Geiselwind (Geiselwind)
Geiselwind Markt Geiselwind | ||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | 49° 46′ N, 10° 28′ O | |||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 347 m ü. NHN | |||||||||||||||||||||||||
| Fläche: | 8,92 km²[1] | |||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 1070 (19. Mai 2025)[2] | |||||||||||||||||||||||||
| Bevölkerungsdichte: | 120 Einwohner/km² | |||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 96160 | |||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 09556 | |||||||||||||||||||||||||
Lage von Geiselwind (fett) innerhalb des Gemeindegebietes
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Geiselwind gehörte zu folgenden Verwaltungseinheiten:
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Gerichtlich unterstand Geiselwind folgenden Instanzen.
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Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte Geiselwind etwa 500 Einwohner. Diese Einwohnerzahl blieb bis um 1900 relativ konstant. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs sie mit den Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten auf fast 700 an. Viele der Zugezogenen wechselte bald in größere Städte. Der Autobahnausbau in den 1960er Jahren leitete eine Trendumkehr ein. In dieser Zeit wurden die ersten Wohngebiete um den Altort ausgewiesen, sodass Geiselwind auch flächenmäßig wuchs. Mit der Ansiedlung von Unternehmen, die von der Nähe zur Autobahn profitierten, und der Eingemeindung mehrerer Orte nahm die Bevölkerung weiter zu. Sie betrug 2023 knapp über 1000.
Gemeinde Geiselwind (bis zur Gebietsreform, entspricht der heutigen Gemarkung Geiselwind)
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 414 | 496 | 466 | 455 | 458 | 466 | 472 | 481 | 500 | 487 | 497 | 492 | 482 | 478 | 454 | 438 | 437 | 454 | 435 | 673 | 649 | 588 | 521 | 630 | 629 | 1070 |
| Häuser[17] | 92 | 87 | 85 | 86 | 86 | 84 | 85 | 87 | 98 | 159 | ||||||||||||||||
| Quelle | [18] | [19] | [20] | [20] | [21] | [22] | [23] | [24] | [25] | [26] | [27] | [20] | [28] | [20] | [29] | [20] | [30] | [20] | [20] | [20] | [31] | [20] | [32] | [33] | [34] | [2] |
Ort Geiselwind
| Jahr | 1818 | 1836 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 361 | 389 | 458 | 361 | 403 | 436 | 428 | 392 | 578 | 461 | 569 | 583 |
| Häuser[17] | 80 | 80 | 73 | 76 | 75 | 77 | 79 | 89 | 151 | |||
| Quelle | [18] | [35] | [19] | [21] | [23] | [26] | [28] | [30] | [31] | [32] | [33] | [34] |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geiselwind war in Mittelalter und Früher Neuzeit eng mit dem herrschenden Adelsgeschlecht der Grafen von Schwarzenberg verbunden. Die Schwarzenberger bestimmten einen Schultheißen, der sie vor Ort vertrat. Er hatte alle Verfügungsgewalt und war Vorsitzender des Halsgerichts. Ein Bürgermeister oder Vorsteher, der von der männlichen Bevölkerung bestimmt wurde, hatte allerdings wenig Macht, sondern war lediglich Ansprechpartner für den Schultheißen.
Mit der Mediatisierung wurde die Gemeindeorganisation verändert. Obwohl die Herren von Schwarzenberg die Macht eingebüßt hatten, übten sie mit den verbliebenen Rechten wie Pfarrereinsetzung weiterhin großen Einfluss aus. Der Bürgermeister wurde mit echten Kompetenzen ausgestattet und von den Ortsbewohnern gewählt. Im 18. und 19. Jahrhundert variierte die Bezeichnung zwischen Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeinde- bzw. Ortsvorsteher.
| Liste der Bürgermeister des Kernortes Geiselwind (1894–1972) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | Amtszeit | Anmerkungen | |||||
| Georg Anton Endres | 1894–1906 | * 1856, † 1926 | |||||
| Matthäus Müller | 1906–1930 | * 1865, † 1931 | |||||
| Leonhard Burger | 1930–1933 | * 1871, von der NSDAP des Amtes enthoben, † 1937 | |||||
| Nikolaus Hofmann | 1933–1945 | * 1888, von der NSDAP eingesetzt, † 1963 | |||||
| Florian Dietmeyer | 1945–1956 | * 1890, von der amerikanischen Militärregierung eingesetzt, † 1961 | |||||
| Andreas Reinlein | 1956–1966 | * 1912 in Kitzingen, Holzkaufmann, Altbürgermeister, Ehrenbürger, † 5. März 2017 in Kitzingen[36] | |||||
| Franz Hofmann | 1966–1972 | * 1922, Altbürgermeister, Ehrenbürger[37] | |||||
Die Bürgermeister des 20. Jahrhunderts wurden mehrfach zu Ehrenbürgern ernannt. Daneben wurde der Titel eines „Altbürgermeisters“ zweimal vergeben. Seit der Gründung der Gemeinde Wiesentheid entsenden auch die eingemeindeten Gemeindeteile Vertreter in den vergrößerten Gemeinderat.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber; oben eine schräg liegende goldene Geißel, unten auf grünem Boden ein springender, rot gezungter schwarzer Windhund mit goldenem Halsband.“[38] | |
| Wappenbegründung: Das Wappen erschien erstmals auf einem Marktsiegelabdruck des Jahres 1713. Die Wappenfarben sind seit 1835 bekannt. Die Geißel und der Windhund stehen redend für den Ortsnamen, dessen ursprüngliche Bedeutung nicht mehr verstanden wurde. Die Farben Silber und Blau sind dem Wappen der Fürsten von Schwarzenberg entnommen, welche die Herrschaft in der Gemeinde ausübten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Geißel durch einen Busch ersetzt und der grüne Boden entfernt. Das Wappen erschien im 19. und frühen 20. Jahrhundert nicht und auch tauchte auch nicht in der Wappensammlung von Hupp auf. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Geiselwind gibt es 20 Baudenkmäler:[39]
Ensemble Marktplatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Marktplatz entstand mit der Markterhebung im 15. Jahrhundert. Entlang der heutigen Schlüsselfelder Straße wurden in einem Halbrund Bauten mit mehreren Gastwirtschaften für die auswärtigen Besucher des Marktes errichtet. Der Marktplatz hat ein einheitliches Erscheinungsbild. Die Häuser sind traufseitig zur Straße hin ausgerichtet. Sie entstanden vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, gehen also alle auf die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg zurück.
St. Burkard
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Burkarduskirche entstand wohl an einer Stelle, an der bereits im Frühmittelalter eine Holzkirche errichtet worden war, die der Wendenmissionierung diente. Allerdings ist unklar, welches Patrozinium dieses erste Gotteshaus hatte. Ab 1334 wurde St. Burkard Pfarrkirche. Nach Zerstörungen im Markgrafenkrieg im 15. Jahrhundert dauerte es bis in die erste Hälfte des folgenden Jahrhunderts, bis die Kirche wieder in ihrer ursprünglichen Form aufgebaut war. Im 18. Jahrhundert wurde sie im Stil des Barock bzw. Rokoko erneuert.
Die Kirche ist ein großer Saalbau mit eingezogenem Chor. Südlich vom Chor prägt der 43 Meter hohe Turm das Ortsbild. Der Chor wurde um fünf Säulen erhöht und nimmt eine Fläche von zwei Jochen ein. Er trägt ein Kreuzrippengewölbe mit romanischen Resten der Vorgängerbauten. Das Langhaus ist innern flachgedeckt und wurde im 18. Jahrhundert stuckiert. Vier Fensterachsen gliedern das Langhaus.
Die Ausstattung stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die ältesten Stücke sind die beiden vom Dettelbacher Künstler Johann Michael Becker gefertigten Seitenaltäre. Die Altarblätter kamen erst in den 1930er Jahren nach Geiselwind. Den Chor dominiert der mächtige Hochaltar. Er wurde im Jahr 1899 von dem Würzburger Künstler Ludwig Zink geschaffen und trägt drei Figuren von Matthäus Schiestl.
Rathaus und Amtshaus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Um den Marktplatz gruppieren sich die beiden historischen Verwaltungsgebäude von Geiselwind. Lediglich das Rathaus (Adresse Marktplatz 1) wird noch heute von der Verwaltung genutzt. Erstmals erwähnt wurde das Haus am Marktplatz bereits im 15. Jahrhundert. Damals saß dort der Schultheiß, tagten die Gemeinderäte und der Schreiber. Das Erdgeschoss wurde von Marktständen eingenommen. Im Jahr 1669 wurde das Rathaus aufgestockt. In den 1990er Jahren wurden mehrere, moderne Anbauten hinzugefügt.
Das Rathaus ist ein zweigeschossiger Giebelbau. Das Erdgeschoss wurde in Massivbauweise errichtet. Die Fenster sind mit geohrten Rahmungen ausgestattet. Auch das Portal weist Ohrungen auf. Das Obergeschoss und der Giebel sind mit reichem, achsensymmetrisch angeordnetem Fachwerk aus dem 17. Jahrhundert verziert. Drei Fensterachsen, ebenfalls mit Ohrrahmungen, gliedern das Obergeschoss. Das Rathaus schließt mit einem spitzen Satteldach ab.
Das Schwarzenberger Amtshaus (Marktplatz 2) schließt sich rechts an das Rathaus an. Wahrscheinlich geht es im Kern ebenfalls auf die Markterhebung im 15. Jahrhundert zurück. Das Haus wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder umgebaut. Ein Umbau in den 1780er Jahren ist noch erkennbar. Mit dem Ende des Alten Reiches zu Beginn des 19. Jahrhunderts endete die Herrschaft der Fürsten. Das Amtshaus wurde als Geschäftshaus nachgenutzt.
Das Amtshaus ist ein zweigeschossiger Mansarddachbau im Stil des späten Barock. Mehrere Gliederungselemente erinnern an Umbauten des 18. Jahrhunderts. Dazu zählen die Eckpilaster und das umlaufende Gesims zwischen den Geschossen. Eine Außentreppe leitet zum zentralen Portal über. Die Fenster- und Türengliederung des Hauses wurden erst im 20. Jahrhundert geschaffen. Landwirtschaftliche Bauten befinden sich in der Nähe des Amtshauses, da dort auch die Naturalabgaben gesammelt wurden.
Kapellen
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An den Ausfahrtstraßen im Osten und Westen entstanden in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zwei Kapellen. Die Marienkapelle in der westlichen Wiesentheider Straße außerhalb der Dorfummauerung vor dem westlichen Tor wurde im Jahr 1723 von Valentin Stöckinger gestiftet. Im Jahr 1906 wurde die Baulast der Kapelle an die Gemeinde übertragen. Diese renovierte die Kapelle mehrmals, 1981 wurde sie neu geweiht.
Die Dreifaltigkeitskapelle stiftete im Jahr 1723 sein Bruder Franz Peter Stöckinger. Sie war der erste Bau außerhalb der mittelalterlichen Dorfmauer und stand vor dem östlichen Tor in der heutigen Scheinfelder Straße. Im Jahr 1906 wurde die Baulast des Gotteshauses ebenfalls an die Gemeinde gegeben. Jedes Jahr zogen an mehreren Festen Prozessionen vor die Kapelle. In den 1980er Jahren wurden sie wegen des zunehmenden Verkehrs eingestellt.
Beide Gotteshäuser sind kleine Saalbauten. Sie schließen mit Walmdächern ab und haben polygonale Chorabschlüsse. Auf jeder Seite sorgt ein Fenster für die Durchlichtung. Die Marienkapelle ist aufwendiger mit mehreren Zierelementen gestaltet. Ein Fenster hat eine geohrte Rahmung, zum Portal auf der Südseite führt ein leicht erhöhtes Podest. In einem Dachreiter oberhalb des Chores hängen zwei Glocken.
Privathäuser
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Historische Bauten gehen nur bis zum Dreißigjährigen Krieg zurück, in dem der Ort nahezu vollständig zerstört wurde. Neben Rathaus und Amtshaus ist als ältestes erhaltenes Gebäude auf dem Marktplatz das Sterngasthaus, das im 17. Jahrhundert errichtet und in den folgenden Jahrhunderten stark verändert wurde. Es ist ein zweigeschossiger Satteldachbau mit zwei Dachgeschossen. Obergeschoss und Dachgeschosse wurden in Fachwerk errichtet. → siehe auch: Gasthof Stern (Geiselwind)
Das Pfarrhaus mit der Adresse Kirchplatz 4 ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit geohrten Fenster- und Türrahmungen im Stile des Barock. Wahrscheinlich entstand bereits im 14. Jahrhundert ein Haus für den Pfarrer an dieser Stelle. Das heutige Erscheinungsbild erhielt das Haus im 18. Jahrhundert, wahrscheinlich wurde es im Jahr 1734 fertiggestellt. Ein Wappenrelief oberhalb des Hauptportals verweist auf das Patronatsrecht der Herren von Schwarzenberg. → siehe auch: Pfarrhaus (Geiselwind)
Mehrere weitere Wohn- und Geschäftshäuser mit historischer Bausubstanz gruppieren sich um den Marktplatz und entlang der Scheinfelder Straße. Sie wurden meist traufständig zur Hauptstraße errichtet. Die Verwendung von Fachwerk ist ein Zeichen für die große Armut in der Steigerwaldgemeinde noch im 19. Jahrhundert. In den Bauten sind häufig Gasthäuser bzw. Pensionen untergebracht.
Bildstöcke und Kleindenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Geiselwind und seiner Gemarkung haben sich mehrere Bildstöcke oder Martern als Flurdenkmäler erhalten. Sie verweisen auf die Volksfrömmigkeit vergangener Jahrhunderte und wurden zur Ehre Gottes und als Wegzeichen gesetzt oder hatten eine Mahnfunktion. Wegen der lange Jahrhunderte vorherrschenden Armut im Steigerwald unterscheiden sich diese Kleindenkmäler in Anzahl und Kunstfertigkeit von denen im Steigerwaldvorland und in dem Mittleren Maintal. Daneben gibt es Hausfiguren und die typisch fränkischen Hoftore in Geiselwind.

Von dem wahrscheinlich ältesten Bildstock, dem sogenannten Kreuzschlepper, eine vollplastische Darstellung des kreuztragenden Christus, besteht vor Ort nur eine Kopie. Das Original ist in der Heimatstube im Rathaus untergebracht. Eine Inschrift im Sockel weist auf eine Renovierung im Jahr 2000 hin. Eine Marter aus dem 18. Jahrhundert an der Straße nach Gräfenneuses trägt ein Relief der Marienkrönung. Jünger ist der Bildstock in den Langäckern im Westen. Er zeigt die Kreuzigung und die Wundmale Christi im Stil des Historismus.
Als ältestes erhaltenes Kleindenkmal gilt der sogenannte Murrmann auf der Hofmauer des Amtshauses am Marktplatz, wohl ein Sinnbild der Marktgerechtigkeit des Ortes. Die Figur entstand im 16. Jahrhundert. Ea wurde mit der Murrmann-Sage aus dem Dreißigjährigen Krieg verbunden, d. Die Figur steht auf einem rechteckigen schmalen Sockel mit der eingravierten Inschrift: „Murrmann/Schwedischer General/Historisches Denkmal aus dem 30jähr. Kriege“. Daneben ist eine Katze dargestellt. → siehe auch: Murrmann (Geiselwind)
Hausfiguren sind im ganzen Dorf verteilt. Sie wurden zu allen Zeiten angebracht und dienten als Beschützer der Anwesen. Die älteste Figur in Form der Pietàerinnert an die Dettelbacher Madonna. Sie wurde im 17. Jahrhundert geschaffen und befindet sich am Haus Marktplatz 10. Eine Madonnenfigur am Haus Marktplatz 8 ist eine handwerkliche Arbeit. An der Wiesentheider Straße steht das Relief eines Heiligen Wandels aus der gleichen Zeit.
Der Johannisbrunnen im Zentrum des Marktplatzes trägt die Figur des heiligen Johannes Nepomuk. Die Wappen der Dorfherren darunter verweisen auf die Bedeutung, die der Brunnen in der Vergangenheit für das Dorf hatte. Man leitete Wasser aus einer Quelle im Westen des Dorfes ein, deren Wasser als besonders weich galt. Deshalb wurde der Marktbrunnen auch als Viehtränke genutzt, worauf die Form des heutigen Beckens hinweist. → siehe auch: Johannisbrunnen (Geiselwind)
- Ensemble Marktplatz in Geiselwind
- Innenraum der Burkardskirche
- Schwarzenberger Amtshaus
- Dreifaltigkeitskapelle
- Pfarrhaus Geiselwind
- Sterngasthof
- Johannisbrunnen
Mühlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geiselwind liegt am Oberlauf der Ebrach (auch Geiselwinder Ebrach), die in der Reichen Ebrach mündet. Der kleine Bach eignete sich besonders gut für die Anlage von Wassermühlen. Insgesamt können sechs Mühlen entlang des Bachs ausgemacht werden. Alle Anlagen sind erstmals zu Beginn des 16. Jahrhunderts nachweisbar, wobei sie wohl bereits früher errichtet worden waren. Die Mühlen um Geiselwind waren lange Zeit Teil des Schwarzenberger Einflussbereichs, welche sie an verschiedene Inhaber verpachteten.
Da die Schüttung des Bachs zu stark für die Mühlräder war und man das fischreiche Gewässer nicht aufstauen wollte, entstanden vor den Mühlen oftmals Mühlbäche, die vom Hauptbach abgezweigt wurden. Über sie ließ sich das Wasser auf dem Mühlrad regulieren. Im Laufe der Zeit differenzierte sich auch die Nutzung der Mühlen aus. Neben den Getreidemühlen entstanden Sägemühlen, Lohmühlen und Hammermühlen. Letztere waren eine Besonderheit des Steigerwaldes und präsentierten eine der wenigen Maschinen der Vormoderne.
Mit der Mediatisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangten die Anlagen in die Hände privat wirtschaftender Müllerfamilien. Die Geiselwinder Mühlen gehörten zu den bedeutendsten Anlagen der weiteren Umgebung, die einen großen Kundenkreis mit Mehl belieferten. Im 20. Jahrhundert gerieten die kleinen Mühlbetriebe um Wiesentheid zunehmend durch größere in wirtschaftliche Bedrängnis. Man begann die Mühlen mit neueren Antriebsarten auszustatten, um die Rentabilität zu erhöhen. Zu dieser Zeit entstanden auch die heute noch vorhandenen Baulichkeiten. In den 1960er Jahren wurden viele der Geiselwinder Mühlen schließlich stillgelegt. Heute werden sie als Wohnhäuser genutzt.

| Name | Gewässer | Zustand | Eckdaten |
|---|---|---|---|
| Grabenmühle | Ebrach | stark verändert | Die Grabenmühle (Adresse Mühlstraße 4) entstand im 19. Jahrhundert. Sie ergänzte die Landwirtschaft der Familie Haubenreich. 1966 verschwand das Mühlrad und wurde durch einen Motor ersetzt, die Mühle erhielt einen eigenen Mühlbach, der von der Ebrach abgeleitet wurde. Die Mühleneinrichtung wurde 1983 nach der Aufgabe des Betriebes als Geschenk an die Abtei Münsterschwarzach gegeben. Von dort aus gelangte sie nach Imiliwaha in Tansania, wo sie die Mühle im dortigen Gertrudenkloster antreibt. |
| Sägemühle | Ebrach | stark verändert | Die Sägemühle (Adresse Rathausstraße 5) wurde als Ergänzung zum Bauernhof der Familie Alt genutzt. Der Betrieb wurde im Jahr 1937 aufgegeben. |
| Schleifmühle | Ebrach | stark verändert | Erstmals erwähnt wurde die Anlage im Jahr 1506. Die Mühle gehörte den Herren von Schwarzenberg. Die Anlage wurde immer wieder verändert, zeitweise war eine Lohmühle und eine Hammermühle hier untergebracht. Die zur Mühle gehörenden Feldflächen wurden im 20. Jahrhundert zum Freizeit-Land Geiselwind umgewandelt. |
| Schnackenmühle | Ebrach | stark verändert | Die Schnackenmühle wurde ebenfalls im Jahr 1506 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1932 wurde das alte Mühlrad abgebaut und durch eine Turbine ersetzt. 1964 gab man den Mühlenbetrieb auf. |
| Theuerleinsmühle | Ebrach | stark verändert | Die Theuerleinsmühle (auch Hecknersmühle) wurde wohl im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Erst mit dem Jahr 1750 erschien die Mühle neuerlich in den Quellen. 1967 endete der Betrieb der Getreidemühle. |
| Weingartsmühle | Ebrach | stark verändert | Die Weingartsmühle wurde ebenfalls im 16. Jahrhundert erstmals erwähnt. Noch in den 1950er Jahren wurde hier Landwirtschaft, die Säge- und die Getreidemühle betrieben. Im Jahr 1965 wurde der Mühlbetrieb eingestellt, die Säge wurde 1966 abgebaut. Mehrere Sagen haben die Weingartsmühle zum Inhalt. |
Freizeit-Land Geiselwind
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Das Freizeit-Land bildet heute eine der Hauptattraktionen des Ortes. Der Vergnügungspark profitiert von der Lage an der Bundesautobahn und gehört mit einer Fläche von ca. 400.000 Quadratmetern zu den flächenmäßig größten Freizeitparks in Bayern. Die Verbindungen mit dem Bau der Bundesautobahn sind eng: 1969, wenige Jahre nach Fertigstellung der Verkehrsverbindung, eröffnete der Kaufmann Ernst Mensinger, der bereits jahrelang exotische Vogelarten gezüchtet hatte, im Nordwesten des Kernortes Geiselwind einen Vogel-Pony-Märchen-Park.[40] Die Anlage wurde im Laufe der Zeit zu einem klassischen Vergnügungspark mit Fahrgeschäften umgewandelt. Im Jahr 2016 wechselte der Eigentümer des Parks.
Die Anlage umfasst heute insgesamt sieben Achterbahnen von unterschiedlicher Länge. Darunter sind mehrere ehemals reisende Anlagen, aber auch Prototypen, wie der Piraten Spinner oder die Cobra. Im Freizeit-Land existieren einige Wasserattraktionen. Unter den weiteren Attraktionen ragt der Aussichtsturm Top of the World, nicht nur aufgrund seiner Höhe von hervor 95 Metern hervor. Es handelt sich um das höchste jemals gebaute transportable Fahrgeschäft und befindet sich seit 1998 in Geiselwind.
Der Vergnügungspark bietet auch eine Vielzahl an Live-Shows an, die während der regulären Öffnungszeiten des Parks regelmäßig stattfinden. Darunter sind Greifvogel-Flugvorführungen genauso, wie Auftritte von Künstlern auf einer Freilichtbühne. Der Park umfasst mehrere Tiergehege, in denen verschiedene Tierarten gehalten werden. Der Vergnügungspark bildet zugleich einen bedeutenden wirtschaftlichen Faktor für die Gemeinde, arbeiten hier doch saisonabhängig bis zu 350 Personen.
Murrmann-Museum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1997 wurde das Murrmann-Museum (auch historisches Museum) im ersten Obergeschoss des Rathauses eröffnet. Die Sammlung umfasst 500 Jahre Ortsgeschichte, die in Form von Schriften, Dokumenten und Objekten präsentiert wird. Daneben werden auch Exponate aus den heute zu Geiselwind gehörenden Ortsteilen präsentiert. Das Museum möchte die Alltagskultur im westlichen Steigerwald zeigen, weswegen auch Objekte aus benachbarten Gemeinden Aufnahme fanden. Benannt wurde das Museum nach der Symbolfigur des Ortes, dem fiktiven schwedischen General Murrmann.
Besondere Bedeutung hat die umfassende Sammlung von Bild-Postkarten, die in Geiselwind seit dem 19. Jahrhundert ausgegeben wurden. Aus dem Jahr 1874 ist eine historische Feuerwehrspritze im Museum ausgestellt. Der historische Arbeitsalltag wird in Form von Zunftwerkzeugen, Geschirren und Kleinspanngeräten repräsentiert. Außerdem wurde die Einrichtung der historischen Volksschule im Ort aufgebaut. Ein besonderer Fokus liegt allerdings auf der Textilgeschichte des Dorfes. So wurden im Museum die Messgewänder der örtlichen Geistlichen ausgestellt.[41]
Autobahnkirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Autohof Strohofer gehörte in den 1990er Jahren bereits zu den größten seiner Art in Europa. Die Tochter des Betreibers, Manuela Strohofer, trieb auf dem Gelände den Bau einer Autobahnkirche voran. Die Kirche wurde aus Fertigbauteilen errichtet, sodass sie in wenigen Monaten fertiggestellt werden konnte. Im Juni 2000 wurden die Glocken in den Glockenstuhl der Kirche gebracht. Am 7. September 2001 wurde die Kirche eingeweiht. Die Autobahnkirche wird heute von der Kommunität der Geschwister Jesu mit Ordensschwester Teresa Zukic betreut. Die Kirche ist für alle Konfessionen geöffnet.
Die Kirche ist ein dreigeschossiger Bau mit Turm. Das Langhaus schließt mit einem Tonnendach ab. Es wird von mehreren halbrunden Fenstern durchlichtet. Der Turm wurde als Chorturm geschaffen. Der charakteristische Dachaufbau wird durch ein Kreuztonnengewölbe gebildet. Das Obergeschoss ragt über die Breite des Turmes hervor. Der Turm ist 30 Meter hoch. Der Aufbau wird von einem plastischen Kreuz bekrönt, das in der Nacht angestrahlt wird und von der Autobahn aus zu sehen ist. Der Eingang zum Gotteshaus erfolgt über einen gläsernen Vorbau. Hier ist ein Andachtsraum mit einem Taufbecken zu finden, das als Brunnen gestaltet wurde. Im Inneren wird der Raum von einer vierseitigen Empore geprägt.
Das Innere der Autobahnkirche wird zum größten Teil durch Ausstattungsstücke aus den 2000er Jahren geprägt. Sie kombinieren klassisch-liturgische Elemente beider Konfessionen mit zeitgenössischen Architekturelementen. So wird der Volksaltar, der aus einer umgedrehten Wurzel aus zwölf Ästen besteht, indirekt beleuchtet. Im zentralen, runden Glasfenster sind die Kontinente der Erde zu sehen. Die Kirche erhielt im Jahr 2000 insgesamt vier Glocken, die größte wurde dem heiligen Antonius als Schutzpatron der Reisenden geweiht.[42]
Festivals
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit den 2000er Jahren organisieren die Betreiber des Autohofs am Ortsrand wechselnde Festivals und Conventions, die teilweise eine überregionale Ausstrahlung besitzen und jährlich ein großes Publikum anziehen. Im Jahr 2017 wurde erstmals das Heroes Festival veranstaltet. Es handelt sich um ein Deutschrap-Festival, das im Jahr 2022 ca. 30.000 Besucher anzog und bekannte Acts wie Sido, Haftbefehl, 65Goonz und Capital Bra umfasste. Das Festival wurde ab 2022 als Tour konzipiert und machte nicht ausschließlich in Geiselwind Station. 2023 waren bereits vier Festivalstandorte involviert.
Zuvor fand in Geiselwind zwischen 2013 und 2016 einmal jährlich das Out and Loud Festival statt. Zunächst unter dem Namen Beastival, wurde es 2014 zu Out and Loud umbenannt. Das Out and Loud war vor allem als Metal-Festival bekannt. Die Bands umfassten Szenegrößen wie Amon Amarth, Behemoth oder die Excrementory Grindfuckers, die vor allem dem Power-, Folk- oder Thrash-Metal zugeordnet werden können. Jährlich besuchten um 10.000 Menschen das Festival, das aufgrund von finanziellen Gründen letztmals 2016 veranstaltet wurde.
Bereits im Jahr 2004 wurde das ursprünglich in Hirschaid bei Bamberg stattfindende Earthshaker Fest für zwei Jahre nach Geiselwind verlegt, ehe es nach Kreuth in der Oberpfalz zog. Das Earthshaker Fest wurde ebenfalls als Festival für Metal-Bands veranstaltet. Als Headliner waren Manowar, Die Apokalyptischen Reiter, Children of Bodom, Nightwish, Dimmu Borgir, Rhapsody, J.B.O., Grave Digger, Hypocrisy, Masterplan und Primal Fear auf der Ausgabe des Jahres 2005 vertreten. Im Jahr 2008 fand außerdem das G.O.N.D. in Geiselwind statt. Das größte Böhse-Onkelz-Cover-Festival wurde von über 18.000 Personen besucht.
Sagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Murrmann
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Die bekannteste Sage von Geiselwind handelt vom Murrmann, der Geschichte einer Belagerung des Ortes Geiselwind im Dreißigjährigen Krieg. Der Bürgermeister von Geiselwind wollte die Einnahme und Plünderung des Ortes verhindern und machte sich mit zwei seiner Vertrauten auf dem Weg in das Lager der feindlichen Armee, um mit dem schwedischen General zu verhandeln. Dieser war gerade dabei, mit dem Mittagsmahl zu beginnen und dachte, vielleicht wegen dieser Störung recht ungehalten, nicht an Verhandlungen. Zornig packte er sich eine Wurst, die er gerade verspeisen wollte, hielt sie den Unterhändlern entgegen und rief: „So wahr ich diese Wurst hier esse: Ich werde Geiselwind einnehmen!“
In dem Moment sprang eine schwarze Katze auf die Schulter des Generals, schlug ihm die Wurst aus der Hand, schnappte sich diese und rannte mit der Wurst im Maul davon. Der Sage nach wurde Geiselwind bei dieser Belagerung nicht eingenommen[43]. Je nach der Version lag dies daran, dass die Geiselwinder durch dieses Zeichen neuen Mut schöpften und die Belagerung abwehrten, dass die Schweden die Vorkommnisse als böses Omen sahen und schnell weiterzogen oder dass der schwedische General nichts Unwahres sagen, sondern vielmehr sein Wort halten wollte und deswegen die Belagerung beendete. Noch heute steht eine Sandsteinfigur am westlichen Ende des Marktplatzes, die den Murrmann darstellt.
Die frühere Größe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ähnlich wie in Hellmitzheim bei Iphofen existiert auch in Geiselwind eine Sage über die einstige Größe der Siedlung.
Die Bevölkerung von Geiselwind sprach lange Zeit davon, dass der Ort früher um einiges größer gewesen sein soll. Damals erstreckte sich die Gemeinde bis an die heutige Weingartsmühle und hatte die Stadtrechte inne. Wahrscheinlich spielt die Sage auf die ehemalige Siedlung Weingarten an, die ursprünglich östlich von Geiselwind zu finden war und im 15. Jahrhundert verlassen wurde.[44]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dienstleistungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Nähe zur Bundesautobahn entwickelte sich Geiselwind ab den 1960er Jahren zu einem Dienstleistungszentrum. Das große Bevölkerungswachstum verstärkte diese Tendenzen weiter. Geiselwind wird heute als Kleinzentrum in der Planungsregion Würzburg geführt. Er dient der Grundversorgung der Bevölkerung aus der näheren Umgebung. Die nächsten Mittelzentren im Landkreis bestehen mit Kitzingen und Volkach. Historisch war der Ort von kleinen Handwerksbetrieben geprägt. Eine lange Tradition haben die Sägewerke, die von der Lage im Mittelgebirge und der hohen Walddichte profitierten.
Besondere Bedeutung für die Dienstleistungsausrichtung hat heute der Autohof Strohofer in der unmittelbaren Nähe zur Bundesautobahn. Er entstand in der Scheinfelder Straße. Am Anfang des 19. Jahrhunderts war hier ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Ziegelei zu finden, der von der Familie betrieben wurde. Die ausgedehnten Flächen wurden im Jahr 1962 durch den Bau der Autobahn zerschnitten. Bis in die 1980er Jahre entstand eine Großtankstelle und ein Großrestaurant. 1984 entstand auf dem Gelände außerdem eine Metzgerei und ein Gewächshaus für die Versorgung des Restaurants.
Nach weiteren Flächenankäufen wurde eine große Veranstaltungshalle geplant, die 1994 eingeweiht werden konnte. Zunächst organisierte man vor allem Country-Festivals. Ab den 2000er Jahren wurden vielfältige Musikfeste veranstaltet. 1990 weihte man ein Schnellrestaurant auf dem Gelände des Autohofs ein, 1993 folgte ein weiteres. Um 2000 ging ein ausgedehntes Wellnesscenter für die durchreisenden Fernfahrer in Betrieb, das ein Hallenschwimmbad und mehrere Saunen aufweist. 2002 folgte die erste private, ökumenische Autobahnkirche in Deutschland. Der Autohof bezeichnet sich heute als Europas größter seiner Art.[45]
Daneben wird Geiselwind von mehreren Übernachtungsbetrieben geprägt, die ebenfalls von der Fernverkehrsstraße profitieren. Die Statistik für die Gemeinde Geiselwind geht im Jahr 2019, vor der Corona-Krise, von ca. 60.000 Gästeankünften im Jahr aus, von denen der Großteil auf den Hauptort entfällt. Es handelt sich nicht um die im Steigerwaldvorland häufig anzutreffenden Kulturtouristen, sondern überwiegend um Menschen, die mit dem Fernverkehr in Verbindung stehen.[46] Die Beherbergungsbetriebe haben sich auf diese Klientel eingestellt, sodass Kurzzeitangebote überwiegen.
In den Straßen um den Ortskern haben sich außerdem die für ein Kleinzentrum typischen Dienstleistungsbetriebe angesiedelt. In Geiselwind bestehen mehrere Banken, eine Filiale der Sparkasse Mainfranken Würzburg und der Raiffeisenbank Drei Franken eG. Vor Ort existieren mehrere Arztpraxen. Geprägt wird Geiselwind von kleineren Handwerksbetrieben, die vor allem im Dienstleistungssektor tätig sind. Die Betriebe beschränken sich zumeist auf wenige Angestellte. Einer der größeren Arbeitgeber vor Ort ist das Freizeit-Land Geiselwind, das während der Saison im Frühjahr und Sommer bis zu 350 Arbeitnehmer einstellt.
Weitere Wirtschaftszweige
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Um den Altort von Geiselwind haben sich mehrere verarbeitende Betriebe angesiedelt, die zumeist dem mittelständischen Handwerk zuzuordnen sind. Historische Bedeutung hat vor allem die Verarbeitung von Steigerwaldhölzern. Größter Betrieb ist die Holzbodenmanufaktur Reinlein, die sich im Osten des Altortes an der Schlüsselfelder Straße angesiedelt hat. Der Betrieb ging aus einem kleinen Sägewerk hervor, das im Jahr 1925 gegründet wurde. Die Familie war zuvor bereits in der gleichen Branche in Kitzingen tätig. Insbesondere in den 1930er Jahren wurde der Betrieb modernisiert und erweitert.
War die Firma zunächst noch allgemein auf die Holzverarbeitung konzentriert, begann man nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Spezialisierung auf die Herstellung von Parketten. Hierzu wurden in den 1950er Jahren eine große Produktionshalle errichtet. Die Firma Reinlein arbeitet heute vor allem mit den Holzsorten Buche und Eiche. Das Firmengelände umfasst heute ein Holzheizkraftwerk. Daneben besteht auch eine Tankstelle auf dem Firmengelände, die für den eigenen Fuhrpark konzipiert wurde. Zu Beginn der 2000er Jahre arbeiteten 50 Mitarbeiter im Betrieb.[47]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Geiselwind ist heute ein Verkehrsknotenpunkt im Osten des Landkreises Kitzingen. Historisch gehörte der Ort zu den klassischen „Steig-Orten“, über die Reisende den Steigerwald durchqueren konnten. Die Erhebung zum Markt im 15. Jahrhundert trug dieser zentralen Position Rechnung. Geiselwind profitierte nicht immer von dieser Lage, da auch feindliche Heere über die Steigen ins Dorf gelangten. Allerdings blieb die verkehrliche Bedeutung des Ortes noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts nur von regionaler Bedeutung, wobei der Autobahnbau in den 1960er Jahren eine Neuorientierung einleitete.
Bedeutendste Straßenverbindung ist heute die zweitlängste Autobahn Deutschlands, die Bundesautobahn 3/Europastraße 45.[48] Die Autobahn verläuft mit einer durchschnittlichen Entfernung von ca. 300 Metern zur Burkardskirche und teilt die Gemarkung von Osten nach Westen, wobei sich die Straße auf westlicher Seite leicht nach Norden wendet. Damit orientiert sich der Straßenverlauf an der Lage des Ebrachtales. Die Anschlussstelle 76 liegt südöstlich des Ortskerns, sie wurde nach Geiselwind benannt.
Innerhalb der Gemarkung sind weitere überregionale Straßen zu finden. Es durchqueren drei Staatsstraßen die Flächeneinheit. Von Wiesentheid im Westen kommend erreicht die Staatsstraße 2260 den Ort. In Geiselwind bildet diese Staatsstraße die Durchfahrt. Sie wird westlich des Marktplatzes Wiesentheider Straße und östlich Schlüsselfelder Straße genannt. Im Osten des Altortes mündet die Staatsstraße 2257 ein. Sie erreicht Geiselwind vom mittelfränkischen Oberscheinfeld im Süden kommend. Nicht auf Geiselwinder Gemarkung, aber in ihrer unmittelbaren Nähe liegt außerdem die Staatsstraße 2258, die Füttersee in Richtung Norden durchquert.
Regionale Verkehrsverbindungen sind ebenfalls zu finden. Die Kreisstraßen gehen zumeist auf historische Ortsverbindungen zurück. Die Kreisstraße KT 15 bildet die Verbindung zum im Westen anschließenden Steigerwaldvorland und erreicht Geiselwind von Abtswind kommend über Rehweiler und Langenberg. Lokale Bedeutung haben die Überreste der historischen Scheinfelder Straße, die parallel zur Staatsstraße 2257 verläuft und schließlich auch in ihr mündet. Daneben verläuft die Fütterseer Straße nördlich des Kernortes in Richtung des gleichnamigen, heutigen Gemeindeteils.[5]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Liste der Schulleiter der Volksschule | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Name | Amtszeit | ||||||
| Emilie Richter | 1945–1950 | ||||||
| Leo Brigola | 1950–1954 | ||||||
| Liebhard Löffler | 1954–1984 | ||||||
| Dieter Breyer | 1984–1995 | ||||||
| Gerhard Zeitler[49] | 1995– | ||||||
| Susanne Stark | seit 2019[50] | ||||||
Geiselwind stellt, entsprechend seiner Rolle als Kleinzentrum, die grundlegende Bildung für die Bevölkerung der umgebenden Orte sicher. Im Ort bestehen zwei Bildungseinrichtungen. Die frühkindliche Bildung wird über den Kindergarten St. Burkard sichergestellt, der allerdings erst in den 1970er Jahren in der Friedrichstraße am Ortsrand errichtet werden konnte. Der Kindergarten befindet sich in kirchlicher Trägerschaft und wird von der katholischen Kirchenstiftung finanziert. Zeitweise bestanden vier Gruppen, die aus Geiselwind und seinen Gemeindeteilen stammen.
Einen großen Sprengel umfasst auch die Drei-Franken-Schule in der Friedrichstraße. Bereits in der Vormoderne bestand in Geiselwind ein Schulhaus, das eng mit der örtlichen Kirchengemeinde verbunden war. Im Jahr 1870 verlegte die Gemeinde die Schule an den Marktplatz. Mit der bayerischen Schulreform im Jahr 1967 endete die Zeit der kleinen Dorfschulen. 1968 wurde der Geiselwinder Schulverband gegründet. Im September 1972 wurde die Drei-Franken-Schule am Ortsrand eingeweiht. Ursprünglich umfasste der Sprengel der Schule auch das heute zu Ebrach gehörende Kleinbirkach in Oberfranken. Heute werden alle Schüler aus den Geiselwinder Gemeindeteilen in der Schule unterrichtet. Außerdem gehen die Kinder aus dem zum mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gehörenden Oberscheinfeld–Appenfelden hier zur Schule.
Eine Mittelschule befindet sich im ca. 10 Kilometer entfernten Wiesentheid. Weiterführende Schulen können mit der Mädchenrealschule in Volkach, der Realschule in Ebrach und mit der Realschule in Dettelbach besucht werden. Gymnasien gibt es in Münsterschwarzach (Egbert-Gymnasium), Volkach-Gaibach (Franken-Landschulheim Schloss Gaibach), Wiesentheid (Steigerwald-Landschulheim) und Kitzingen (Armin-Knab-Gymnasium). Bereits in Mittelfranken liegt das Gymnasium Scheinfeld.
Vereine und Verbände
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- TSV Geiselwind
- Golfclub Steigerwald in Geiselwind e. V.
- Ortsverschönerungsverein,
- Krieger- und Soldatenkameradschaft Geiselwind
- Freiwillige Feuerwehr mit Feuerwehrverein
- Zweigverein Steigerwaldklub
- Steigerwaldbühne
- Steigerwald-Löwen (1860 München)
- VDK Ortsverein
- Steigerwaldkapelle
- Singkreis
- Katholischer Frauenbund
- Diakonieverein Drei Franken e. V.
- Gewerbeverband
Persönlichkeiten
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In Geiselwind geboren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georg Hutzler (um 1907–), Postangestellter und Heimatdichter
- Hans Herold (* 1955), Politiker (CSU), MdL
Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ludwig Cabolet (* 1897; † 1987), Allgemeinmediziner, Ehrenbürger 1986
- Andreas Reinlein (* 1912 in Kitzingen; † 2017 in Kitzingen), Kaufmann, Bürgermeister von Geiselwind 1956 bis 1966, Ehrenbürger vor 2001
- Franz Hofmann (* 1922; †), Bürgermeister von Geiselwind 1966 bis 1972, Ehrenbürger vor 2001
- Ernst Mensinger (* 1935; † 2017 in Geiselwind), Gründer des Freizeit-Landes Geiselwind, Bundesverdienstkreuz, Ehrenbürger 1999[51]
Mit Geiselwind verbunden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alois Josef Ruckert (* 1846 in Stellberg; † 1916 in Würzburg), Lehrer und Schriftsteller, Ruckert lebte ab 1912 in Geiselwind
- Dieter Hoffmann (* 1934 in Dresden; † 2024 in Ebersbrunn), Schriftsteller, Hoffmann wohnte und arbeitete in Geiselwind
- Walter Brandmüller (* 1929 in Ansbach), Theologe, Kirchenhistoriker, Kardinal, Brandmüller war zwischen 1962 und 1963 Pfarrer an St. Burkard
- Alois Reinhardt (* 1961 in Höchstadt an der Aisch), Fußballspieler und -trainer, 2009 Trainer des Kreisligisten TSV Geiselwind
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Kaspar Bundschuh: Geiselwind. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 290 (Digitalisat).
- Hans Bauer: Das Geiselwinder Land – unbekannte Kostbarkeiten. Hommage an eine vernachlässigte aber reizvolle Region des Kitzinger Landes. In: Jahrbuch für den Landkreis Kitzingen. Im Bannkreis des Schwanbergs 2018. Dettelbach 2017. S. 31–51.
- Gerhard Hojer: Landkreis Scheinfeld (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 35). Deutscher Kunstverlag, München 1976, DNB 760102457, S. 71–79.
- Georg Paul Hönn: Geiselwind. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 398 (Digitalisat).
- Georg Hutzler, Eugen Häusler: Sagen um den Murrmann in Geiselwind. Geschichten, die man sich hier erzählt. Münsterschwarzach 1970.
- Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken. Scheinfeld 2001, ISBN 3-89014-179-X.
- Liebhard Löffler: Markt Geiselwind. In: Landrat und Kreistag des Landkreises Kitzingen (Hg.): Landkreis Kitzingen. Münsterschwarzach 1984. S. 567–575.
- Wolf Dieter Ortmann: Landkreis Scheinfeld (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1967, DNB 457000929, S. 55–57.
- Stefanie Rauh, Manuela Krämer: Bürgerbroschüre Burghaslach-Geiselwind-Schlüsselfeld. Drei-Franken-Eck 2015/2016. Geiselwind 2015.
- Pleikard Joseph Stumpf: Geiselwind. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches. Zweiter Theil. München 1853, OCLC 643829991, S. 758 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Geiselwind. In: geiselwind.de. Abgerufen am 6. Juni 2025.
- Geiselwind in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 6. Juni 2025.
- Geiselwind in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 6. Juni 2025.
- Geiselwind im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 6. Juni 2025.
Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gemarkung Geiselwind (091159). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 18. Juni 2025.
- 1 2 Geiselwind. In: geiselwind.de. Abgerufen am 18. Juni 2025.
- ↑ W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 55. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gaisļwín“.
- ↑ Markt Geiselwind, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 18. Juni 2025.
- 1 2 Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juni 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Matthias Reimann, Hermann Schmidt-Kaler: Wanderungen in die Erdgeschichte | 13. Der Steigerwald und sein Vorland. München 2002, S. 7f.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juni 2025.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 133f.
- ↑ Liebhard Löffler: Markt Geiselwind. In: Landrat und Kreistag des Landkreises Kitzingen (Hg.): Landkreis Kitzingen. S. 569.
- ↑ Hans Bauer: Das Geiselwinder Land – unbekannte Kostbarkeiten. Hommage an eine vernachlässigte aber reizvolle Region des Kitzinger Landes. In: Jahrbuch für den Landkreis Kitzingen. Im Bannkreis des Schwanbergs 2018. S. 33.
- ↑ Hans Bauer: Landkreis Kitzingen. Ein Kunst- und Kulturführer, S. 83.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 209f.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 219 f.
- ↑ Michael Steinbacher: Das fränkische Wendland und das „Eisenland“ zwischen Main und Steigerwald mit seinen slawischen Orts-, Gewässer-, Berg-, Wald- und Flurnamen. Eine Spurensuche im Bereich Würzburg–Ansbach–Ingolstadt–Bamberg–Fulda. O. o. 2021. S. 169.
- ↑ W. D. Ortmann: Lndkreis Scheinfeld, S. 55ff.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 19 f.
- 1 2 Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude.
- 1 2 Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 29 (Digitalisat). Für die Gemeinde Geiselwind inklusive Deierleinsmühle (S. 17), Dorfmühle (S. 19), Röhrensee (S. 76), Schleifmühle (S. 81), Schnackenmühle (S. 82) und Weingartsmühle (S. 101).
- 1 2 Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 286 (Digitalisat). Im Historischem Gemeindeverzeichnis werden abweichend 497 Einwohner für die Gemeinde angegeben.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 183, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- 1 2 Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1079, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 172 (Digitalisat).
- 1 2 Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1245, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 68 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 196 (Digitalisat).
- 1 2 K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1181 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 198 (Digitalisat).
- 1 2 K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1252 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 198 (Digitalisat).
- 1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1290 (Digitalisat).
- 1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1117 (Digitalisat).
- 1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 819 (Digitalisat).
- 1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 188 (Digitalisat).
- 1 2 Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 364 (Digitalisat).
- ↑ Wilhelm Meyer: Eintheilung der Amtsbezirke im Rezatkreis des Königreichs Bayern und Verzeichniß aller dazu gehörigen Ortschaften. Brügel’sche Kanzleybuchdruckerey, Ansbach 1837, OCLC 911053266, S. 227.
- ↑ Main-Post: Andreas Reinlein gestorben, abgerufen am 27. August 2023.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken. Scheinfeld 2001, ISBN 3-89014-179-X. S. 195–200.
- ↑ Wappen von Geiselwind in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Denkmalliste für Geiselwind (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken. Scheinfeld 2001, ISBN 3-89014-179-X. S. 212.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 186–189.
- ↑ Judith Bornemann: „Da, wo Gott etwas hingestellt hat ...“. Familie Strohofer betreibt in Geiselwind eine private, ökumenische Autobahnkirche. In: Würzburger katholisches Sonntagsblatt. 156 (2009). Würzburg 2009, S. 24–25.
- ↑ Murrmannsage auf wurstakademie.com ( des vom 16. Januar 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ J. L. Klarmann (u. a.): Sagen und Skizzen aus dem Steigerwald, S. 108.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 102–108.
- ↑ Statistik kommunal: Statistik kommunal, PDF-Datei, S. 16, abgerufen am 6. September 2023.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 68–71.
- ↑ Hans Bauer: Das Geiselwinder Land – unbekannte Kostbarkeiten. Hommage an eine vernachlässigte aber reizvolle Region des Kitzinger Landes. In: Jahrbuch für den Landkreis Kitzingen. Im Bannkreis des Schwanbergs 2018. S. 36.
- ↑ Erwin Müller: Geiselwind mitten in Franken, S. 206.
- ↑ Main-Post: Rektorin ins Amt eingeführt, abgerufen am 8. September 2023.
- ↑ InFranken: Ernst Mensinger, abgerufen am 11. September 2023.




