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Becherkätzchen

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Becherkätzchen

Garrya congdonii

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Garryales
Familie: Garryaceae
Gattung: Becherkätzchen
Wissenschaftlicher Name
Garrya
Douglas ex Lindl.

Die Becherkätzchen (Garrya) sind eine Pflanzengattung mit. Sie gehören wie die Aukuben zur Familie der Garryaceae zu der Ordnung Garryales. Die 13 bis 18 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.

Vegetative Merkmale

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Bei Garrya-Arten handelt es sich um immergrüne Sträucher oder kleine Bäume, die Wuchshöhen und Pflanzendurchmesser von bis zu 4 Metern erreichen können. Sie haben gegenständige und ledrige, ganzrandige Laubblätter, die an der Unterseite dicht behaart (Garrya elliptica) sein können. Nebenblätter fehlen. Die Blätter sind spitz bis stumpf oder abgerundet und öfters stachelspitzig.[1] Der Blattrand ist oft wellig und leicht umgebogen.

Generative Merkmale

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Garrya-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die end- oder achselständigen, hängenden, schlanken, langen und seidigen, kätzchenartigen Blütenstände blühen ab der zweiten Winterhälfte bis zum frühen Sommer. Es sind bei den Blüten jeweils verwachsene Deckblätter vorhanden. Die vierzähligen und gestielten männlichen und die sitzenden weibliche Blüten sitzen an verschiedenen Pflanzenexemplaren, Kronblätter fehlen. Männlich Blüten besitzen 4 Staubblätter sowie ein vierteiliges Perianth, die weiblichen ein reduziertes oder zweiteiliges. Der einkammerige Fruchtknoten ist unterständig mit zwei Griffeln mit länglichen, herablaufenden Narben. Die Blüten der männlichen Kätzchen sind auffälliger und in der zweiten Winterhälfte zu sehen. Die weiblichen Pflanzen tragen im Sommer Trauben von blauen bis schwärzlichen, fleischigen Früchten.

Es werden meist bis zweisamige, eiförmige bis rundliche, teils „bereifte“ Beeren mit Narbenresten gebildet die dann eintrocknen.

Garrya buxifolia
Garrya flavescens mit Früchten
Garrya veatchii

Taxonomie, Systematik und Verbreitung

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Die Gattung der Becherkätzchen (Garrya) wurde 1834 von John Lindley in Edwards's botanical register Band 20 Tafel 1686 erstbeschrieben. Lindley übernahm den Namen von David Douglas. Douglas ehrte mit dem Gattungsnamen den Vizegouverneur Nicholas Garry (1782–1856), der ihm bei seinen Reisen in Nordamerika geholfen hatte.[2]

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in der Neuen Welt in Kalifornien, West- und Zentralamerika und den Karibischen Inseln. Sie wachsen dort in den Wäldern. In England verwildern sie in Meeresnähe.

In der Gattung Garrya gibt es etwa 16 Arten:[3]

Frucht und Samen von Garrya wrightii

Garrya-Arten und ihre Sorten werden wegen ihrer ledrigen Blätter und prächtigen Blütenkätzchen geschätzt. Sie bevorzugen gut drainierte Böden und sind dann tolerant in ihren Ansprüchen. Sie gedeihen gut auf mäßig gedüngten, frischen, sonnigen bis halbschattigen Standorten. In kalten Wintern ist Winterschutz angebracht. Die Art Garrya elliptica und ihre Sorte Garrya elliptica ‘James Roof’ gelten als hinreichend winterhart, aber sehr frostempfindlich.[4]

  • John Kelly, John Hillier: The Hillier: Bäume und Sträucher. 2. überarbeitete Auflage, 2004, ISBN 3-87815-204-3.
  • Michael G. Simpson: Plant Systematics. Third Edition, Academic Press, 2019, ISBN 978-0-12-812628-8, S. 400 f.
  • Garrya in der Flora of North America, Vol. 12.
Commons: Becherkätzchen (Garrya) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Alice Eastwood: Notes on Garrya with Descriptions of New Species and Key. In: Notes on Garrya with Descriptions of New Species and Key. 36(6), 1903, S. 456–463.
  2. Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Garrya. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 1. November 2018.
  4. Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 5.