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Fort Snelling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fort Snelling
National Register of Historic Places
Historic District
National Historic Landmark
Fort Snelling (1870–80)
Fort Snelling (1870–80)

Fort Snelling (1870–80)

Fort Snelling (Minnesota)
Fort Snelling (Minnesota)
Lage Fort Snelling, Hennepin County, Minnesota
Koordinaten 44° 53′ 34″ N, 93° 10′ 50″ WKoordinaten: 44° 53′ 34″ N, 93° 10′ 50″ W
NRHP-Nummer 66000401
Daten
Ins NRHP aufgenommen 15. Oktober 1966
Als HD deklariert 15. Oktober 1966
Als NHL deklariert 19. Dezember 1960
Turm von Fort Snelling

Fort Snelling (auch bekannt als Fort St. Anthony oder Fort Saint Anthony) ist eine ehemalige militärische Festung an der Mündung des Minnesota River in den Mississippi River nahe Minneapolis, Minnesota. Heute ist der ehemalige Militärposten ein Museumsdorf.

Das Fort wurde ursprünglich zwischen 1819 und 1825 als Fort St. Anthony errichtet. Später wurde es zu Ehren des Obersts Josiah Snelling in Fort Snelling umbenannt. Es war eine der ersten US-amerikanischen Festungen der Region.[1.1] Durch die geografische Lage konnten der Schiffsverkehr des Mississippi und des Minnesota Rivers überwacht werden. Zudem entstand um das Fort eine gute Infrastruktur. In den folgenden Jahren siedelten sich neben verschiedenen Siedlern und unterschiedlichen Kulturen auch eine große Anzahl an Unternehmen an und verwandelten die Gegend in ein pulsierendes Handelszentrum im Nordwesten der USA. In den Jahren 1828/29 war der spätere amerikanische Präsident Zachary Taylor Festungskommandant. Zu dieser Zeit hatte das Fort eine Besatzung von knapp 140 Mann.[2]

Während des Sezessionskrieges diente das Fort als Ausbildungs- und Trainingsstützpunkt für tausende Soldaten der Union Army. Während des Dakota-Krieges 1862 diente Fort Snelling als Gefängnis für Angehörige der Dakota.[1.2] Ende des 19. Jahrhunderts wurden große Teile des Stützpunktes modernisiert und erneuert. Letztmals wurde das Fort im Zweiten Weltkrieg verwendet, als es über 300.000 Rekruten als Ausbildungsstätte diente. Nach Ende des Krieges wurde auch das Fort geschlossen und zum Verwaltungszentrum der Veteranen umgewandelt.

Heute befindet sich auf einem Teil des Gebiets ein Nationalfriedhof, der Fort Snelling National Cemetery, auf dem über 160.000 Menschen begraben wurden. Er wurde bereits im 19. Jahrhundert errichtet und nach Schließung des Forts ausgedehnt. Mittlerweile befindet sich auf dem Gelände ein Museumsdorf mit teils wiederaufgebauten Gebäuden und Anlagen.

Fort Snelling wurde am 19. Dezember 1960 als National Historic Landmark eingestuft, und am 15. Oktober 1966 vom National Register of Historic Places mit der Nummer 66000401 in die Register aufgenommen.[3][4]

Das United States Immigration and Customs Enforcement (ICE) betreibt im gleichnamigen gemeindefreien Gebiet bei Fort Snelling eine Hafteinrichtung.[1.3]

Im Fort geboren

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  • Schon ab Januar 1820 wurden auf dem Fort kontinuierlich Wetterdaten erfasst. Somit verfügt die Region der Twin Cities über eine der besten Wetteraufzeichnungen der USA.
  • Der Flughafen Minneapolis-Saint Paul befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem historischen Fort Snelling.
  • Heute gilt das Gebiet als „unorganized territory“, in dem 442 Bewohner leben. (Stand 2000)
Commons: Fort Snelling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Oglala Sioux Tribe says three tribal members arrested in Minneapolis are in ICE detention. In: Associated Press. 14. Januar 2026, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch).
    1. „Fort Snelling has a troubling history for Indigenous people. It was the first military outpost in the area“
    2. „Fort Snelling has a troubling history for Indigenous people. [...] Dakota people were held prisoner there during the Dakota War of 1862, an armed conflict between the U.S. and Native Americans“
    3. „Three of the four Oglala Sioux Tribe members who were arrested in Minneapolis on Friday have been transferred to an ICE facility at Fort Snelling“
  2. K. Jack Bauer: Zachary Taylor: Soldier, Planter, Statesman of the Old Southwest. Louisiana State University, Baton Rouge 1985, ISBN 978-0-8071-1851-1, S. 48f.
  3. NRIS
  4. Listing of National Historic Landmarks by State: Minnesota. National Park Service, abgerufen am 15. August 2019.