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Frücht

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Wappen Deutschlandkarte
Frücht
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Frücht hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 41′ OKoordinaten: 50° 19′ N, 7° 41′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Bad Ems-Nassau
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 5,53 km²
Einwohner: 578 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56132
Vorwahl: 02603
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 044
Adresse der Verbandsverwaltung: Bleichstraße 1
56130 Bad Ems
Website: vgben.de
Ortsbürgermeister: Marco Hößel (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Frücht im Rhein-Lahn-Kreis
KarteLahnsteinLahnsteinArzbachBad EmsBechelnDausenauFachbachFrüchtKemmenauMiellenNievernBraubachDachsenhausenFilsenKamp-BornhofenOsterspaiBurgschwalbachFlachtHahnstättenKaltenholzhausenLohrheimMudershausenNetzbachNiederneisenOberneisenOberneisenSchiesheimAuelBornichDahlheimDörscheidDörscheidKaubKestertLierschiedLykershausenNochernPatersbergPrathReichenberg (Rheinland-Pfalz)Reitzenhain (Taunus)Sankt GoarshausenSauerthalWeisel (Rhein-Lahn-Kreis)Weyer (Rhein-Lahn-Kreis)AltendiezAullBalduinsteinBirlenbachCharlottenbergCrambergDiezDörnberg (Lahn)EppenrodGeilnauGückingenHambach (bei Diez)HeistenbachHirschberg (Rhein-Lahn-Kreis)HolzappelHolzheim (Aar)Horhausen (Nassau)IsselbachLangenscheidLaurenburgScheidt (Rhein-Lahn-Kreis)Steinsberg (Rheinland-Pfalz)WasenbachAllendorf (Rhein-Lahn-Kreis)Berghausen (Einrich)BerndrothBiebrich (bei Katzenelnbogen)Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis)DörsdorfEbertshausenEisighofenErgeshausenGutenackerHerold (Rheinland-Pfalz)KatzenelnbogenKlingelbachKördorfMittelfischbachNiedertiefenbachOberfischbachReckenrothRettertRoth (Rhein-Lahn-Kreis)Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis)AttenhausenDessighofenDienethalDornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis)GeisigHömbergLollschiedMisselbergNassau (Lahn)ObernhofOberwiesPohl (Nassau)Pohl (Nassau)SchweighausenSeelbach (Nassau)SinghofenSulzbach (Rhein-Lahn-Kreis)WeinährWinden (Nassau)ZimmerschiedZimmerschiedBerg (Taunus)Bettendorf (Taunus)BogelBuch (Taunus)DiethardtEhrEndlichhofenEschbach (bei Nastätten)GemmerichHainauHimmighofenHolzhausen an der HaideHunzelKasdorfKehlbach (Rheinland-Pfalz)LautertLippornMarienfelsMiehlenNastättenNastättenNiederbachheimNiederwallmenachOberbachheimObertiefenbach (Taunus)OberwallmenachOelsbergRettershainRuppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis)StrüthStrüthWeidenbach (Taunus)WelterodWinterwerbHessenLandkreis Mainz-BingenRhein-Hunsrück-KreisLandkreis Mayen-KoblenzWesterwaldkreisKoblenzLandkreis Mayen-Koblenz
Karte

Frücht ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau an.

Frücht liegt kurz vor Lahnstein am Rande des Hintertaunus, jeweils mit etwa sieben Kilometern (Luftlinie) zwischen Koblenz und Bad Ems.

Nachbarorte sind die Ortsgemeinden Miellen im Nordwesten und Nievern im Norden sowie die Städte Bad Ems im Nordosten und Lahnstein im Westen.

Zu Frücht gehört der Gemeindeteil Waldfrieden-Schweizertal.[2]

Frücht wurde 1159 erstmals als Wruhte erwähnt. Bis 1613 gehörte Frücht zur Grafschaft Nassau und wurde dann an Johann Gottfried vom Stein verkauft. Frücht gehörte zusammen mit Schweighausen zur reichsunmittelbaren Herrschaft vom Stein, deren letzter Besitzer Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein war. Dessen Herrschaftsgebiet wurde 1804/06 dem Herzogtum Nassau angeschlossen, dem es bis 1866 angehörte. Verwaltungsmäßig war Frücht dem nassauischen Amt Braubach zugeordnet.

Das Herzogtum Nassau wurde nach dem Deutschen Krieg von 1866 durch das Königreich Preußen annektiert. Nachfolgend wurde Frücht zunächst dem Rheingaukreis im Regierungsbezirk Wiesbaden der preußischen Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, ab 1886, als die bisherigen Kreise im Rahmen einer Reform verkleinert wurden, dem neu gegründeten Kreis Sankt Goarshausen (später: Landkreis Sankt Goarshausen und Loreleykreis).

Nach dem Zweiten Weltkrieg der französischen Besatzungszone zugeteilt, wurde der Ort 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Infolge der Kreisreform von 1969 wurden der Loreleykreis und der Unterlahnkreis zum heutigen Rhein-Lahn-Kreis zusammengelegt.[3]

Der Gemeinderat in Frücht besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDFWGGesamt
20245712 Sitze[4]
20194812 Sitze[5]
20145712 Sitze
20095712 Sitze
20045712 Sitze

Schultheißen und Bürgermeister

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  • 1613–1632: Thonges Dalheimer
  • 1632–1655: Arnold Schütz
  • 1655–1692: Johann Adam Wilhelmi
  • 1692–1714: Johannes Ansel
  • 1714–1735: Johann Christoph Düster
  • 1735–1767: Johann Wilhelm Crecelius
  • 1767–1771: Johann Anton Crecelius
  • 1771–1783: Johann Georg Elberskirch
  • 1783–1817: Philipp Gottfried Löwenstein
  • 1817–1821: Philipp Gottfried Schütz
  • 1821–1848: Johann Heinrich Elberskirch
  • 1848–1849: Johann Philipp Metz
  • 1849–1873: Johann Philipp Crecelius
  • 1873–1906: Friedrich Wilhelm Elberskirch
  • 1906–1934: Ernst Elberskirch
  • 1934–1945: Willi Elberskirch
  • 1945: Wilhelm Hausen (März bis September 1945)
  • 1945–1946: Julius Hausen
  • 1946–1952: Karl Hofmann
  • 1952– ? Theodor Elberskirch
  • seit 1954 Bürgermeister N. N.

Quelle:[6]

Marco Hößel wurde am 18. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Frücht.[7] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 66,2 % gegen einen Mitbewerber durchgesetzt und wurde damit für fünf Jahre zum Bürgermeister gewählt.[8]

Hößels Vorgänger Andreas Schilbach (FWG) hatte das Amt 2019 übernommen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 80,67 % gewählt worden und wurde damit Nachfolger von Dieter Hahn (SPD).[9]

Familiengruft der Reichsfreiherren vom und zum Stein

Neben der evangelischen Thomaskirche am südlichen Ortsausgang liegt die Familiengruft der Reichsfreiherren vom und zum Stein. Auch ihr bekanntestes Mitglied, der preußische Reformminister Heinrich Friedrich Karl vom Stein liegt dort begraben. Dessen Ehefrau und Eltern waren zuvor in der Kirche in Frücht beigesetzt worden und 1821 in die Gruft umgebettet.[10][11] Die Grabkapelle wurde dann 1835 bis 1843 nach Plänen des bedeutenden Münchner Architekten Joseph Daniel Ohlmüller entworfen. Die Marmorreliefs fertigten Ludwig Schwanthaler (München), der Kölner Bildhauer Peter Joseph Imhoff und Robert Cauer der Ältere (Bad Kreuznach) an.[12]

Berghausen liegt an der Kreisstraße 67, von der östlich des Ortes die K 65 abzweigt.

Commons: Frücht – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 69 (PDF; 1,9 MB).
  3. ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 154 (PDF; 2,8 MB).
  4. ↑ Frücht, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Frücht. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. August 2024.
  5. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. ↑ Wilhelm Frese, Friedrich Wilhelm Schaback: Liste der Schultheißen, seit 1854 Biirgermeister von Fürcht. In: Geschichte des Dorfes Frücht. Frücht/Lahn 152, S. 12.
  7. ↑ 1. öffentliche/nichtöffentliche (konstituierende) Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Frücht. (PDF) In: Niederschrift im Ratsinfo. Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, 18. Juli 2024, abgerufen am 30. August 2024.
  8. ↑ Frücht, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Frücht. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. August 2024.
  9. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 3. November 2019 (siehe Bad Ems-Nassau, Verbandsgemeinde, neunte Ergebniszeile).
  10. ↑ Karl Freiherr vom und zum Stein. In: Internet-Portal 'Westfälische Geschichte'. 25. März 2014, abgerufen am 6. Juni 2026.
  11. ↑ 270 - Stein’sche Gruft, Frücht. In: WFG Rhein-Lahn. 11. Juli 2014, abgerufen am 6. Juni 2026.
  12. ↑ Landesamt für Denkmalpflege, Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland Pfalz (Hrsg.): Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz. Heft 7. Koblenz 2003, S. 68 f. (rlp.de [PDF]).