seit der Regierungszeit Neros in Pannonien belegt.[14] Spätestens 133 n. Chr.[15] war die Truppe im oberpannonischen Kastell Crumerum, etwas weiter östlich des Legionslagers Brigetio, stationiert. Die Archäologen Barnabás Lőrincz (1951–2012) und Zsolt Visy glaubten, dass die Einheit sogar schon seit 110 n. Chr. dort anwesend war. Wo sie sich vor diesem Zeitpunkt in Pannonien aufhielt, ist unbekannt. Nach Meinung des Archäologen Vladimir Varsik könnte ihr Standort in domitianisch-frühtrajanischer Zeit Gerulata gewesen sein.[16] Der Althistoriker Karl Strobel ist der Ansicht, dass die Einheit sich auch das römische Bürgerrecht bei einem Einsatz in den Dakerkriegen verdient haben könnte,[17] obwohl über einen Einsatz dieser Truppe bei diesen Feldzügen nichts bekannt ist.[18] Nach Ansicht Varsiks ist der 1965 in Rusovce aufgefundene Ziegelstempel der Kohorte ein stichhaltiger Beweis für die Anwesenheit der Truppe in Gerulata, da bisher an keinem anderen Standort Ziegel dieser Kohorte entdeckt werden konnten. Man nimmt weiters an, dass die Truppe das frühe Holz-Erde Kastell erbaut hat.[19] Varsiks Ansicht nach ist es wenig wahrscheinlich, dass die Einheit ihre Ziegel von einem anderen Lager aus geliefert hätte, da auch Lörincz der Meinung war, dass die Hilfstruppen in Pannonien nur für ihre unmittelbare Umgebung geziegelt hätten.[20] | |
| 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. | Ala prima Cannanefatium (das erste Reiterschwadron der Cannanefaten) | Der Name der Einheit findet sich auf mehreren in Gerulata aufgefundenen Weihealtarinschriften. Eine in der Mauer des Burgus entdeckte Inschrift erwähnt einen Flavius Attius aus Trier, der sieben Jahre als Reiter in der Einheit gedient hatte, und lässt vermuten, dass – zumindest seit trajanischer Zeit – diese Reiter die Besatzung des Kastells bildeten. Sie wurde (nach deren Unterwerfung durch Tiberius) aus dem niedergermanischen Stamm der Cananefates rekrutiert. Im Jahr 28 nahm sie an einem Feldzug gegen die Friesen teil.[21] Nach ihrem Einsatz im niedergermanischen Heer wurde die Einheit nach Lopodunum, in die Germania superior, abkommandiert. Die Mindestdauer des Aufenthalts in Lopodunum lässt sich durch Militärdiplome aus den Jahren 82 und 90 bestimmen, in denen die Ala als Truppe der Provinz Germania superior aufgeführt wird.[22] Die Anwesenheit der Einheit im pannonischen Exercitus ist erstmals durch ein Diplom aus dem Jahre 116 bekannt.[23] In Rusovce ist die Reitertruppe (mit einer eventuellen Unterbrechung aufgrund eines Feldzuges in der afrikanischen Mauretania Caeseriensis Mitte des 2. Jahrhunderts) dann durch Diplome und Inschriften bis in die 240er Jahre nachgewiesen. Laut einer Theorie von Ernst Stein könnte die Ala auch nach dem Ende der Dakerkriege Trajans um 106 von Lopodunum nach Gerulata versetzt worden sein.[24] | |
| ab 4. Jahrhundert n. Chr. | Equites Sagittarii (berittene Bogenschützen) | Diese Einheit ist in der Truppenliste des norischen und pannonischen Dux in der Notitia dignitatum für „Gerolate“ als Besatzungstruppe angegeben.[25] Diese Reiter kombinierten die Geschwindigkeit der Kavallerie mit der Präzision von Bogenschützen. In der Spätantike dienten sie oft als Grenztruppen (Limitanei), um schnelle Überfälle germanischer Stämme abzuwehren. | |
Vicus
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Über die genaue Lage und die Ausmaße der Zivilsiedlung von Gerulata ist nur wenig bekannt. Sie erstreckte sich wohl nordwestlich und südwestlich des Lagers. Die nur kleinflächigen Rettungsgrabungen erlaubten keine Bestimmungen geschlossener Grundrisse.
Der westliche Teil des Vicus erstreckte sich auf einer kleinen Anhöhe, der östliche Teil geht in eine seichte Mulde über. Hier, unweit des Gräberfeldes II, konnten auch Kalk- und Ziegelbrennöfen freigelegt werden. Die Nord- und Westseite der Siedlung waren von einem Seitenarm der Donau umschlossen. Der älteste Teil der Siedlung bestand ursprünglich aus simplen Grubenhütten oder Gebäuden mit Wänden aus Lehmziegeln wie sie in der Madarska-Straße festgestellt werden konnten. In der Pohranicnikov-Straße wurden Siedlungsreste aus flavischer Zeit beobachtet. 1998 durchgeführte Notgrabungen bestätigten, dass der Vicus bis zur Balkanska-Straße reichte. Die größte Fläche nahm wohl der Vicus vor dem westlichen Tor des Kastells ein, wo auch die Werkstätten und mehrere Kulturschichten ergraben und untersucht werden konnten. Das Zentrum mit den repräsentativsten Gebäuden erstreckte sich nördlich des Lagers. Der Vicus breitete sich dort entlang der Ausfallstraße aus und war anhand von zahlreichen Steinfundamenten gut zu dokumentieren. Unter diesen ragt besonders ein sorgfältig ausgeführtes Gebäude mit Bodenheizung (Hypokaustum) hervor. Der Steinbau weist auch zumindest eine Umbauphase auf. Nach ihrer Zerstörung entstanden hier im späten 4. Jahrhundert einfache Holzhütten.
Eine weitere römerzeitliche Siedlung konnte etwa 2,5 Kilometer südwestlich vom Lager nachgewiesen werden, eine Villa rustica lag rund drei Kilometer südlich vom Lager. Sie setzt sich aus bis zu sechs Gebäuden zusammen und stammt aus der Zeit der Severer. Aufgrund der dort freigelegten Gebäudereste, in die Erde eingetiefte Wohnhütten in Pfahlkonstruktion und mit Satteldach, nimmt man an, dass dort im 2. Jahrhundert noch größtenteils eine indigene, weitgehend keltisch geprägte Bevölkerung gelebt hat. Im 3. Jahrhundert wurde das Siedlungsareal durch Anlage von rechteckigen Rinnen in Parzellen abgeteilt. Zusätzlich wurden auch zwei Gebäude mit Steinfundamenten errichtet.
Gräberfelder
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Die antiken Friedhöfe Gerulatas wurden sowohl vom Militär als auch von der Zivilbevölkerung benutzt. Sie umgaben die besiedelte Fläche in einem Bogen von Nordwesten nach Westen. Die Funde ließen einige Rückschlüsse auf die materielle Kultur, Bestattungsweisen und religiöse Vorstellungen der hier ansässigen Bevölkerung zu. In den beiden ersten Jahrhunderten fungierte das Kastell wohl auch als regionales Handelszentrum. Insgesamt wurden über 300 Gräber aufgedeckt.[26] Nach den bisherigen Forschungen nach zu urteilen handelt es sich um insgesamt fünf größere Gräberfelder, die um das Lager lokalisiert werden konnten:
- Feld Ia/Ib (auf dem Schulgelände), 2. bis 4. Jahrhundert, enthält hauptsächlich birituelle Bestattungen,
- Feld II (Ortsfriedhof), birituelle Nekropole, 1. bis 2. Jahrhundert, für die Bewohner des Holz-Erde-Kastells und der zugehörigen Canabae,
- Feld III, (Umgebung St. Veit-Kirche), 4. Jahrhundert, vielleicht Bestandteil von Feld II und möglicherweise entlang des Hauptstranges der Limesstraße angelegt,
- Feld IV (Umgebung St. Veit Kirche) und
- Feld V (am Bahnhof).
Aus der Frühzeit liegen vor allem birituale Bestattungen vor, in der Spätantike überwiegten die Körperbestattungen. Weiters konnten Brandgräber (ustrina- und bustum-Bestattungen) nachgewiesen werden. An Grabanlagen fand man einfache Gruben sowie Ziegelplattengräber vor. Funde von Stelen und Fragmente von Grabsteinen lassen aber auch noch aufwendigere Bestattungen annehmen. Die ältesten Gräber in Gerulata konnten im Feld II am Friedhof nachgewiesen werden (Münzfunde: Galba, Vespasian, Titus und Domitian). Die Belegung der Felder I und V fällt in trajanische Zeit.
Die Grabstätten beim heutigen Friedhof, westlich des Lagers (II), und die Gräber südlich des Lagers (V) stammen aus der Holz-Erde-Periode und der Steinperiode I des Kastells. Im spätantiken Gerulata wurden die Gräberfelder bei der Schule (Ib), südwestlich vom Kastell (III) und in der Umgebung der St. Veit-Kirche (IV) angelegt. Zu den neuesten Erkenntnissen gehört dort der Fund eines Skelettgrabes nordwestlich des Kastells. Diese Grabstätte liegt wahrscheinlich auch an der Grenze zum ältesten Siedlungsteil des Vicus.
Funde
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Mit den Soldaten kamen in flavischer Zeit offensichtlich auch Kolonisten aus allen Teilen des Reiches nach Gerulata. Die Funde weisen keinerlei Verbindung zwischen den Neuankömmlingen und der keltischen Stammbevölkerung auf. Das nahe Carnuntum und die hier vorbeiführenden Fernstraßen brachten auch einem bescheidenen Wohlstand mit sich. Die Handelsverbindungen mit dem Süden des Reiches sind durch Importwaren belegt. Es handelte sich im Wesentlichen um Bronzegefäße, Bernsteinamulette, ein Goldamulett mit der Darstellung der Victoria, ein Eisengefäß mit Bronzefuß, einen Spiegelrahmen mit der Darstellung der Dioskuren, einen Becher mit Facettenschliff, Gewandfibeln, Firmalampen sowie eine Ölamphore mit Inschrift und Maßzeichen. Auf einer relativ kleinen Fläche fand sich auch eine große Menge an Terra-Sigillata-Scherben aus der Zeit Domitians, die aus La Graufesenque, zum Teil auch aus ost- und mittelgallischen Töpfereien sowie aus Rheinzabern und Rätien stammen. Das Fragment eines marmornen Füllhornfragmentes wurde in Norditalien erzeugt; wahrscheinlich war es Bestandteil einer überlebensgroßen Marmorstatue, die eine Fortuna darstellte.
Eines der in Rusovce aufgefundenen Spolienreliefs zeigt einen Reiter mit Lanze und Schmiedewerkzeugen, ein anderes einen Adler mit Rosette zwischen zwei Füllhörnern. An Militaria wurden ein reich dekorierter Paradehelm (1. bis 2. Jahrhundert), Lanzenspitzen, Ringdolche, Gürtelbeschläge und -amulette und der Kopf einer versilberten Statuette geborgen. Im Süden des Lagers stieß man beim Gräberfeld II auf einige Pferdeskelette und eine einzelne Körperbestattung. Das Grab enthielt eine bronzene sowie eine eiserne Kniefibel, eine Pinzette sowie Schuhnägel. Das Grab war in eine Schicht Ziegelabfall eingelassen, vermutlich befand sich hier einst eine privat betriebene Ziegelei aus der ersten Bauphase des Kastells. In unmittelbarer Nähe wurden auch ein Kalkbrennofen und ein Glasofen entdeckt.
Limesverlauf von Kastell Gerulata bis Kastell Ad Flexum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name/Ort[27] | Beschreibung/Zustand | Anmerkung |
|---|---|---|
| Burgus Gerulata 1 (Rajka)[28] | Archäologisch nicht nachgewiesen, außer Terra Sigillata wurden hier auch Ziegelstempel der Legio XIIII Gemina gefunden, die auf einen römischen Wachturm hindeuten. I. Kováts vermutet ihn unter dem Turm der Pfarrkirche.[29] | |
| Burgus Gerulata 2[30] | Archäologisch nicht nachgewiesen, auf einer Anhöhe wurden Ziegel, Bausteine, Lehmbewurfstücke und römerzeitliche Keramikscherben gefunden. Kováts vermutet den römischen Wachturm bei der Pfarrkirche von Bezenye.[29] | |
| Burgus Gerulata 3[31] | Südlich von Bezenye fand Sőtér auf einer kleinen Anhöhe im 19. Jahrhundert römische Dachziegel und Keramikscherben. An derselben Stelle beobachtete der Archäologe István Paulovics (1892–1952) später römische Mauerzüge.[29] | |
| Burgus Gerulata 4 (Bezenye-Flur Büsdöskut)[32] | Bei Bezenye breitet sich südwestlich eine Ebene aus, die von einigen Wasserläufen durchzogen ist. Hier, rund 200 Meter von der Straße Carnuntum – Ad Flexum entfernt, stieß der Archäologe Rezsõ Pusztai (1926–2004) auf die Überreste von massiven antiken Mauern. 1961 wurden sie teilweise freigelegt. Es handelte sich um einen Bau, der 6,95 × 7,20 Meter im Quadrat maß, die Breite der Mauern betrug 1,45 bis 1,75 Meter. Das aufgehende Mauerwerk ragte teilweise noch drei Meter auf. Der Eingang des Turmes lag im Osten; seine Breite betrug 2,30 Meter. Die Ostecke des Turmes wurde nicht ergraben. Auch die exakte Tiefe der Fundamente konnte nicht ermittelt werden. Man weiß nur, dass sie auf einer Schicht Flussgeröll auflagen. Ob der Turm auch von einem Graben umgeben war, ist nicht bekannt, da das umliegende Areal nicht untersucht worden ist. Die wichtigsten Funde umfassen Ziegelstempel der Legio X Gemina. Stempel desselben Typs wurden auch in Vindobona gefunden und stammten aus dem 2. Jahrhundert. Vermutlich wurde auch der Turm zu Beginn der Regierungszeit des Hadrian von dieser Legion erbaut und erfüllte die Funktion eines Signalturmes. Die Befunde im Inneren des Turmes (verkohltes Holz, Dachziegelfragmente und Mörtelbruch) lassen vermuten, dass er einem Feuer zum Opfer fiel.[33] |
Denkmalschutz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Kastell- und Vicusareal sowie die Gräberfelder sind geschützte Objekte im Sinne des 2001 verabschiedeten Denkmalschutzgesetzes der Slowakei, unautorisierte Grabungen sind verboten, Bodenfunde sind zu melden.[34]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jenő Fitz: Gerulata. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband IX, Stuttgart 1962, Sp. 72 f.
- Titus Kolník: Römische Stationen im slowakischen Abschnitt des nordpannonischen Limesvorlandes. In: Archeologické Rozhledy. 38, 1986, S. 411–434 und 467–472.
- Łudmila Kraskovská: Gerulata Rusovce. Rímske pohrebisko I (Das römische Gräberfeld I) (= Fontes. Slovenské Národné Múzeum, Archeologický Ústav. Band 2). Osveta, Bratislava 1974.
- Łudmila Kraskovská: The Roman cemetery at Gerulata Rusovce, Czechoslovakia. British Archaeological Reports, Oxford 1976.
- Eduard Krekovič: Rusovce-Gerulata. In: Herwig Friesinger, Fritz Krinzinger (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. 2. Auflage. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-2618-2, S. 277–280.
- Klára Kuzmová, Ján Rajtár: Gerulata I. Archäologisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, Nitra 1996.
- Magda Pichlerová: Gerulata Rusovce. Rímske pohrebisko II (Das römische Gräberfeld II). Národné múzeum Bratislava 1981.
- Magda Pichlerova: Die Stellung Gerulatas zu Carnuntum. In: Hermann Vetters, Manfred Kandler (Hrsg.): Akten des 14. Internationalen Limeskongresses 1986 in Carnuntum. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1990, ISBN 3-7001-1695-0, S. 657–664.
- Karol Pieta, Veronika Plachá: Die ersten Römer im nördlichen Mitteldonauraum im Lichte neuer Grabungen in Devín. In: Germanen beiderseits des spätantiken Limes. Köln 1999, S. 179–205.
- Veronika Plachá, Karol Pieta: Die Römerzeitliche Besiedlung von Bratislava – Devín. In: Archeologické Rozhledy. 38, 1986, S. 339–357.
- Jaroslava Schmidtova: Die vorrömische und frührömische Besiedlung von Gerulata. In: Franz Humer (Hrsg.): Legionsadler und Druidenstab. Vom Legionslager zur Donaumetropole (= Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums. Neue Folge, Band 462). Amt der NÖ Landesregierung – Abteilung Kultur und Wissenschaft, St. Pölten 2006, ISBN 3-85460-229-4 (Ausstellungskatalog, Archäologisches Museum Carnuntinum, Bad Deutsch-Altenburg, 21. März 2006 bis 11. November 2007), Textband S. 133–137.
- Jaroslava Schmidtová: Das römische Militärlager Gerulata in Bratislava-Rusovce. In: David Breeze u. a.: Frontiers of the Roman Empire: Slovakia. Archeologický ústav SAV u. a., Bratislava 2013, S. 76–89 (dreisprachig slowakisch/deutsch/englisch; online).
- Jaroslava Schmidtova: Das römische Militärlager und die Zivilsiedlung Gerulata in Bratislava-Rusovce. In: Franz Humer (Hrsg.): Carnuntum. Wiedergeborene Stadt der Kaiser. Darmstadt 2014, ISBN 978-3-8053-4718-1, S. 47–50.
- Jaroslava Schmidtova: Rusovce-Gerulata. Auxiliarkastell – vicus. In: Verena Gassner, Andreas Pülz (Hrsg.): Der römische Limes in Österreich. Führer zu den archäologischen Denkmälern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2015, ISBN 978-3-7001-7787-6, S. 295–299.
- Vladimír Varsík: Die Älteste Phase von Gerulata (Vicus und Gräberfeld). In: Jaroslav Tejral, Karol Pieta, Ján Rajtár (Hrsg.): Kelten, Germanen, Römer im Mitteldonaugebiet vom Ausklang der Latène-Zivilisation bis zum 2. Jahrhundert (= Spisy Archeologického Ústavu AV ČR Brno. Band 3). Brno/Nitra 1995, ISBN 80-901679-5-0, S. 267–280.
- Vladimir Varsik mit Beiträgen von Eva Kolnikova und Klára Kuzmová: Das Römische Lager von Rusovce-Gerulata. Ein Beitrag zu Lokalisierung und Anfängen. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Band 43, 1998, S. 531–589.
- Zsolt Visy: Der pannonische Limes in Ungarn. Theiss, Stuttgart 1988, ISBN 963-13-2431-1, S. 39–40.
- Zsolt Visy: The ripa Pannonica in Hungary. Akadémiai Kiadó, Budapest 2003, ISBN 963-05-7980-4.
- Tomáš Dragun: Neskoroantika Vojenska Pevnost v Gerulate (Die spätantike Festung in Gerulata). Filozofická fakulta Univerzity v Trnava. Publikácia vyšla vďaka podpore grantu VEGA 1/0243/17 a 1/0240/21, Trnava 2022. ISBN 978-80-568-0541-1. PDF
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zusätzliche Informationen zum Kastell (slowakisch)
- 3D Modell des Burgus Niederösterreich 3D
Einzelnachweise und Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Itinerarium Antonini 247, 3.
- ↑ Tabula Peutingeriana Segmentum VI.
- ↑ Notitia dignitatum, Occ. XXXIV, 21.
- ↑ Groller vermutete Gerulata noch in Jarovce, Der Römische Limes in Österreich, 1, Wien 1900, S. 55–56.
- ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 657–658.
- ↑ Vermutlich existierte auch im Bereich der heutigen Altstadt ein römischer Militärposten, dieser konnte jedoch noch nicht eindeutig nachgewiesen werden, Varsik 1998.
- ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 657.
- ↑ „Signs of an old enclosure, part of which has been washed away by the Danube.“ Zitiert nach Wilhelm Kubitschek: Ältere Berichte über den römischen Limes in Pannonien. In: Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Klasse 209, 1 (1929) S. 39.
- ↑ 557 Daedalus und Ikarus. In: lupa.at. Abgerufen am 1. Dezember 2024.
- ↑ Zu diesem Kapitel (Kaserne) insgesamt siehe Vladimir Varsik: Das Römische Lager von Rusovce-Gerulata. Ein Beitrag zu Lokalisierung und Anfängen. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Band 43, 1998, S. 531–589, hier S. 542–550. Für die von Varsik angeführten Vergleichsbeispiele Heidenheim und Oberstimm siehe: B. Cichy: Das römische Heidenheim. 1971, Abb. auf S. 28; Hans Schönberger: Kastell Oberstimm. Die Grabungen von 1968 bis 1971 (= Limesforschungen. Band 18). 1978, S. 70, Abb. 32 Mitte.
- ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 661.
- ↑ Sándor Soproni: Nachvalentinianische Festungen am Donaulimes. In: Studien zu den Militärgrenzen Roms III. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte Baden-Württemberg, 20 (1986), S. 409 ff.
- ↑ Ludmilla Kraskovska: Ein Ziegelstempel der „Coh. V Lucensium“ aus Bratislava-Rusovce. In: Archeologické Rozhledy. 41, 1989, S. 576 ff.
- ↑ CIL 16, 4 und CIL 16, 31
- ↑ CIL 16, 76.
- ↑ Varsik 1998, S. 584–585.
- ↑ Karl Strobel: Untersuchungen zu den Dakerkriegen Trajans. Studien zur Geschichte des mittleren und unteren Donauraumes in der Hohen Kaiserzeit. Habelt, Bonn 1984, ISBN 3-7749-2021-4, S. 126.
- ↑ Jan Beneš (Auxilia Romana in Moesia atque in Dacia. In: Studie Archeologického Ústavu Československé Akademie Věd v Brně. 4/2, 1978, S. 43–44) kennt nur die Coh. II Luc. equ. Nicht nachweisbar ist die coh. V Luc. auch für Ion I. Russu (Auxilia provinciae Dacia. In: Studii si Cercetari de Istorie Veche si Arheologie. 23, 1972, S. 63 ff.)
- ↑ Jaroslava Schmidtova 2007, S. 134.
- ↑ Barnabás Lőrincz, Dénes Gabler, Klára Szabó: Stamped Tiles. Garrisons of the Fort. Deposits in the Roman Fort at Ad Statuas. In: Dénes Gabler (Hrsg.): The Roman Fort at Ács-Vaspuszta (Hungary) on the Danubian limes (= British Archaeological Reports, International Series. Band 531). British Archaeological Reports, Oxford 1989, S. 417–425; hier: S. 422.
- ↑ Radislav Hošek: Ala I Cannanefatium. In: Radislav Hošek (Hrsg.): Tituli Latini Pannoniae Superioris Annis 1967–1982 in Slovacia reperti. Univerzita Karlova, Prag 1984, S. 116 ff.
- ↑ CIL 16, 20, CIL 16, 28 und CIL 16, 36.
- ↑ CIL 16, 64.
- ↑ Ernst Stein: Die Kaiserlichen Beamten und Truppenkörper im römischen Deutschland unter dem Prinzipat. Wien 1932, S. 125–126; Radislav Hošek: Ala I Cannanefatium. In: Radislav Hošek (Hrsg.): Tituli Latini Pannoniae Superioris Annis 1967–1982 in Slovacia reperti. Univerzita Karlova, Prag 1984, S. 120.
- ↑ Occ. XXXIV, 21.
- ↑ Magda Pichlerova 1990, S. 663.
- ↑ Strecke = Die Nummerierung folgt Zsolt Visy: Der pannonische Limes in Ungarn. Stuttgart 1988 sowie Zsolt Visy: The ripa Pannonica in Hungary. Budapest 2003.
- ↑ Burgus Gerulata 1 bei 47° 59′ 53,31″ N, 17° 11′ 52,1″ O.
- 1 2 3 Zsolt Visy 2003, S. 16.
- ↑ Burgus Gerulata 2 bei 47° 57′ 45,7″ N, 17° 12′ 59,03″ O.
- ↑ Burgus Gerulata 3 bei 47° 57′ 22,1″ N, 17° 12′ 52,11″ O.
- ↑ Burgus Gerulata 4 bei 47° 56′ 18,67″ N, 17° 11′ 24,86″ O; Zsolt Máté (Hrsg.): Frontiers of the Roman Empire – Ripa Pannonica in Hungary (RPH), Nomination Statement, Vol. 2, National Office of Cultural Heritage, Budapest 2011, S. 441.
- ↑ Zsolt Visy 2003, S. 16–17.
- ↑ Engl. Fassung des slowakischen Denkmalschutzgesetzes ( vom 24. Mai 2010 im Internet Archive)







