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Gareth Hall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Gareth Hall
Personalia
Voller Name Gareth David Hall
Geburtstag 20. März 1969
Geburtsort Croydon, England
Größe 173 cm
Position Außenverteidiger (rechts)
Junioren
Jahre Station
FC Chelsea
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1986–1996 FC Chelsea 138 (4)
1995 → AFC Sunderland (Leihe) 1 (0)
1996–1998 AFC Sunderland 47 (0)
1997 → FC Brentford (Leihe) 6 (0)
1998–2001 Swindon Town 87 (3)
2001–2006 FC Havant & Waterlooville
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1988–1992 Wales 9 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Gareth David Hall (* 20. März 1969 in Croydon) ist ein in England geborener, ehemaliger walisischer Fußballspieler. Zumeist als rechter Außenverteidiger eingesetzt, war er vor allem für seine Zeit beim FC Chelsea bekannt und absolvierte dazu zwischen 1988 und 1992 neun Länderspiele für Wales.

Sportlicher Werdegang

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Hall war ein vielversprechendes Talent aus der Jugendakademie des FC Chelsea und führte gleichsam die Nachwuchs- und Reservemannschaft als Kapitän an. Bereits kurz nach seinem 18. Geburtstag debütierte er am 5. Mai 1987 per Einwechslung für Keith Dublin gegen den FC Wimbledon (1:2). Die „Blues“ waren gegen Ende der 1980er-Jahre sehr instabil und dass Halls Karriere nur sehr schleppend fortschritt lag für ihn als junger rechter Außenverteidiger an der großen Konkurrenz in Gestalt von Steve Clarke. In dessen Schatten absolvierte er 13 Ligapartien in der Erstligasaison 1987/88, davon acht in der Startelf, nunmehr im defensiven Mittelfeld. Unglücklicherweise stieg Chelsea in dem Jahr in die Zweitklassigkeit ab, jedoch fand er danach in dem neuen Trainer Bobby Campbell einen Förderer und entwickelte sich darüber hinaus im Jahr 1988 auch zum walisischen Nationalspieler. Beim umgehenden Wiederaufstieg als Zweitligameister bestritt Hall nunmehr immerhin 22 Ligapartien. Zurück in der englischen Eliteklasse blieb Hall weiter zumeist Ersatzmann hinter Clarke, bevor er den Schotten aufgrund einer einmonatigen Verletzungspause vertrat und sogar seine ersten beiden Tore für Chelsea schoss, zunächst ein Treffer zum 1:0-Sieg daheim gegen Manchester United und anschließend ein Tor im Halbfinale des Full Members Cup gegen Crystal Palace. Beim zuletzt genannten Turnier war er auch Teil der Finalmannschaft, die mit 1:0 den FC Middlesbrough besiegte.[1]

Aufgrund von Streitigkeiten zwischen Clarke und Trainer Campbell war Hall auch zu Beginn der Saison 1990/91 erste Wahl auf der rechten Abwehrseite. Diese Entscheidung wurde von einem Großteil von Chelseas Anhängern kritisch gesehen, die ihm seine hohe Einsatzbereitschaft zwar nicht absprachen, ihn aber als „hektisch“ und nicht-adäquaten Ersatz für Clarke einstuften. Nach Ablauf der Spielzeit trat Campbell nach einer enttäuschenden Platzierung im Mittelfeld von seinem Amt zurück und wurde durch den Schotten Ian Porterfield ersetzt. Dieser sorgte umgehend für die Rückkehr seines „Landsmanns“ auf die rechte Abwehrseite und nach gerade einmal zehn Ligaeinsätzen in der Spielzeit 1991/92 bat Hall Porterfield um eine Transferfreigabe. Dem Wunsch wurde nicht stattgegeben und stattdessen startete Hall in die neue Premier League überraschend als Linksverteidiger; eine Verletzung bei Clarke im September 1992 sorgte dafür, das er im weiteren Verlauf der restlichen Saison dort vermehrt eingesetzt wurde. Seine wohl besten Leistungen zeigte er dann ab Februar 1993 unter Porterfields interimistischem Nachfolger David Webb, der Hall plötzlich als Spielmacher im Mittelfeld aufbot. Besonders für seine Darbietung beim 4:0 gegen Middlesbrough verschaffte ihm Anerkennung für seine neue Rolle. Es sollte bei einem kurzen dreimonatigen Intermezzo bleiben. Als Glenn Hoddle als neuer Spielertrainer verpflichtet wurde, verpasste er dem Team ein komplett neues System. Als rechter „Schienenspieler“ war Clarke die deutlich bessere Wahl (die ihm später die vereinsinterne Auszeichnung zum besten Spieler einbrachte) und für die Mittelfeldrolle hatte Hoddle Gavin Peacock vorgesehen. In den folgenden beiden Jahren stand Clarke jeweils nur viermal in Pflichtspielen in der Startelf und auch im Finale des FA Cups gegen Manchester United (0:4) war er im Mai 1994 nicht Teil des Kaders. Spätestens in dieser Phase war klar, dass Halls Karriere stagnierte und als in der Folgezeit hochkarätige Neuzugänge wie Ruud Gullit, Mark Hughes und Dan Petrescu zu Chelseas Mannschaft stießen, standen die Zeichen endgültig auf Abschied. Gelegentlich half er als Linksverteidiger aus und dabei setzte er im November 1995 einen letzten Glanzpunkt mit einem eigenen Tor zum 3:2-Sieg gegen die Bolton Wanderers. Im Februar 1996 wechselte er für die Ablösesumme von 300.000 Pfund zum Zweitligisten AFC Sunderland.[2]

Weitere Vereinsstationen

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Hall hatte bereits vor seinem „fixen“ Wechsel nach Sunderland leihweise im Dezember 1995 für die „Black Cats“ gespielt. Im Verlauf der Saison 1995/96 bestritt er 14 Partien und trug so zum Zweitliga-Meistertitel sowie zum Aufstieg in die Premier League unter Trainer Peter Reid bei. In der Premier-League-Spielzeit 1996/97 war Hall mit 32 Einsätzen Stammspieler und wichtiger Pfeiler auf der rechten Abwehrseite im Abstiegskampf – letztlich jedoch ohne Erfolg, da Sunderland auf Rang 18 in die Zweitklassigkeit zurückfiel. Beim folgenden Neuaufbau in der Saison 1997/98 wurde Hall dann aussortiert; stattdessen agierte er leihweise im Oktober 1997 für einen Monat beim Drittligisten FC Brentford. Nach seiner Rückkehr spielte er nur noch zweimal für Sunderland, bevor sein Vertrag im Mai 1998 auslief. Nächster Verein wurde im direkten Anschluss der Zweitligist Swindon Town. In seinen ersten beiden Spielzeiten unter Trainer Jimmy Quinn (bzw. bis September 1998 noch unter Steve McMahon) gehörte er zur Stammformation und bestritt Hall 87 Pflichtspiele, an deren Ende jedoch der Abstieg in die dritte Liga als Tabellenletzter stand. Nach der Ernennung von Colin Todd zum Trainer im Mai 2000 schmälerte sich Halls sportliche Bedeutung, da ihm mitgeteilt wurde, keine Zukunft im Verein mehr zu haben und ablösefrei wechseln zu können. Dennoch nahm Hall weiterhin am Training teil und kam zu einigen wenigen Einsätzen, bevor er den Verein im Mai 2001 dann tatsächlich verließ.[3]

Damit endete Halls sportliche Laufbahn in den Profiligen. Im Juli 2001 schloss er sich dem semiprofessionellen Verein FC Havant & Waterlooville und ließ in der Isthmian League bis 2006 seine aktive Karriere auslaufen.[4]

Walisische Nationalmannschaft

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Hall wurde zwar in London geboren, war aber aufgrund der walisischen Wurzeln seiner Mutter auch spielberechtigt für Wales. So blieb sein frühes Debüt im Mai 1987 für den FC Chelsea auch dem walisischen Nationaltrainer Terry Yorath nicht vorenthalten. Dabei hatte Hall noch vor Yoraths Cheftrainerdebüt seinen Einstand am 23. März 1988 gegen Jugoslawien (1:2) unter Interimscoach David Williams per Einwechslung für Barry Horne gegeben. Unter Yorath absolvierte Hall im Jahr 1988 vier weitere Länderspiele, darunter zwei Partien im Rahmen der WM-Qualifikation gegen die Niederlande (0:1) und Finnland (2:2). Zuvor war er in einem Freundschaftsspiel Teil des Teams gewesen, das auswärts überraschend gegen Italien mit 1:0 gewonnen hatte. Die frühen Einsätze sorgten jedoch nicht dafür, dass er regelmäßig für Wales auflief und in den Jahren 1989 bis 1992 absolvierte Hall jeweils nur ein einziges Länderspiel. Seinen letzten Einsatz bestritt er am 29. April 1992 per Einwechslung bei einem 1:1-Unentschieden im Freundschaftsspiel auswärts gegen Österreich.[5]

Titel/Auszeichnungen

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Einzelnachweise

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  1. ↑ Gareth HALL - Chelsea FC - League Appearances (Sporting Heroes)
  2. ↑ Gareth HALL - Chelsea FC - Biography (Part 2) 1990/91-1995/96 (Sporting Heroes)
  3. ↑ Player Profile Gareth HALL (TownEnders)
  4. ↑ OTD: GARETH HALL DEBUT (A Love Supreme)
  5. ↑ Gareth Hall (National Football Teams)