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Fröhlich, Frei, Spaß dabei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fun and Fancy Free)
Film
Titel Fröhlich, Frei, Spaß dabei
Originaltitel Fun and Fancy Free
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1947
Länge 73 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Disney Animation
Stab
Regie
Drehbuch
Produktion Walt Disney
Musik
Kamera Charles P. Boyle
Schnitt Jack Bachom
Besetzung und Synchronisation

Fröhlich, Frei, Spaß dabei (auch Disneys wackere Helden) ist der neunte abendfüllende Disney-Zeichentrickfilm und startete am 27. September 1947 in den US-Kinos. Als vierter von sechs Anthologie-Filmen des Studios aus den 1940ern besteht er aus verschiedenen Segmenten statt einer einzelnen Geschichte.

In Deutschland erschien der Film erst in den 1980er-Jahren als stark bearbeitete Video-Fassung unter dem Titel Micky, Donald und Goofy im Märchenland, in der die Rahmenhandlung durch den Kurzfilm Ben und Ich ersetzt wurde. Die Originalfassung in deutscher Sprache wurde erstmals am 14. September 1999 auf Video veröffentlicht. Hierfür wurde der komplette Film neu synchronisiert. Dabei wurden einige Lieder im englischen Original belassen.

Der Film besteht aus zwei Teilen, die durch eine Rahmenhandlung verbunden werden. Der Film beginnt mit einem Lied von Grille Jiminy Cricket aus Pinocchio. Anschließend hört er sich eine Schallplatte an, auf der Dinah Shore die Geschichte von Bongo erzählt.

Bongo basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Sinclair Lewis, erstmals 1930 veröffentlicht in der Cosmopolitan. Dem Zirkusbär Bongo gefällt es im Zirkus nicht mehr. Er bricht aus und trifft im Wald auf andere Bären, deren Sitten er jedoch nicht kennt. Um das Herz seiner Herzdame Lulubelle zu erobern, muss er erst seinem Rivalen Lumpjaw gegenübertreten.

Anschließend begibt sich Jiminy Cricket in das Haus von Edgar Bergen, wo dieser in einer Spielszene einem Kind sowie seinen zwei Bauchrednerpuppen Charlie McCarthy und Mortimer Snerd das englische Märchen Hans und die Bohnenranke erzählt:

In Micky und die Kletterbohne klettern Micky Maus, Donald Duck und Goofy eine Kletterbohne hinauf, um die Singende Harfe aus dem Haus von Willi, dem Riesen, zu retten.

Als Edgar Bergen das Märchen mit der Rettung der Harfe beendet, öffnet der Riese das Dach von Bergens Haus auf der Suche nach Mickey Maus und geht den Berg hinunter nach Hollywood.

Besetzung und Synchronisation

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Figur Originalsprecher Deutscher Sprecher (1980) Deutscher Sprecher (1992)
Jiminy Grille Cliff Edwards Willi Röbke Mogens von Gadow
Erzähler und Solist (Bongo) Dinah Shore
Micky Mause Walt Disney
Jim Macdonald
Harry Wüstenhagen Mario von Jascheroff
Donald Duck Clarence Nash Clarence Nash Peter Krause
Goofy Pinto Colvig Jürgen Kluckert Walter Alich
Die Singende Harfe Anita Gordon Susanne Tremper
Willie der Riese Billy Gilbert Gernot Duda Wolfgang Kühne
Edgar Bergen
(„Charlie McCarthy“
„Mortimer Snerd“)
Luana Patten
  • Es werden folgende Songs gesungen: I'm Happy Go Lucky Fellow, Fun and Fancy Free, My, What a Happy Day, Fe Fi Fo Fum und My Favorite Dream. Der Song I'm Happy Go Lucky Fellow, den Jiminy Cricket am Anfang singt, wurde ursprünglich für Pinocchio geschrieben und aufgenommen, aber dann doch nicht verwendet.
  • Als Micky und die Kletterbohne in den 1960er-Jahren einzeln im Fernsehen gezeigt wurden, wurden die Szenen mit Edgar Bergen und seinen Freunden durch neu animierte Szenen mit der Disney-Figur Primus von Quack (Ludwig Von Drake) ersetzt, der in dieser Fassung als Erzähler dient.
  • Für das Segment Micky und die Kletterbohne gab es eine Szene im Storyboard, in der Micky Maus die Kuh an die Königin des glücklichen Tals (Minnie Maus) verkauft. Diese Szene wurde aber nicht animiert. In einer frühen Storyboard-Version verkauft zudem Honest John Foulfellow – der Fuchs aus Pinocchio – Micky Maus die magischen Bohnen. Das wurde aber für die endgültige Kinofassung geändert.
  • Das Segment war zudem das letzte Mal, dass Walt Disney Micky Maus seine Stimme lieh. Jedoch übernahm Jim MacDonald die Stimme Mickys bereits in einigen Teilen des Films, als Disney keine Zeit mehr hatte. Billy Gilbert, die Stimme von Riese Willi (Willie, the Giant), war ein bekannter Radio-Komiker und -Sprecher und die Stimme von Hatschi in Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937).
Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 73 %[1]
Metacritic (Metascore) 66/100[2]
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[3]

Fröhlich, Frei, Spaß dabei erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend positive Besprechungen und ordnet den Film damit als „Frisch“ ein.[1] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.[2] Die Nutzer der Filmdatenbank IMDb setzen ihn auf Platz 57 der 64 „Disney Meisterwerke“.[4]

VHS

  • Fun and Fancy Free. USA, 1982.
  • Fröhlich, Frei, Spaß dabei. Walt Disney Home Video, 1999.

Laserdisc

  • Fun and Fancy Free. 50th Anniversary Edition. USA, 1998.

DVD

  • Fun and Fancy Free (Disney Gold Classic Collection). Walt Disney Home Video, 2000.
  • Fröhlich, Frei, Spaß dabei. Special Collection. Walt Disney Home Video, 2003.
  • Disney Classics: Fröhlich, Frei, Spaß dabei. Walt Disney Studios Home Entertainment, 2017.
  • Sinclair Lewis: Bongo. (Originaltitel: Bongo). Deutsch von Franz Fein. Mit Zeichnungen von Hilde Bauer. Privatdruck der Hauserpresse (Hans Schaefer), Frankfurt am Main 1932.
  1. a b Fröhlich, Frei, Spaß dabei. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch, aggregiert aus 11 Kritiken).
  2. a b Fröhlich, Frei, Spaß dabei. In: Metacritic. Abgerufen am 10. November 2024 (englisch, aggregiert aus 6 Kritiken).
  3. Sandra Brennan: Fröhlich, Frei, Spaß dabei (Memento vom 16. Juni 2023 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
  4. The 64 Disney Animated Classics. In: IMDb. Amazon, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, Wertung SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol).