Hergé


Georges Prosper Remi[1][2] alias Hergé (Aussprache [ɛʁˈʒe]; * 22. Mai 1907 in Etterbeek in Brüssel; † 3. März 1983 in Woluwe-Saint-Lambert, Brüssel) war ein belgischer Comiczeichner. Sein Pseudonym ergibt sich aus seinen französisch ausgesprochenen und umgedrehten Initialen RG. Hergés bekanntestes und umfangreichstes Werk sind die Abenteuer von Tim und Struppi, die er von 1929 bis zu seinem Tod schrieb und zeichnete. Andere Serien aus Hergés Feder sind Stups und Steppke, Paul und Virginia und Jo, Jette und Jocko. Mit seinem Werk beeinflusste er die Comic-Kultur in Europa erheblich.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kindheit und Jugend
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Georges Remi wurde als Sohn von Alexis und Elisabeth Remi am 22. Mai 1907 geboren und wuchs in einem konservativen katholischen Milieu auf. Seine ersten vier Schuljahre fielen in die Zeit des Ersten Weltkriegs, in dessen Verlauf Brüssel von den Deutschen besetzt wurde. Georges, dessen Vorliebe für das Zeichnen sich früh zeigte, porträtierte in der Grundschule am Rand der Seiten seiner Schulbücher deutsche Soldaten. Er war ein ausgezeichneter Schüler.[3]
Im Jahr 1920 wechselte Georges auf Wunsch des katholischen Arbeitgebers seines Vaters an die Saint-Boniface-Schule, wo jeder Tag mit einer Messe begonnen wurde und die Lehrerschaft vollständig aus Priestern bestand.[3] Für Georges Remi bedeutete dies den Eintritt in ein streng katholisches Milieu, das für seine weitere Entwicklung große Bedeutung haben sollte. Dieser Einfluss verstärkte sich noch, als er kurz darauf auch der Association des Scouts Baden-Powell de Belgique, einem katholischen Pfadfinderbund, beitrat, der ihm die Möglichkeit eröffnete, in verschiedenen Sommerlagern viele europäische Länder zu bereisen. Auch seine Arbeit als Comiczeichner war später stark von der Ethik der Pfadfinderbewegung und seinen frühen Reiseerlebnissen geprägt.
Hergé sagte im Nachhinein über seine Kindheit: „Sie […] war gänzlich unbedeutend und in keiner Weise ein poetisch verklärtes Paradies“.[4]
Arbeit als Comiczeichner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1921 veröffentlichte Hergé in der Zeitschrift Jamais assez seine erste Zeichnung. Im Februar 1924 veröffentlichte er im Pfadfindermagazin Le Boy-Scout Belge seinen noch mit Untertiteln versehenen Comic Die Abenteuer von Totor. Für Le Boy-Scout Belge fertigte er noch diverse andere Zeichnungen. Hiermit begann sein Aufstieg als Zeichner innerhalb des katholischen konservativen Lagers. Er wurde Mitglied des Mouvement d’action catholique und trat der Association catholique de la jeunesse belge (A.C.J.B.) bei. Dadurch kam er in Kontakt mit katholischen Jugendorganisationen, die sich im Laufe der 1920er und 1930er Jahre radikalisierten,[5] und machte die Bekanntschaft von Personen wie Léon Degrelle und Raymond De Becker, die später bereitwillig mit den deutschen Besatzern kollaborierten. Die Bekanntschaft ging so weit, dass Hergé sich bereit erklärte, Bücher Degrelles (Histoire de la guerre scolaire, 1932) und De Beckers (Le Christ, roi des affaires, 1930, und Pour un ordre nouveau, 1932) zu illustrieren.
Nach dem Realschulabschluss 1925 arbeitete Hergé bei der katholischen Zeitung Le XXe Siècle (auch als Le Vingtième Siècle ausgewiesen), wo er sich zunächst mit einer Verwaltungsstelle beim Abonnentenservice begnügen musste. Le XXe Siècle war eine in klerikalen und konservativen Kreisen Brüssels und dessen Umgebung vielgelesene Zeitung, die unter der Führung von Pater Norbert Wallez eine radikale Wandlung erlebte.[6] Wie sehr Wallez’ Persönlichkeit sich in der politischen Ausrichtung des Blattes niederschlug, belegt folgendes Zitat:
„Man ist hier nicht nur Juden, Kommunisten und Freimaurern gegenüber feindlich eingestellt, das versteht sich von selbst. […] die Zeitung vertritt eine Denkweise, die allem kritisch gegenübersteht, was mit Politik, Geld, […] und generell mit Modernität in Zusammenhang steht.“[6]
Nachdem er 1927 seinen Militärdienst absolviert hatte, wurde Hergé 1928 die Verantwortung für die Kinderbeilage Le Petit Vingtième übertragen. Er begann, darin Geschichten zu illustrieren, was ihm zwar erste Anerkennung im Verlag einbrachte, ihn selbst jedoch nicht zufriedenstellte. So beschloss er, im Stil amerikanischer Comicstrips mit Sprechblasen statt Untertiteln eine eigene Geschichte zu zeichnen. Vom 10. Januar 1929 bis zum 8. Mai 1930 erschien im Petit Vingtième das erste Tim-und-Struppi-Abenteuer mit dem Titel Tim im Lande der Sowjets auf direkten Wunsch des antibolschewistisch eingestellten Wallez. Hergés Hauptquelle stellte das Buch Moscou sans voiles (dt. Moskau ohne Schleier) von Joseph Douillet dar, in dem dieser ein stark antikommunistisches Bild zeichnete, das sich auf Hergés Comic übertrug. Der Kritiker Michael Farr meinte später hierzu: „Eine seiner [gemeint ist der Comic] größten Schwächen liegt in der starken Abhängigkeit von Douillets geradezu absurd tendenziösem Buch, das im Grunde genommen Hergés einzige Quelle darstellte.“[7] Tim im Lande der Sowjets zeigt dennoch auch Passagen, die aus heutiger Sicht ein nicht übertriebenes Bild der Zeit des Stalinismus zeichnen.
Ab Januar 1930 veröffentlichte Hergé mit Stups und Steppke (im Original: Quick et Flupke) den ersten Comic einer weiteren Reihe, die die Abenteuer zweier Brüsseler Straßenjungen schildert. Viele Jahre produzierte er diese vergleichsweise erfolglosen Einseiter parallel zu den langen Geschichten von Tim und Struppi. Deren zweites Abenteuer, Tim im Kongo, gilt heute als ebenso umstritten wie der Erstling Tim im Lande der Sowjets. War es bei Letzterem die Verteuflung des Bolschewismus, so ist es in Tim im Konmgo der Kolonialismus, der aus späterer Perspektive ein schlechtes Licht auf die Publikation wirft. Wieder hatte Norbert Wallez großen Einfluss auf Hergés Werk; er hatte ihn davon abgehalten, Tim wie geplant in seinem zweiten Auftritt direkt nach Amerika reisen zu lassen. Auf Wallez’ ausdrücklichen Wunsch hin begaben sich Tim und Struppi stattdessen zunächst in den Kongo, um bei den jugendlichen Lesern des Petit Vingtième Begeisterung für die belgische vocation coloniale und für die katholische Missionierung in Afrika zu wecken.[6] Vor dem Hintergrund der Ausbeutung und der Kongogräuel erscheinen die kolonialismusfreundlichen Darstellungen in Hergés Geschichte zumindest als naiv, wenn nicht gar als explizit rassistisch. Nicht in Ansätzen übt er Kritik an der belgischen Herrschaft.
Einen Umbruch brachte das fünfte Tim-und-Struppi-Abenteuer, Der blaue Lotos. Hergé hatte am Schluss des vorherigen Abenteuers erwähnt, dass Tim nach China reisen würde. Pater Gosset, der Kaplan der chinesischen Studenten an der Katholischen Universität Löwen, schrieb daraufhin an Hergé und bat ihn, bei diesem Unterfangen vorsichtig vorzugehen. So kam es im Frühjahr 1934 zu einem Treffen zwischen Hergé und Gosset, der ihn zudem mit Zhang Chongren (Tschang Tschong-jen) bekannt machte, einem jungen Studenten der Bildhauerei an der Kunstakademie Académie royale des Beaux-Arts de Bruxelles. Die beiden jungen Künstler wurden rasch Freunde, und Tschang führte Hergé in die chinesische Geschichte, Kultur und Kunst ein. Beeinflusst durch diese Erfahrungen wollte Hergé fremde Kulturen und Schauplätze fortan so exakt wie möglich beschreiben. Als Zeichen der Dankbarkeit fügte er zudem einen erfundenen Tschang Tschong-jen in Der blaue Lotos ein, einen jungen Chinesen, der Tim begegnet und sein Freund wird.
Eine andere Auswirkung seiner Freundschaft mit Tschang war, dass Hergé den Kolonialismus kritischer zu betrachten begann, hier speziell die Interessen Japans in China. Der blaue Lotos hat als Folge eine deutlich antiimperialistische Botschaft und stand damit im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung im Westen, die den Japanern wohlmeinend gegenüberstand. Von verschiedener Seite gab es nach dem Erscheinen scharfe Kritik; japanische Diplomaten protestierten beim belgischen Außenministerium. Tschang beendete sein Studium in Brüssel und kehrte nach China zurück. Der Kontakt brach bei der Eroberung Chinas durch die Japaner ab und konnte erst mehr als vierzig Jahre später wieder aufgenommen werden.
1935 zeichnete Hergé für die französische Wochenzeitschrift Coeurs vaillants die ersten Seiten der Serie Jo, Jette und Jocko, die von zwei Geschwistern und ihren Schimpansen handelt. Die Serie ist die einzige, die nicht auf Hergés Initiative entstand. Die Zeitungsredaktion hatte als Kontrast zur Figur des Tim eine Geschichte mit einem Kind gefordert, „das einen Vater hat, der arbeiten geht, und das eine Mutter, eine Schwester und ein Haustier hat“.[8] In dieser Serie erschienen im Laufe der Zeit drei Abenteuer in fünf Bänden, von denen vor allem das letzte, Das Tal der Kobras, als den Tim-und-Struppi-Abenteuern qualitativ ebenbürtig angesehen wird. 1939 begonnen, wurde es 1954 fertiggestellt.
Zweiter Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1939 wurde Hergé von Song Meiling, der Ehefrau Chiang Kai-sheks, in die Republik China eingeladen, weil er in Der blaue Lotos zugunsten des chinesischen Volkes Stellung bezogen hatte; der beginnende Weltkrieg verhinderte die Reise. Noch im selben Jahr wurde Hergé zum Wehrdienst einberufen, und die Arbeit am neuesten Abenteuer, Im Reiche des schwarzen Goldes, wurde unterbrochen. Nach der Besetzung Belgiens durch deutsche Truppen 1940 wurde Hergé aus der Armee entlassen.
Die Zeitschrift Le Petit Vingtième, die bis dahin Tims Abenteuer veröffentlicht hatte, musste auf Weisung der deutschen Besatzer das Erscheinen einstellen. Daraufhin erhielt Hergé von Le Soir, der führenden französischsprachigen Tageszeitung der belgischen Hauptstadt, in deren Chefredaktion inzwischen sein alter Freund Raymond De Becker berufen worden war, das Angebot, einen neuen Tim-und-Struppi-Comic zu produzieren. Der Chef der deutschen Militärverwaltung, Alexander von Falkenhausen, bemühte sich, Le Soir als wichtigste Zeitung Belgiens für die Interessen der Besatzungsmacht zu instrumentalisieren und sie zu deren Sprachrohr zu machen.[3] Hergé folgte De Becker und nahm das Angebot an.[3] Die Abhängigkeit von den Deutschen machte Kompromisse erforderlich, und daher blieb Im Reiche des schwarzen Goldes wegen der anti-faschistischen Grundaussage der Geschichte zunächst unvollendet. Unterdessen begann Hergé die Arbeit an Die Krabbe mit den goldenen Scheren, das erste von sechs Alben, die er während des Krieges herausgab. Es wurde als Fortsetzungsgeschichte in der Zeitschrift Le Soir Jeunesse ab Oktober 1940 vorveröffentlicht und enthielt den ersten Auftritt der Figur des Kapitäns Haddock.
Während des Krieges ergaben sich zwei wesentliche Änderungen in der Arbeitsweise Hergés. Wegen Papiermangels wurden nicht mehr zwei Seiten pro Woche produziert wie beim Petit Vingtième, sondern täglich ein drei bis vier Bilder umfassender Bildstreifen. Um unter diesen Voraussetzungen kurze Spannungsbögen zu erzeugen, flocht Hergé mehr witzige Wendungen und Action in die Geschichten ein. Da er wegen der politischen Lage nicht mehr auf aktuelle Ereignisse eingehen konnte, wich er auf eher fantastische Stoffe aus: eine Expedition zu einem Meteoriten in Der geheimnisvolle Stern, eine Schatzsuche in Das Geheimnis der Einhorn und Der Schatz Rackhams des Roten, ein alter Inka-Fluch in Die sieben Kristallkugeln und Der Sonnentempel. In diesen Geschichten wurden die handelnden Personen mehr in den Vordergrund gerückt, und in Der Schatz Rackhams des Roten wurde eine neue wichtige Figur eingeführt, Professor Bienlein. Haddock, Bienlein und einige andere Figuren bildeten im Laufe der Alben eine Art Ersatzfamilie für den stets alleinstehend dargestellten Tim. Die Leserschaft reagierte überwiegend positiv auf die Veränderungen, und die Buchausgaben dieser Geschichten gehören zu den beliebtesten der ganzen Serie.
Trotz seiner Zurückhaltung bezüglich der politischen Lage und des eher unpolitischen Charakters der Geschichten, die Hergé in der Besatzungszeit veröffentlichte, gelang es dem Autor nicht, völlig neutral zu sein. 1940 illustrierte er das judenfeindliche Buch Fables von Robert de Vroylande und orientierte sich dabei an zeitgenössischen antisemitischen Karikaturen.[3] Der geheimnisvolle Stern enthält des Weiteren einen Wettlauf zwischen zwei Expeditionen, der zum Zweikampf zwischen Europa und Amerika wird.[3] Der skrupellose US-amerikanische Bankier, der die Expedition des amerikanischen Forscherteams finanziert, trägt in der Urfassung einen jüdischen Namen, Blumenstein. In der heutigen, überarbeiteten Fassung fährt das gegnerische Forscherteam unter der Flagge eines Fantasiestaates, und der Bankier ist in Bohlwinkel umbenannt[6]; dennoch erinnert Bohlwinkels Physiognomie weiterhin an antisemitische Darstellungen.
1943 traf Hergé E. P. Jacobs und stellte ihn als Assistenten für die Überarbeitung älterer Geschichten ein. Jacobs’ wichtigste Arbeit an der Serie waren seine Zeichnungen der Kostüme und der Hintergründe in der Buchausgabe König Ottokars Zepter. Er zeichnete unter anderem das Titelbild von Sonnentempel und arbeitete an Die sieben Kristallkugeln mit.
Nachkriegszeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die deutsche Besatzung Brüssels endete am 3. September 1944, und da die Alliierten, die die Kontrolle in Belgien vorübergehend übernahmen, Le Soir schlossen, wurde auch die Veröffentlichung von Tims Abenteuern gegen Ende der Sieben Kristallkugeln unterbrochen. In den folgenden Jahren sah sich Hergé mit dem Vorwurf konfrontiert, ein Nazi-Sympathisant gewesen zu sein. Er wurde von verschiedenen Gruppen insgesamt vier Mal in Haft genommen. Trotz seiner Mitarbeit an der von den deutschen Besatzern kontrollierten Zeitung Le Soir wurde er jedoch letztendlich nicht verurteilt. Tatsächlich finden sich in den vor dem Krieg produzierten Geschichten mehrere kritische Äußerungen über den Faschismus, so etwa in König Ottokars Zepter. Wie andere frühere Mitarbeiter der von den Nationalsozialisten kontrollierten Presse fand auch Hergé zunächst keine neue Anstellung; daher arbeitete er die nächsten zwei Jahre zusammen mit Jacobs und seiner neuen Assistentin, Alice Devos, an der Kolorierung der bisherigen Alben.
1946 wurde Hergé von Raymond Leblanc, dem Leiter des Verlages Le Lombard, angestellt. Der Publizist und Résistance-Kämpfer rief ein Magazin mit dem Titel Tintin ins Leben, dessen erste Ausgabe am 26. September 1946 erschien. Tintin erschien wöchentlich und enthielt anfangs in jeder Ausgabe zwei Seiten mit Tim-und-Struppi-Abenteuern. Endlich konnte auch der Schluss der Sieben Kristallkugeln veröffentlicht werden. Tintin erreichte rasch eine Auflage von über 100.000 Exemplaren je Ausgabe.
Tim und Struppi war stets mit „von Hergé“ signiert worden – ohne Nennung Edgar Pierre Jacobs’ und der anderen Mitarbeiter. Als Jacobs’ Anteil an den Arbeiten zunahm, verlangte er seine Nennung als Koautor, doch Hergé lehnte dies ab. So endete ihre Zusammenarbeit, und Jacobs produzierte von nun an seinen eigenen Comic für das Magazin Tintin, die erfolgreiche Serie Blake und Mortimer.
Krisen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Arbeit am Tintin-Magazin beanspruchte Hergé sehr. 1949, während der Arbeiten an der neuen Version von Im Reiche des schwarzen Goldes (die erste Version war unter dem Einfluss des Zweiten Weltkrieges nie fertiggestellt worden), erlitt er einen Nervenzusammenbruch, der ihn zu einer viermonatigen Arbeitspause zwang. Ein zweiter Zusammenbruch folgte 1950. Um Hergé zu entlasten, wurde am 6. April 1950 die Produktionsgesellschaft „Studios Hergé“ gegründet, die mehrere Assistenten beschäftigte. Die bedeutendsten Künstler des Studios waren Jacques Martin und Bob De Moor. Ihre Mitarbeit, vornehmlich das Zeichnen von Details und Hintergründen, erstreckte sich über alle folgenden Geschichten. Mit Hilfe des Studios, zu dem auch Roger Leloup und Jo-El Azara stießen, schaffte es Hergé, zwischen 1954 und 1958 Der Fall Bienlein und Kohle an Bord zu veröffentlichen. Der Fall Bienlein wurde durchweg positiv aufgenommen.

Von September 1958 bis November 1959 veröffentlicht, dreht sich Tim in Tibet um die Suche nach Tims Freund Tschang, mit dem er sich in Der blaue Lotos angefreundet hatte. Die Suche führt Tim in den Himalaya und erlaubt Hergé so, die Albträume, unter denen er seit einiger Zeit litt, künstlerisch zu verarbeiten. Die sonst übliche Vielfalt an Charakteren wurde über weite Strecken auf ein Minimum reduziert: Tim, Kapitän Haddock und der Sherpa Tharkey. Hergé bezeichnete dieses stark persönlich gefärbte Abenteuer später als seine Lieblingsgeschichte, deren Vollendung auch in seinem Leben den Beginn eines neuen Abschnitts begleitete. Er trennte sich von seiner Frau und konnte sich zudem von seinen Albträumen befreien.
Letzte Jahre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die letzten drei kompletten Abenteuer von Tim und Struppi wurden in wesentlich längeren Abständen produziert: Die Juwelen der Sängerin im Jahr 1961, Flug 714 nach Sydney 1966 und Tim und die Picaros 1975. In dieser Zeit eroberte die Serie weitere Medien. Tim erlangte im französischsprachigen Europa eine große Bekanntheit und Beliebtheit als Werbeträger. Der erste Realfilm, gedreht 1960, trug den Namen Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies; die Hauptrolle wurde wie auch 1964 in dem Film Tim und Struppi und die blauen Orangen von Jean-Pierre Talbot gespielt. 1969 wurde der erste abendfüllende Zeichentrickfilm, Der Sonnentempel, produziert.
Posthume Veröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hergé verfügte in seinem Testament, dass niemand nach ihm Tim und Struppi weiterführen solle. So wurden auch die Rohentwürfe für sein unvollendetes Abenteuer Tim und die Alpha-Kunst 1986 nur als eine Serie von Skizzen und Notizen veröffentlicht. 1987 schloss seine Ehefrau Fanny die Hergé-Studios und gründete die Hergé-Stiftung. 1988 stellte auch das Magazin Tintin sein Erscheinen ein.
Die Hergé-Stiftung, die den Nachlass und die Rechte an den Comics verwaltet, verhinderte 2001, dass der Band Tim in Tibet in China unter dem Titel Tim und Struppi im chinesischen Tibet erscheint. Von der International Campaign for Tibet (ITC) wurde der Hergé-Stiftung deswegen im Mai 2006 der Light of Truth Award durch den Dalai Lama verliehen.[9]
Privates
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1932 heiratete Hergé Germaine Kieckens, die Sekretärin von Norbert Wallez.
Etwa 25 Jahre später verliebte er sich in die damals 22-jährige Zeichnerin und Koloristin Fanny Vlamynck (heute Fanny Rodwell) und schlug seiner Ehefrau vor, gemeinsam mit Fanny eine Dreiecksbeziehung zu führen. Dies lehnte seine Frau jedoch ab.[10]
Zu dieser Zeit plagten Hergé zudem Albträume von weißen Flächen. Daher suchte er einen Schweizer Psychoanalytiker auf, der ihm riet, die Arbeit an Tim und Struppi aufzugeben. Aber stattdessen schrieb und zeichnete Hergé Tim in Tibet, sein wohl persönlichstes Album.
Seine Ehe mit Germaine Kieckens, die kinderlos blieb, wurde 1975 geschieden, und am 20. Mai 1977 heiratete er Fanny Vlamynck.
Nach vielen Jahren gelang es Hergé, den Kontakt zu Tschang Tschong-jen wiederherzustellen. Nach der Kulturrevolution hatte Tschang als Straßenkehrer gearbeitet, in den 1970er Jahren war er Leiter einer Kunstschule in Shanghai geworden. 1981 trafen sich Hergé und Tschang nach über vierzig Jahren wieder. 1985 zog Tschang nach Paris um, wo er 1998 starb.
Hergé litt gegen Ende seines Lebens an Anämie (Blutarmut). Am 25. Februar 1983 wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, wo er ins Koma fiel. Der Grund hierfür war eine Lungenfehlfunktion. Am 3. März 1983 gegen 22 Uhr starb Hergé im Alter von 75 Jahren im Universitätsklinikum Saint-Luc bei Brüssel.[11] Er wurde am 8. März 1983, seinem Wunsch entsprechend, auf dem Friedhof Dieweg im Brüsseler Stadtteil Uccle beerdigt, obwohl der Friedhof bereits seit 1950 für neue Gräber geschlossen war.[12]
Stil und Inhalte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Inhalte und Erzählweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Comics der Tim und Struppi-Reihe sind hauptsächlich Abenteuer- und Detektivgeschichten, sie enthalten aber auch Fantasy- und Science-Fiction-Elemente. Die Fälle des Helden etwa haben häufig Mysteriöses an sich und spielen teilweise vor historischem Hintergrund. Oft ist die Handlung in entlegenen Regionen der Welt, so im Himalaya oder im Kongo, angesiedelt oder bezieht fremde Kulturen ein. Während der Hund Struppi einen typischen Sidekick darstellt, übernimmt Tim, der Held der Serie, eine Detektivrolle. So sind etwa Sammeln von und Arbeit mit teilweise verschlüsselten Indizien häufig ein Hauptpfeiler der Handlung. Zudem sieht sich Tim oft mit Verbrechern wie beispielsweise Falschgeldbanden (so in Die schwarze Insel) oder Sklavenhändlern (Kohle an Bord) konfrontiert, deren Anführer in vielen Fällen erst gegen Ende bekannt wird. Auf die Lösung des Rätsels folgt in der Regel die abschließende und entscheidende Action-Szene.
Selten integriert Hergé in Anlehnung an das Fantasy-Genre auch Übernatürliches (so etwa in Die sieben Kristallkugeln). Einige Folgen können ob ihrer eindeutigen Aussage auch als politische Kommentare bezeichnet werden. Während frühe Episoden stark auf phantasievolle Handlungen bauen, gewinnen die späteren an Realismus; etwa ab Mitte der 1930er Jahre bemühte sich Hergé auch, die jeweilige Mode und Technik möglichst detailgetreu wiederzugeben.
Der Humor von Tim und Struppi gründet sich in großen Teilen auf visuelle Gags und Situationskomik, die an Slapstick-Filme gerade der 1920er Jahre erinnern; Figuren wie der schwerhörige Professor Bienlein, der cholerische Kapitän Haddock oder die tollpatschigen Detektive Schulze und Schultze eröffnen hierfür zahlreiche Möglichkeiten. Auch Tim und Struppi selbst sind nicht davor gefeit, durch Missgeschicke für Gags herzuhalten, sie stellen also keine „perfekten“ Helden dar.
Hergé arbeitet hauptsächlich mit zahlreichen und kleinen Panels; meist verwendet er vier auf drei Panels pro Seite, wobei das Layout aus jenem festen Schema oft ausbricht. So werden zum Beispiel einzelne Panels horizontal halbiert. Große Panels bilden die absolute Ausnahme, was ihren Effekt verstärkt. Allgemein prägt der Zeichner – in Einklang mit seinem Zeichenstil – eine sehr sachliche Erzählweise. Intensitätsfördernde Effekte wie etwa ungewöhnliche Perspektiven entfallen ganz beziehungsweise zu weiten Teilen. Dafür arbeitet Hergé mit typischen Comicelementen wie Lautmalerei, Comicsymbolen oder Bewegungslinien.
Zeichenstil
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hergé gilt als Schöpfer des Comicstils der Ligne claire. Seine Zeichnungen sind geprägt von klaren Konturen, die ohne Schraffuren oder Schattierungen auskommen. Die Kolorierung folgt dem und arbeitet ohne Farbverläufe mit einfarbigen Flächen. Besonderes Merkmal ist zudem das Abstraktionsgefälle innerhalb der Zeichnungen: Während die Figuren, besonders die Mimik, stark vereinfacht werden, bemühte Hergé sich gerade ab der Mitte der 1930er Jahre um detailgetreue und realistische Darstellung der Hintergründe und der Requisite.
Hergés Stil wirkte sich maßgeblich auf die franko-belgische Comic-Kultur aus. Weitere Vertreter der ligne claire wurden unter anderem seine Mitarbeiter Bob De Moor, E. P. Jacobs und Jacques Martin.
Sammler und abstrakter Maler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hergé hatte eine starke Affinität zur Malerei. Unter den alten Meistern schätzte er Bosch, Brueghel, Holbein und Ingres, deren Züge und reine Linien er bewunderte. Er interessierte sich auch sehr für zeitgenössische Künstler wie Roy Lichtenstein, Andy Warhol und Joan Miró, von denen er seinem Kunstberater und Freund Pierre Sterckx anvertraute, dass er schockiert war. In den 1950er Jahren begann Hergé, Werke zu erwerben, vor allem Gemälde flämischer Expressionisten. Anfang der 1960er Jahre besuchte er die Galerie Carrefour von Marcel Stal und begann durch den Kontakt mit Künstlern, Kritikern und Sammlern, die er dort traf, Werke von Lucio Fontana, Serge Poliakoff und vielen anderen zu erwerben.
1962 wagte Hergé den Schritt, zu malen. Als seinen Privatlehrer wählte er Louis van Lint, einen der bedeutendsten abstrakten Maler seiner Zeit, den er sehr schätzte.[13]
Publikationen (Sprachversionen)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2009 wurden seit 1929 weltweit mehr als 230 Millionen Tim und Struppi-Alben in über 90 Sprachen (einschließlich 43 Regionalsprachen) verkauft:[14]
49 Amtssprachen:[15]
Das Jahr bezeichnet das Jahr der Erstveröffentlichung.
Afrikaans (1973) - Amerikanisches Englisch (1959) - Arabisch (1972) - Armenisch (2006) - Bengalisch (1988) - Bulgarisch (2001) - Britisches Englisch (1952) - Mandarin Chinesisch (2001) - Dänisch (1960) - Deutsch (1952) - Esperanto (1981) - Estnisch (2008) - Finnisch (1961) - Französisch (1930) - Griechisch (1968) - Hebräisch (1987) - Indonesisch (1975) - Isländisch (1971) - Italienisch (1961) - Japanisch (1968) - Khmer (2001) - Koreanisch (1977) - Latein (1987) - Lettisch (2006) - Litauisch (2007) - Luxemburgisch (1987) - Malaiisch (1975) - Mongolisch (2006) - Niederländisch (1946) - Norwegisch (1972) - Persisch (1971) - Polnisch (1994) - Portugiesisch (1936) - Brasilianisches Portugiesisch (1961) - Rätoromanisch (1986) - Rumänisch (2005) - Russisch (1993) - Schwedisch (1960) - Serbokroatisch (1974) - Singhalesisch (1998) - Slowakisch (1994) - Slowenisch (2003) - Spanisch (1952) - Taiwanesisch (1980) - Thai (1993) - Tschechisch (1994) - Türkisch (1962) - Ungarisch (1989) - Vietnamesisch (1989).
43 Regionalsprachen:[15]
Alghero Katalanisch (1995) - Berndeutsch (1989) - Elsässisch (1992) - Antwerpisch (Niederländisch, 2008) - Asturisch (1988) - Baskisch (1972) - Borain (2009) - Burgundisch (2008) - Bretonisch (1979) - Bruxellois (2007) - Bruxellois (Niederländisch, 2004) - Kantonesisch (2004) - Katalanisch (1964) - Korsisch - Westindisches Kreol (2009) - Mauritisches Kreol (2009) - Réunion-Kreolisch (2008) - Färöisch (1988) - Flämisch (Ostende, 2007) - Frankoprovenzalisch (Bresse) (2006) - Frankoprovenzalisch (Gruyère, 2007) - Frankoprovenzalisch (vereinheitlicht, 2007) - Friesisch (1981) - Gälisch (1993) - Galicisch (1983) - Welsch (1993) - Walisisch (1978) - Gaumisch (2001) - Niederländisch (Hasselts, 2009) - Niederländisch (Twents, 2006) - Okzitanisch (1979) - Picardisch (Tournai-Lille, 1980) - Picardisch (Vimeu) - Papiamentu (2008) - Provenzalisch (2004) - Tahitianisch (2003) - Tibetisch (1994) - Vogesisch (2008) - Wallonisch (Charleroi) - Wallonisch (Lüttich, 2007) - Wallonisch (Namur, 2009) - Wallonisch (Nivelles, 2005) - Wallonisch (Ottignies) (2006) - Quebecer Französisch (2009)
Hergé-Museum
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Das Musée Hergé befindet sich im Zentrum von Louvain-la-Neuve, einer Stadt südlich von Brüssel. Am 22. Mai 2007, dem hundertsten Geburtstag von Hergé, wurde der Grundstein für das Museum gelegt.[16] Der Architekt war Christian de Portzamparc.[17] Am 2. Juni 2009 wurde das Hergé-Museum eröffnet. Es zeigt ausschließlich das Werk des Künstlers und ist damit das erste Museum in Europa, das einem Comiczeichner und -autoren gewidmet ist.[18]
Das Hergé-Museum beherbergt acht ständige Galerien, in denen Originalkunstwerke von Hergé ausgestellt werden, die zuvor nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren, und erzählt die Geschichte seines Lebens und seiner Karriere.[16][19]
Ausstellungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2016/2017: Hergé, Grand Palais, Paris. Katalog und Begleitbuch.
Dokumentarfilm
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hergé – Mit Tim & Struppi auf Abenteuer. Regie: Hugues Nancy, Frankreich 2016, 81 Minuten. (Arte).
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pierre Assouline: Hergé. Paris 1996 (Biografie), ISBN 2-259-18104-X
- Pierre Assouline: Hergé: the man who created Tintin. Oxford Univ. Press, Oxford, New York, NY u. a. 2009, ISBN 978-0-19-539759-8.
- Bocquet (Text), Fromental (Text), Stanislas (Zeichnungen): Die Abenteuer von Hergé. Carlsen, Hamburg 2001, ISBN 3-551-74409-2. (Biografie als Comic)
- Ergänzte Neuausgabe: Carlsen, Hamburg 2007, ISBN 978-3-551-77780-5.
- Erweiterte Neuausgabe: Carlsen, Hamburg 2013, ISBN 978-3-551-77665-5. (Französische Originalausgabe: Les Aventures d´Hergé. Dargaud, Paris 2011)
- Michael Farr: Auf den Spuren von Tim & Struppi. Carlsen, Hamburg 2005, ISBN 3-551-77110-3. (Die Hintergründe zu jedem einzelnen der 24 Abenteuer werden in Wort und Bild detailliert erläutert)
- Benoît Peeters: Hergé. Fils de Tintin. Flammarion, Paris 2002, ISBN 2-08-210042-1.
- Pierre Sterckx (Text), André Soupart (Fotos): Hergé. Collectionneur d’art. Tournesol Conseils SA - Renaissance du Livre, Bruxelles 2006, ISBN 2-87415-668-X.
- Tim und Struppi, ein Blick ins Atelier. Carlsen, Hamburg 2001, ISBN 3-551-74795-4. (Begleitbuch zur Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum, Hannover 2001)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Hergé im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Hergé im Deutschen Comic Guide
- Biografische Seite über Hergé
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Opstal, H. van (1994) Essay RG. Het fenomeen Hergé, S. 8+10+132-133+195
- ↑ Goddin, Philippe (2008) Hergé. Levenslijnen, S. 25
- ↑ a b c d e f Benoit Peeters: Hergé. Fils de Tintin. Paris 2002.
- ↑ Numa Sadoul: Tintin et moi. editions Casterman, 1975, S. 60.
- ↑ Martin Conway: Collaboration in Belgium. Léon Degrelle and the Rexist Movement 1940–44. London 1993, S. 8.
- ↑ a b c d Pierre Assouline: Hergé. Biographie. Paris 1996.
- ↑ Michael Farr: Auf den Spuren von Tim & Struppi. Carlsen, Hamburg 2005, ISBN 3-551-77110-3.
- ↑ Jo, Jette und Jocko. ( vom 28. November 2011 im Internet Archive)
- ↑ Tim und Struppi in Tibet. Klare politische Linie. In: Süddeutsche Zeitung. 22. Mai 2006.
- ↑ Hergé und die Schweiz: Tim & Struppi in der Schweiz, in blick.ch, 6. November 2028, aufgerufen am 3. März 2023
- ↑ Hergés Tod ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)
- ↑ knerger.de: Das Grab von Hergé
- ↑ P. Sterckx, A. Soupart: Hergé collectionneur d'art. La Renaissance du Livre-. Bruxelles 2006, ISBN 2-87415-668-X (französisch).
- ↑ L´essentiel sur Hergé et Tintin. In: L´essentiel sur Hergé et Tintin. Abgerufen am 7. November 2021 (französisch).
- ↑ a b Tintin around the World - Languages. Abgerufen am 8. Oktober 2021 (englisch).
- ↑ a b The Hergé museum Totally Tintin Celebrating one man and his dog. The Economist, abgerufen am 12. November 2021 (englisch).
- ↑ Antoine Dreyfus: Nick Rodwell : Tintin en héritage. In: Capital. Nr. 394. Prisma Media, Gennevilliers Juli 2024, S. 22 f.
- ↑ Frankfurter Rundschau, 2. Juni 2009.
- ↑ Leo Cendrowicz: Two New Museums for Tintin and Magritte. Time, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juni 2009; abgerufen am 12. November 2021 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hergé |
| ALTERNATIVNAMEN | Remi, Georges Prosper (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Comic-Autor und Zeichner |
| GEBURTSDATUM | 22. Mai 1907 |
| GEBURTSORT | Etterbeek bei Brüssel |
| STERBEDATUM | 3. März 1983 |
| STERBEORT | Woluwe-Saint-Lambert bei Brüssel |