In Nordamerika ist es in verschiedenen Formen zugelassen und wird bei Mikrosporidiose eingesetzt.[1] Eine topische Anwendung kann bei mikrosporidialer Keratokonjunktivitis erfolgen. Bei Nosemose wird es in Zuckersirup gemischt.
Fumagillin bindet über das Spiroepoxid irreversibel an eine Histidingruppe von Methionin-Aminopeptidasen (MetAP)[1], die neu synthetisierte Proteine um die dem Start-codon entsprechende N-terminale Methioningruppe verkürzen. Da dieser Schritt für die Biosynthese funktionaler Proteine essentiell ist, sterben Organismen mit nur einem Subtyp an MetAP. Aus diesem Grund werden MetAP-Inhibitoren und somit auch Fumagillin und seine Derivate unter anderem als potentielle Antibiotika erforscht. Es wurde des Weiteren beobachtet, dass Fumagillin beim Menschen, der zwei MetAP-Subtypen besitzt, die Angioneogenese hemmt,[4] was dazu geführt hat, dass Fumagillin und seine Derivate als Medikamente in der Krebstherapie erforscht wurden bzw. werden.[1]
Da Gewichtsverlust beobachtet wurde, wird an Derivaten geforscht.
In klinischen Studien hat sich gezeigt, dass Fumagillin als Medikament zur Krebstherapie, aufgrund seiner hohen Neurotoxizität, ungeeignet ist, was zur Entwicklung von zahlreichen synthetischen und halbsynthetischen Derivaten geführt hat.[5]
Apiculture Factsheet: Nosema, März 2012 (PDF; 113 kB; englisch)
Fumagillin and Fumarranol Interact with P. falciparum Methionine Aminopeptidase 2 and Inhibit Malaria Parasite Growth In Vitro and In Vivo. In: Chemistry & Biology, Volume 16, Issue 2, 193-202, 27 February 2009, doi:10.1016/j.chembiol.2009.01.006
↑Exemplarisch werden hier nur TNP470: "Ingber, D.; Fujita, T.; Kishimoto, S.; Sudo, K.; Kanamaru, T.; Brem, H.; Folkman, J.; Nature 1990, 348, 555." und CKD-731: "Han, C. K.; Ahn S. K.; Bioorganic & Medicinal Chemistry Letters 2000, 10(1), 39-43." aufgeführt.
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!