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Friedrich Lobe

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Friedrich Lobe (geboren als Friedrich Löbenstein 29. April 1889 in Frankfurt am Main; gestorben 20. November 1958 in Wien) war ein deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher und Regisseur.

Friedrich Lobe (oben, Mitte) nach der Eröffnung der Israel National Opera in Tel Aviv (1948)

Friedrich Löbenstein war ein Sohn des Louis Löbenstein und der Berta Rosenberg, er hatte zwei Brüder. Er besuchte in Frankfurt die Realschule und das Gymnasium und nahm Schauspielunterricht. Von 1908 bis 1910 war er am „Verbandstheater Rhein-Main“ engagiert und von 1911 bis 1918 am Neuen Theater Frankfurt am Main. Ab 1921 spielte er in Berlin an der Volksbühne, im Theater in der Kommandantenstraße, im Deutschen Künstlertheater und im Lessing-Theater. 1928 wechselte er als Oberspielleiter und Schauspieler an das Schauspielhaus Düsseldorf und 1930 an das Thalia-Theater nach Hamburg. 1932 waren er und seine erste Frau Friedel Harms (1902–) Leiter des Hamburger Kleinen Schauspielhauses[1], dessen Leitung sie 1933 nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten niederlegen mussten. Sie flohen noch im selben Jahr nach Wien und emigrierten 1934 nach Palästina. In zweiter Ehe heiratete er 1940 die aus Deutschland geflohene Mirjam Rosenthal, die als Mira Lobe eine erfolgreiche Kinderbuchautorin wurde. Sie hatten zwei Kinder.

Lobe wirkte als Schauspieler und Regisseur in Jerusalem und im Ohel-Theater in Tel-Aviv. Er brachte hebräische Übersetzungen von Dantons Tod und Kabale und Liebe auf die Bühne. Seine Inszenierung von Hašeks Schwejk in der Übersetzung von Avigdor Hameiri brachte es auf über 1000 Vorstellungen. Im Mai 1948 war er als Bühnendirektor an der Eröffnungsinszenierung der Oper Thaïs in der von Edis De Philippes gegründeten Israel National Opera beteiligt. Mit der deutschsprachigen Inszenierung Satan von Louis Verneuil zog er sich die Kritik der zionistischen Fraktion im Sprachenkampf des Jischuv zu.

1950 kehrten er und Mira Lobe nach Europa zurück. Er arbeitete am Deutschen Theater in Ost-Berlin und am von der KPÖ kontrollierten Neuen Theater in der Scala in Wien.

Hörspiele (Auswahl)

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Quelle: ARD-Hörspieldatenbank

  • Lobe, Friedrich, in: Frithjof Trapp, Bärbel Schrader, Dieter Wenk, Ingrid Maaß: Handbuch des deutschsprachigen Exiltheaters 1933–1945. Band 2. Biographisches Lexikon der Theaterkünstler. München: Saur, 1999, S. 601f.
  • Lobe, Friedrich, in: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,2. München: Saur, 1983, S. 739
  • Sebastian Schirrmeister: Das Gastspiel – Friedrich Lobe und das hebräische Theater 1933–1950. Berlin: Neofelis, 2012[2]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Kleines Schauspielhaus – Direktion Friedrich Lobe – Spielzeit 1932/33, in: Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte
  2. ↑ Jan Kühne: Rezension, in: PaRDeS (2013) 19. S. 256–259