Caspar Bauhin


Caspar Bauhin (latinisiert Caspar Bauhinus) oder Gaspard Bauhin (* 17. Januar 1560 in Basel; † 5. Dezember 1624 ebenda) war ein Schweizer Mediziner, der zahlreiche Schriften über Anatomie, Botanik und Pharmakologie verfasste. Er war der Bruder von Johann Bauhin und Vater von Johann Caspar Bauhin. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „C.Bauhin“.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Caspar Bauhin stammte aus der Medizinerfamilie Bauhin, die als Hugenotten aus Paris und Amsterdam nach Basel geflohen war; sein Vater war Jean Bauhin. Caspar Bauhin studierte an der Universität Basel Medizin mit Schwerpunktfach Anatomie, unter anderem bei Felix Platter. Weitere Studienorte waren ab 1577 Padua, unter anderem bei Girolamo Mercuriale, Montpellier (1579), Paris und Tübingen. 1581 wurde Bauhin in Basel nach erfolgreicher Disputation über Thesen De dolore colico zum Dr. med. promoviert.
An der Universität Basel lehrte Caspar Bauhin ab 1581 zuerst als Privatdozent Botanik, seit 1582 auch als Professor für Griechisch. 1589 wurde er als erster ordentlicher Professor für Anatomie und Botanik an die Universität Basel berufen und ließ im selben Jahr ihren botanischen Garten und ein Anatomisches Theater einrichten. 1614 wurde er als Nachfolger von Felix Platter zum Professor für praktische Medizin an der Universität Basel und Stadtphysicus ernannt. In den Jahren 1592, 1611 und 1619 amtierte Bauhin als Rektor der Universität.[1] Im Rahmen der Medizinerausbildung in Basel führte Bauhin zweimal jährlich botanische Exkursionen mit den Studenten durch und hielt öffentliche Sektionen (zunächst entsprechend den Tafeln des von ihm später abgelehnten Andreas Vesalius an Menschen, dann wieder, Galen folgend, an Tieren)[2] ab.
Leistungen in der Medizin
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Bauhin ist der Autor zahlreicher Publikationen anatomischen Inhaltes, in denen er seine Vorlesungen und anatomisch-pathologischen Demonstrationen zusammenfasste, mit akribischer und fast lückenloser Aufzählung sämtlicher Körperteile wiedergab und physiologische sowie pathologische Erläuterungen hinzufügte.[3] Seine Leistungen beruhen auf der Verbesserung und Systematisierung der anatomischen Terminologie, besonders in seinem 1605 publizierten Theatrum Anatomicum. Das war ein handliches Lehrbuch der Anatomie, in dem er das anatomische Wissen der Zeit umfassend zusammenstellte und mit vielen Abbildungen illustrierte. Von praktischem Nutzen waren auch seine Pharmazie. Darin beschreibt er die damals gebräuchlichen Heilmittel bezüglich ihrer Zusammensetzung, Zubereitung und Verschreibungsweise.[4] Er gilt als „Entdecker“ bzw. „offizieller Erstbeschreiber“ der Ileozökalklappe, eines Verschlusses am Übergang zwischen Dickdarm und Dünndarm, die nach ihm als „Bauhin-Klappe“ bezeichnet wird.[5] Nicht diese "Entdeckung", sondern sein pädagogisches Bemühen, die Anatomie und die Botanik für den gewöhnlichen praktischen Arzt vermittelbar und relevant zu machen, erwiesen sich als wirkmächtiges Erbe seiner Leistungen.[6]
Leistungen in der Botanik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Renaissance war das Interesse an der Pflanzenkunde neu erwacht. Es orientierte sich bald nicht mehr, wie seit der Antike üblich, allein an Heilpflanzen und deren Heilwirkungen. Nach dem Vorbild von Conrad Gessner und seinem Bruder Johann Bauhin, deren Briefwechsel er im Jahr 1591 herausgab, zielte Caspar Bauhins Interesse auf die Katalogisierung sämtlicher Pflanzen ab. Bauhin machte es sich zur Lebensaufgabe, möglichst viele Pflanzen zu katalogisieren, zu beschreiben und sie aufgrund ihrer Ähnlichkeiten auch systematisch zu ordnen. Als Beispiel für die Etablierung neuer wissenschaftlicher Disziplinen wie der Botanik an frühneuzeitlichen Universitäten bildete Bauhin an der Universität Basel um 1600 dabei eine ganze Generation von Gelehrten und Medizinern systematisch zu qualifizierten Botanikern aus, wodurch die Universität zum unbestrittenen Zentrum der Botanik im deutschsprachigen Raum wurde. Um seine Karriere anfangs voranzutreiben, baute der junge Caspar Bauhin ein großes Korrespondentennetzwerk auf. Mit über 2.500 erhaltenen Briefen stellt seine erhaltene Korrespondenz, die bisher noch nicht voll erforscht wurde, ein umfangreicheres Quellenkorpus dar als die berühmtere Korrespondenz seines Zeitgenossen, des Botanikers Carolus Clusius. Für die methodischen Zwecke einer systematischen Pflanzenkunde genügten Beschreibungen und Zeichnungen allein nicht. Man musste die Pflanze selbst sehen und untersuchen, um sie detailliert vergleichen und beschreiben zu können. Zu diesem Zweck korrespondierte Caspar Bauhin mit anderen botanisch interessierten Ärzten, Apothekern, Gelehrten oder auch Politikern, vor allem aber mit seinen ehemaligen Studenten. Diese sozialen Verbindungen ermöglichten es ihm, auch ausländische und exotische Pflanzenproben zu sammeln. Im "Phytopinax" (Basel, 1596), Bauhins frühester botanischer Publikation, ließ er deshalb eine Liste von Personen mitabdrucken, die Pflanzen oder Samen nach Basel geschickt hatten, auch um die Bedeutung des jungen Autors und seine weitreichenden wissenschaftlichen Kontakte herauszustreichen. In seinen Büchern "Prodromus Theatri Botanici" (Frankfurt am Main, 1620) und "Pinax theatri botanici" (Basel, 1623) entwickelte Bauhin die im "Phytopinax" angelegten methodischen Ansätze weiter. Er verwendete in den späteren Büchern Inhalte aus dem "Phytopinax" wieder, fügte aber neue Arten und detailliertere Beschreibungen, Illustrationen (die aus anderen Werken entnommen waren) und erweiterte Literaturangaben hinzu. Dieses Vorgehen wurde in seinem postum veröffentlichten "Theatrum botanicum" (Basel, 1658) weitergeführt. Zu einem Abschluss kam Bauhins botanisches Unternehmen allerdings nie. Dank eigener umfangreicher Sammeltätigkeit und den Kontakten innerhalb seines Korrespondentennetzwerks war Bauhins Herbarium, das zu den vier frühesten erhaltenen im deutschen Sprachraum gehört, mit über 4000 Pflanzen auch eines der umfangreichsten in dieser Epoche. Von den noch erhaltenen jahrhundertealten Pflanzenexemplaren wurden etwa 30 Prozent von Bauhin gesammelt, und als Carl von Linné später sein botanisches Werk "Species Plantarum" (Stockholm, 1753) zur Blütezeit der europäischen Expansion publizierte, konnte er darin nur 300 Pflanzen mehr auflisten als es sein wissenschaftlicher Vorgänger Bauhin über 100 Jahre zuvor getan hatte. Weltweit existieren etwa 3.500 wissenschaftliche Herbarien mit insgesamt rund 400 Millionen Pflanzenexemplaren. Jahrhundertealte Herbarien wie das Herbarium Bauhins finden dabei heute neue Aufmerksamkeit, weil es dank moderner technischer Möglichkeiten möglich geworden ist, die DNA und Isotope auch alter Pflanzenexemplare zu analysieren.[7] Digitalisate bilden die Grundlage für globale Datenbanken, in denen heute viele Tausende von Exemplaren ohne persönliche Anwesenheit vor Ort und gleichzeitig analysiert werden können.
Aus heutiger Sicht gilt Carl von Linné für die Wissenschaftsgeschichte der Botanik als bedeutender, da seine Bezeichnungen für die Pflanzen bis heute allgemeine Gültigkeit besitzen. Allerdings griff Linné, als er sein „natürliches“ Klassifizierungssystem entwickelte, häufig auf Bezeichnungen Bauhins aus dem "Pinax theatri botanici" zurück. Daher ist Caspar Bauhin als einer der Gründerväter der wissenschaftlichen Botanik anzusehen und als Vorbereiter der zweiteiligen Pflanzenbezeichnungen, die Carl von Linné in seinem Versuch einer Systematik konsequent ausbaute und zur Grundlage der modernen Taxonomie wurden.[8]
Ehrungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Charles Plumier benannte ihm und seinem Bruder Johann Bauhin zu Ehren die Gattung Bauhinia[9] der Pflanzenfamilie Fabaceae. Carl von Linné übernahm später diesen Namen.[10]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ΑΠΟΘΕΡΑΠΕΙΑ ΙΑΤΡΙΚΗ. [Apotherapeia iatrikē. De dolore colico] Basel 1581 (Digitalisat) – Dissertation.
- Gynaeciorum sive de mulierum affectibus commentarii Graecorum, Latinorum, barbarorum, iam olim et & nunc recens editorum: in tres tomos digesti, et necessariis passim imaginibus illustrati. Conrad Waldkirch, Basel 1586, 4 Bände: Band 1, Band 2, Band 3, Band 4. – als Herausgeber
- ΥΣΤΕΡΟΤΟΜΟΤΟΚΙΑ [Hysterotomotokia] Francisci Rovsseti, Gallicè primvm édita, nvnc verô latinè reddita Multisque & variis Historiis in Appendice additis locupletata, comprobata & confirmata. Adiecta est Ioan. Albosii Medici, Lithopaedii Senonensis, per annos XXIIX. in Vtero contenti, Historia elegantissima. Conrad Waldkirch, Basel 1588 (Digitalisat).
- Neuauflage: Conrad Waldkirch, Basel 1591
- De Corporis humani partibus externis: Tractatus, hactenus non editus. Episcopius, Basel 1588 (Digitalisat).
- De Corporis humani fabrica. Basel 1590 (Digitalisat).
- De Corporis humani fabrica: Libri IIII. Methodo Anatomica in praelectionibus pub. proposita : ad And. Vesalij Tabulas instituta : sectionibusqe publicis & priuatis, comprobata. Sebastian Henric Petri, Basel 1590 (Digitalisat). – Neuausgaben:
- Anatomica Corporis virilis et mvliebris Historia: Hippocrat. Aristotel. Galeni auctoritat. illustrata & nouis inuentis plurimis aucta. Cum Indice locupletissimo. Johann le Preux, Lyon 1597 (Digitalisat).
- Institvtiones Anatomicae Corporis virilis et mvliebris Historiam exhibentes. Johann le Preux, Lyon 1604 (Digitalisat).
- Anatomicae Corporis virilis et mvliebris Historiam exhibentes: Hippocrat. Aristot. Galeni auctoritat. illustratae & nouis inuentis plurimis. Hac editione qvarta auctae. Johann Schroeter, Basel 1609 (Digitalisat)
- Institvtiones Anatomicae Hippoc. Aristot. Galeni auctorita. illustratae. Hac editione qvinta & postrema ab auctore emaculatae, & auctae. Paul Jacobi, Frankfurt am Main 1616 (Digitalisat).
- De plantis a divis sanctisve nomen habentibus : Caput Ex magno volumine de Consensu & dissensu Authorum circa stirpes, desumptum. Conrad Waldkirch, Basel 1591 (Digitalisat).
- Anatomes … Liber Primus: Externerum humani corporis partium appellationem, descriptionem et explicationem accuratem, continens, Iterata editio, priore longé auctior & locupletior. Sebastian Henric Petri, Basel 1591 (Digitalisat).
- Anatomes … Liber Secundus: Partium Similarium Spermaticarum tractationem, per quatuor causas, ex Hippocratis, Aristotelis, Galeni & recentiorum, doctrina, traditam, continens. Sebastian Henric Petri, Basel 1592 (Digitalisat).
- Aloysii Anguillarae de simplicibus liber primus cum notis […]. Sebastian Henricpetri, Basel 1593 – als Übersetzer und Herausgeber eines Werkes von Luigi Anguillara.
- ΦΥΤΟΠΙΝΑΞ [Phytopinax] seu Envmeratio plantarvm ab Herbarijs nostro seculo descriptarum, cum earum differentijs: cvi plurimarum hactenus ab ijsdem non descriptarum succinctae descriptiones & denominationes accessére: Additis aliquot hactenus non sculptarum Plantarvm viuis Iconibus. Sebastian Henric Petri, Basel 1596 (Digitalisat).
- Petri Andreae Matthioli Medici Caesarei et Ferdinandi Archiducis Austriae, Opera quae exstant omnia: Hoc est, Commentarij in VI. libros Pedacij Dioscoridis Anazarbei de Medica materia: Adiectis in margine variis Graeci textus lectionibus, ex antiquissimis Codicibus desumptis, qui Dioscoridis deprauatam lectionem restituunt: Nunc ä Casparo Bavhino, Post diuersarum editionum collationem infinitis locis aucti: Synonymiis qvoque plantarvm et notis illvstrati: Adiectis plantarvm Iconibvs, svpra priores editiones plus quam trecentis (quarum quamplurime nunc primüm describuntur) ad viuum delineatis. De ratione destillandi aqvas ex omnibvs plantis: Et quomodo genuini odores in ipsis Aquis conseruari possint. Item Apologia in Amatvm Lvsitanvm, cvm Censura in eiusdem Enarationes. Epistolarvm Medicinalivm Libri qvinqve. Dialogvs de Morbo gallico. Cvm locvpletissimis indicibvs, tvm ad Rem Herbariam, tvm Medicamentariam pertinentibus. Nicolaus Bassaeus, Frankfurt am Main 1598 (Digitalisat) – als Übersetzer und Herausgeber.
- 2. Auflage: Johann König, Basel 1674 (Digitalisat).
- Exsectio Foetvs vivi ex matre viva sine altervtrivs vitae periculo, & absque foecunditatis ablatione, à Francisco Rosseto Gallice conscripta. Adjecta est Ioan. Albosii Protomedici Regii Foetus per ann. XXIIX. in vtero contenti & lapide facti Historia. Franc, item Rosseti tractat. huius indurationis causas explicans. Nicolaus Bassaeus, Frankfurt am Main 1601 (Digitalisat).
- Animadversiones in Historiam generalem plantarum Lugduni editam. Item Catalogas plantarum circiter quadrigentarum eo in opere bis terue positarum. Frankfurt am Main 1601 (Digitalisat).
- Theatrum anatomicum. Frankfurt am Main 1605 (Digitalisat).
- Appendix Ad Theatrum Anatomicum Caspari Bauhini: Sive Explicatio Characterum omnium, qui figuris totius Operis additi fuere: quae seorsim compingi debet. Matthäus Becker, Frankfurt am Main 1605 (Digitalisat).
- Vivae Imagines partium corporis humani aeneis formis expressae, et ex Theatro anatomico Caspari Bauhini Basilien. Archiatri desumptae. [Frankfurt am Main] 1620.
- Vivae Imagines partium corporis humani aeneis formis expressae, et ex Theatro anatomico Caspari Bauhini Basilien. Archiatri desumptae. Matthaeus Merian Frankfurt am Main 1640 (Digitalisat).
- Theatrvm Anatomicum Caspari Bauhini Basileen. Archiatri Infinitis locis auctum, ad morbos accommodatum & ab erroribus ab Authore repurgatum, observationibus et figuris aliquot novis aeneis illustratum. [Frankfurt am Main] 1621 (Digitalisat).
- Vivae Imagines partium corporis humani aeneis formis expressae, et ex Theatro anatomico Caspari Bauhini Basilien. Archiatri desumptae. [Frankfurt am Main] 1620.
- Neuw vollkommentlich Kreuterbuch, Mit schönen vnnd künstlichen Figuren, aller Gewächs der Bäumen, Stauden und Kräutern, so in Teutschen vnnd Welschen Landen, auch in Hispanien, Ost vnnd Westindien, oder in der Newen Welt wachsen, derer vber 3000. eygentlich beschrieben werden, auch deren Vnterscheidt vnd Wirckung sampt ihren Namen in mancherley Sprachen angezeigt werden, derengleichen vormals nie in keiner Sprach in Truck kommen, darinn viel vnd mancherley heylsamer Artzney vor allerley innerlichen vnnd eusserlichen Kranckheiten beyde der Menschen, vnd dess Viehes, sampt ihrem nützlichen gebrauch, beschrieben werden, es sey mit Träncken, Säjft, Syrupen, Conseruen, Latwergen, Wassern Puluer, Extracten, Oelen, Saltz, Salben, Pflastern, vnd dergleichen: Darinnen auch vber tausendt hochbewärte vortreffliche Experiment vnd heimliche Künste angezeigt werden. Allen Aertzten, Apoteckern, Wundtärtzten, Schmieden, Gärtnern, Kochen, Kellern, Hebammen, Hauss Vätern, vnd allen andern Liebhabern der Artzney sehr nützlich: Auss langwiriger vnd gewisser erfahrung, vnserem geliebten Vatterlandt zu Ehren, mit sondern Fleiss trewlich beschrieben, Durch Jacobum Theodorum Tabernaemontanum, der Artzney. Doctorem, vnd Churfürstlicher Pfaltz Medicum. Jetzt wiederumb mit vielen schonen newen Figuren, auch nützlichen Artzneyen, vnd andern guten Stücken, Sonderlich aber das Ander Theil mit sondern Fleiss gemehret. Johannes Bassaeus, Johann Dreutels, Nicolaus Hoffman: Frankfurt am Main 1613, 3 Bände (Digitalisat, Das ander Theyl).
- 2., unveränderte Auflage: Johann Dreutel, Frankfurt am Main 1625 (Digitalisat).
- De Lapidis Bezaar Orient, et Occident. Cervini item et Germanici Ortv, Natvra, Différentes, veroque vsu ex Veterum & Recentiorum placitis Liber hactenus non editus. Conrad Waldkirch, Basel 1613 (Digitalisat).
- 2. Auflage, Ludwig König, Basel 1624.
- 3. Auflage, Ludwig König, Basel 1625 (Digitalisat).
- De hermaphroditorum monstrosorumque partuum natura ex Theologorum, Jureconsultorum, Medicorum, Philosophorum, & Rabbinorum sententia: libri duo hactenus non editi: plane Philologici, infinitis exemplis illustrati., Hieronymus Galler, Oppenheim 1614 (Digitalisat).
- Nachdruck: Frankfurt am Main 1614.
- Nachdruck: Matthäus Merian, Frankfurt am Main 1629.
- De homine oratio. Basel 1614 (Digitalisat) – Antrittsvorlesung.
- Vivae imagines partium corporis humani. Frankfurt am Main 1620.
- ΠΡΟΔΟΜΟΣ [Prodromus] Theatri botanici, in qvo svpra sexcentae ab ipso primùm descriptae cum plurimis figuris proponitur. Paul Jacobi, Frankfurt am Main 1620 (Digitalisat).
- 2. Auflage, Basel 1671 (Digitalisat).
- Catalogus plantarum circa Basileam sponte nascentium. Johann Jakob Genath, Basel 1622
- ΠΙΝΑΞ [Pinax] Theatri botanici sive Index in Theophrasti Dioscoridis Plinii et Botanicorvm qui à Seculo scripserunt Opera Plantarvm circiter sex millivm ab ipsis exhibitarvm nomina cvm earundem Synonymiis & differentiis methodice secundùm earum genera & species proponens. Opvs XL. annorvm Hactenus non editum summoperè expetitum ad auctores intelligendos plurimùm faciens. Ludwig König, Basel 1623 (Digitalisat).
- Theatri Botanici sive Historiae Plantarvm ex Vetervm et Recentiorvm placitis propriaq. observatione concinnatae Liber Primvs. Johannes König, Basel 1658 (Digitalisat). – postum
Disputationen
- Praeludia anatomica. Basel 1601 (Digitalisat) – Respondent: Philipp Höchstetter.
- Disputatio secunda: De partibus Humani Corporis Theses. Conrad Waldkirch, Basel 1602 – Respondent: Philipp Höchstetter.
- Disputatio tertia: De Ossium natura Theses. Conrad Waldkirch, Basel 1604 – Respondent: Johann Heinrich Froelich.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Agnes Arber. Herbals. Their origin and evolution. Cambridge 1912, S. 94–97 (online).
- Heinrich Buess: Bauhin, Caspar. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 1. Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 650 (deutsche-biographie.de).
- Hans Peter Fuchs-Eckert: Die Familie Bauhin in Basel. Caspar Bauhin – Erster ordentlicher Professor der Anatomie und Botanik an der Universität Basel. In: Bauhinia. 6/2 (1979), S. 311–329; 7/2 (1981) 45–62; 7/3 (1982), S. 135–153
- J. W. Heß: Kaspar Bauhin’s, des ersten Professors der Anatomie und Botanik an der Universität Basel, Leben und Charakter. Schweighauser, Basel 1860 (online).
- Carl Jessen: Bauhin, Caspar. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 151 f.
- Huldrych M. F. Koelbing: Bauhin, Caspar. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Gustav Steiner: Aerzte und Wundaerzte, Chirurgenzunft und medizinische Fakultät in Basel. In: Basler Jahrbuch. 1954, S. 179–209, hier: S. 192–194.
- Tilmann Walter: Roots of modern botany: The Basel professor Caspar Bauhin (1560–1624) and his botanical network. In: History of Science 63 (2025), S. 245–273.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bauhin, Caspar in Rektoren der Universität Basel, (abgerufen am 18. Januar 2013)
- ↑ Gustav Steiner: Aerzte und Wundaerzte, Chirurgenzunft und medizinische Fakultät in Basel. 1954, S. 192–193.
- ↑ Hans Peter Fuchs-Eckert: Caspar Bauhin – Erster ordentlicher Professor der Anatomie und Botanik an der Universität Basel. In: Die Familie Bauhin in Basel. In Bauhinia Band 7, Nr. 2, 1981, S. 45–62.
- ↑ Jörg Stöcklin und Jurriaan M. de Vos: Caspar Bauhin's life (1560-1624) - Academic career, achievements as a botanist and his herbarium. In: Bauhinia. Band 29, 2023, S. 7–16, doi:10.12685/bauhinia.1346.
- ↑ Barbara I. Tshisuaka: Bauhin, Caspar. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 154–155.
- ↑ Der Erfolg der Medizin an der Universität Basel ab 1570. In: Universität Basel. Abgerufen am 13. November 2024.
- ↑ A botanical collection as the culmination of a life’s work. In: University of Basel. Abgerufen am 13. November 2024 (englisch).
- ↑ Huldrych M. F. Koelbing: Caspar Bauhin. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). 2. Juli 2002, abgerufen am 10. November 2024.
- ↑ Charles Plumier: Nova Plantarum Americanarum Genera. Leiden 1703, S. 26.
- ↑ Carl von Linné: Critica Botanica. Leiden 1737, S. 91.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Werke von und über Caspar Bauhin in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Publikationen von und über Caspar Bauhin im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
- Literatur von und über Caspar Bauhin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Autoreneintrag für Caspar Bauhin beim IPNI
- Noah Regenass: Eine Ordnung für Blätter und Blüten
- Die ganze Welt in einem Herbarium – Selbstführung und Jubiläumsaustellung zum 400. Todestag von Caspar Bauhin
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bauhin, Caspar |
| ALTERNATIVNAMEN | Bauhin, Gaspard |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Mediziner und Botaniker |
| GEBURTSDATUM | 17. Januar 1560 |
| GEBURTSORT | Basel |
| STERBEDATUM | 5. Dezember 1624 |
| STERBEORT | Basel |