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Gerhard Noller

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Gerhard Noller (* 18. Juni 1922 in Langenburg; † 24. Februar 1999 in Reutlingen) war ein deutscher Pfarrer, Religionslehrer und Politiker (SPD).

Gerhard Noller (links, 1974)

Leben und Beruf

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Nach dem Besuch des Gymnasiums in Stuttgart und dem des Evangelisch-theologischen Seminars in Maulbronn und Blaubeuren erhielt Noller er 1940 das Abitur. Danach nahm er als Soldat im Kriegsdienst am Zweiten Weltkrieg teil. 1945 in englische Kriegsgefangenschaft geraten, begann er von 1946 bis 1948 ein Studium der Theologie an der Evangelisch-theologischen Schule für Kriegsgefangene im Camp Norton in England, das er 1948 in Tübingen fortsetzte und 1951 abschloss. In Tübingen wurde er Mitglied der Studentenverbindung Tübinger Königsgesellschaft Roigel.[1][2] Von 1951 bis 1954 war er als Vikar und Pfarrverweser in Ebersbach/Fils und Schwäbisch Hall tätig. Von 1954 an unterrichtete er an der Theodor-Heuss-Schule in Reutlingen evangelische Religion. 1960 wurde er in Tübingen zum Dr. theol. promoviert. Ab 1967 war er Studienprofessor und Fachberater für Evangelische Religionslehre.

Gerhard Noller war verheiratet und hatte drei Kinder.

In den 1950er Jahren trat Noller, motiviert durch das Vorbild Gustav Heinemanns, in die SPD ein. Von 1962 bis 1980 gehörte er dem Reutlinger Gemeinderat an, von 1965 bis 1989 dem Kreistag des Landkreises Reutlingen. Zwischen 1968 und 1972 war Noller auch Kreisvorsitzender der Reutlinger SPD.

Im Jahr 1968 wurde Gerhard Noller über ein Zweitmandat des Wahlkreises Reutlingen in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt, dem er drei Legislaturperioden lang bis 1980 angehörte. Seine Arbeitsschwerpunkte im Landtag waren die Kultur- und Bildungspolitik. Ab 1970 war er Mitglied des Rundfunkrats beim Südwestfunk (SWF) und dessen stellvertretender Vorsitzender. In den 1970er Jahren stand Noller dem damaligen SPD-Landesvorsitzenden Erhard Eppler kritisch gegenüber, da er dessen Politikansatz als zu theoretisch und ideologisch empfand.

Schriften (Auswahl)

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  • Sein und Existenz. 1963.
  • als Hrsg.: Heidegger und die Theologie. 1967.
  • Die Veränderung der SPD. Sieglind Noller Verlag, Reutlingen 1977.
Commons: Gerhard Noller – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Tübinger Königsgesellschaft Roigel: Anschriftenverzeichnis des Roigels 1951. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1951, S. 26.
  2. Tübinger Königsgesellschaft Roigel: Roigelblätter. 45. Heft, Tübingen 1988, S. 2951.
  3. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 31, Nr. 19, 27. Januar 1979.