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Gabriel Raab

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Gabriel Raab (2025)

Gabriel Johannes Raab (* 15. Juli 1981 in Tyrlaching) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben

Gabriel Raab wurde als Sohn eines Bildhauers und einer Bildenden Künstlerin geboren. Er wuchs in Oberammergau auf, wo er im Jahr 2000 erste Erfahrungen als Schauspieler bei den Oberammergauer Passionsspielen unter der Regie von Christian Stückl sammelte.[1] Nach dem Abitur am Benediktinergymnasium Ettal begann Raab 2001 eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München, die er 2004 abschloss.[1][2]

Unter dem Namen „Punch Owl“ veröffentlichte er im Oktober 2025 auf Apple Music mit seiner Band die Songs „Zig Zag We Run“ und „You Are An Actor“, bei denen er für Text und Gesang verantwortlich ist.[3] Privat ist er seit 2014 mit der Malerin Alina Birkner zusammen.[4] Das Paar lebt in Murnau am Staffelsee.[5]

Karriere

Theater

Erste Theaterengagements hatte Raab am Schauspielhaus Bochum und am Schauspielhaus Zürich, wo er in der Spielzeit 2004/05 in Molières Komödie Der Geizige unter der Regie von Werner Düggelin die Rolle des Cléante verkörperte.[6][7]

Von 2006 bis 2009 war Raab festes Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater. Dort spielte er unter anderem in Baal von Bertolt Brecht unter der Regie von Hans Neuenfels, in Frank Wedekinds Frühlings Erwachen, in Shakespeares Macbeth und Ein Sommernachtstraum sowie in Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist.[8][9][10][11][12]

Von 2007 bis 2009 verkörperte Raab die Rolle des Mammon an der Seite von Peter Simonischek als Jedermann bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Christian Stückl.[13][14][15][16]

2015 gastierte er bei den Nibelungenfestspielen Worms.[17]

Film und Fernsehen

Sein Filmdebüt gab Raab 2003 unter der Regie von Tim Fehlbaum in dem Kurzfilm Für Julian. Seit 2007 steht Raab regelmäßig für Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Mittlerweile hat er in über 100 Film- und TV-Produktionen mitgewirkt.[18]

Seine erste Hauptrolle hatte er als Bauernsohn in dem für den Bayerischen Rundfunk inszenierten Fernsehdrama Totentanz mit Rosalie Thomass und Michael Mendl unter der Regie von Corbinian Lippl.[19] Es folgten weitere Rollen in diversen Film- und Fernsehformaten, u. a. in den Krimireihen Kommissarin Lucas und Polizeiruf 110. In der Entführungskomödie Mein Vater, seine Freunde und das ganz schnelle Geld (2011) spielte Raab an der Seite von Uwe Ochsenknecht unter der Regie von Max Färberböck die Hauptrolle.

Seit 2015 ist Raab als Kommissar Jonas Kerschbaumer in der ARD-Krimireihe Der Bozen-Krimi im Ermittlungsteam an der Seite von Chiara Schoras zu sehen.[20]

In der ZDF-Fernsehreihe Marie fängt Feuer, die sich um die Hauptfigur Marie (Christine Eixenberger) und die Freiwillige Feuerwehr in Wildegg dreht, übernahm Raab von 2016 bis 2021 eine feste Ensemblerolle als Dorfpolizist Marco Stober.[21]

In dem Alpen-Thriller Liebe bis in den Mord (2016) spielte Raab unter der Regie von Thomas Nennstiel den Gegenspieler von Felicitas Woll.[22] Die Frankfurter Neue Presse schrieb hierzu: „Neben Felicitas Woll überzeugt besonders Raab mit einer provozierenden Mischung aus Boshaftigkeit und souveränem Selbstbewusstsein“.[23]

In der 12. Staffel der TV-Serie Der Bergdoktor (2019) übernahm Raab eine Episodenhauptrolle als Patient Lennart Breithaupt, der bei einem durch seine Medikamentenabhängigkeit selbst verschuldeten Autounfall seine Ehefrau verloren hat und um seine mittlerweile bei ihrem Großvater lebende Tochter kämpft.[24] 2023 spielte er in der 3. Staffel der TV-Serie Der Pass mit. Es folgten in den Jahren 2024 und 2025 Episodenrollen in den TV-Serien SOKO Donau/SOKO Wien, Die Chefin, Der Alte und Die Bergretter.

Seit 2025 ist er in der ZDF-Filmreihe Frühling als Gynäkologe Dr. André Fabianski zu sehen.[25]

Neben zahlreichen Fernsehproduktionen wirkte Raab auch in einigen Kinofilmen mit, wo er mit Hans Steinbichler, Ralf Westhoff, Jalmari Helander und Laura Thies arbeitete. In dem Filmdrama Stiller (2025) war er unter der Regie von Stefan Haupt als „Dr. Bretscher“ zu sehen.

Filmografie

Spielfilme

  • 2003: Für Julian (Kurzfilm)
  • 2004: Hypochonder
  • 2004: Vater werden ist nicht schwer …
  • 2005: Guten Morgen Hamburg
  • 2006: Wasted
  • 2007: Wie es bleibt
  • 2007: Weißt, was geil wär?
  • 2008: Die zweite Frau
  • 2008: Deutschland 09/Fraktur
  • 2009: Totentanz
  • 2009: Zwei Zimmer, Balkon (Kurzfilm)
  • 2009: Brief an einen Freund (Kurzfilm)
  • 2010: Lovelab
  • 2011: Mystery Cache
  • 2011: Geschwisterherzen (Kurzfilm)
  • 2013: Mein Vater, seine Freunde und das ganz schnelle Geld
  • 2014: Wir sind die Neuen
  • 2021: Faltenfrei
  • 2021: Weißbier im Blut
  • 2023: Filip
  • 2025: Stiller

Fernsehserien und -reihen

Theater (Auswahl)

Hörspiele und Features

Commons: Gabriel Raab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tanja Brinkmann: Früher Passionsbühne, heute Fernsehkamera: Gabriel Raab aus Oberammergau macht als Schauspieler Karriere. In: Münchner Merkur vom 14. April 2023. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  2. Gabriel Raab bei der Agentur Carola Studlar, abgerufen am 17. November 2021
  3. „You Are An Actor“. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  4. Gabriel Raab: Hat der "Bozen-Krimi"-Star eine Ehefrau?. In: OK! Magazin vom 19. März 2026. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  5. Von den Passionsspielen zum Film: Schauspieler Gabriel Raab im Gespräch. Abgerufen am 24. Mai 2026.
  6. Gabriel Raab bei Crew United. Abgerufen am 14. Mai 2026
  7. Der Geizige (2005). Besetzung und Produktionsdetails. Abgerufen am 14. Mai 2026
  8. Wolf Banitzki: Aufbegehren wäre angebracht. Aufführungskritik. Abgerufen am 14. Mai 2026
  9. C.M.Meier: Wissen statt Leben. Aufführungskritik. Abgerufen am 14. Mai 2026
  10. C.M.Meier: Wenn man Mann spielt. Aufführungskritik. Abgerufen am 14. Mai 2026
  11. Wolf Banitzki: Wenn Leidenschaft leiden schafft. Aufführungskritik. Abgerufen am 14. Mai 2026
  12. Wolf Banitzki: Der Kohlhaas-Report. Aufführungskritik. Abgerufen am 14. Mai 2026
  13. Jedermann. Besetzung 2007. Aufführungsdatenbank der Salzburger Festspiele. Abgerufen am 14. Mai 2026
  14. Jedermann. Besetzung 2008. Aufführungsdatenbank der Salzburger Festspiele. Abgerufen am 14. Mai 2026
  15. Jedermann. Besetzung 2009. Aufführungsdatenbank der Salzburger Festspiele. Abgerufen am 14. Mai 2026
  16. Das Kraftzentrum. Aufführungskritik. In: Münchner Merkur vom 27. Juli 2009. Abgerufen am 14. Mai 2026
  17. Gemetzel von Albert Ostermaier (2015). Besetzung und Produktionsdetails. Abgerufen am 14. Mai 2026
  18. Gabriel Raab bei IMDb. Abgerufen am 15. Mai 2026.
  19. Gabriel Raab: Hauptrolle in "Totentanz". In: Münchner Merkur vom 4. November 2008. Abgerufen am 3. Mai 2026
  20. Gabriel Raab ist Jonas Kerschbaumer. Abgerufen am 14. Mai 2026
  21. Tilmann P. Gangloff: Marie fängt Feuer – Allein war gestern + Nichts als die Wahrheit. TV-Kritik bei tittelbach.tv. Abgerufen am 14. Mai 2026
  22. Tilmann P. Gangloff: Liebe bis in den Mord – ein Alpenthriller. TV-Kritik bei tittelbach.tv. Abgerufen am 14. Mai 2026
  23. Ulrich Feld: "Liebe bis in den Mord": Hochgradig fesselnd. TV-Kritik. In Frankfurter Neue Presse vom 7. November 2018. Abgerufen am 14. Mai 2026
  24. Ulrich Feld: Drama um den Gruberhof: Verliert die Familie alles?. In: BUNTE vom 24. Januar 2019. Abgerufen am 14. Mai 2026
  25. Lena Zschirpe: „Frühling“ im ZDF: Neue Folge scheitert an Logikfehler. TV-Kritik. In Ruhr24.de vom 22. Januar 2026. Abgerufen am 14. Mai 2026
  26. Schwarzer Freitag für Robinson (3. Teil). Abgerufen am 14. Mai 2026.
  27. Orlando. Abgerufen am 14. Mai 2026.
  28. Saal 101 – Das Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess