Forchtenstein
Forchtenstein | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Mattersburg | |
| Kfz-Kennzeichen: | MA | |
| Fläche: | 16,59 km² | |
| Koordinaten: | 47° 43′ N, 16° 20′ O | |
| Höhe: | 343 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.797 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 169 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 7212 | |
| Vorwahl: | 02626 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 06 02 | |
| NUTS-Region | AT112 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Hauptstraße 54 7212 Forchtenstein | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Alexander Knaak (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (23 Mitglieder) |
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| Lage von Forchtenstein im Bezirk Mattersburg | ||
Burg Forchtenstein von der Rosalia | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Forchtenstein (ungarisch Fraknó, Fraknóváralja; kroatisch Fortnava)[1] ist eine Gemeinde mit 2797 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Mattersburg im Burgenland in Österreich.
Bekannt ist der Ort vor allem durch die auf einem Abhang über dem Wulkatal gelegene, weithin sichtbare Burg Forchtenstein.[2]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Forchtenstein ist eine Gemeinde, die aus dem Zusammenschluss von Forchtenau und Neustift entstanden ist.
Die Burg Forchtenstein, die historisch von großer Bedeutung ist, beherrscht den landschaftlichen Umkreis der Gemeinde und markiert durch ihren felsigen Untergrund einen geologischen Übergang zum Rosaliengebirge. Hier liegt auch das Quellgebiet der Wulka, die nach Nordosten zum Neusiedlersee fließt.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Forchtenau und Neustift an der Rosalia, die zusammen die Gemeinde Forchtenstein bilden. Zu Forchtenstein (umgangssprachlich oft Forchtenau) gehören neben Neustift auch die Dörfer Hofleiten, Rosalia, Schreinermühle und mehrere Einzellagen.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Wiesen (Bez. Mattersburg, Bgld.) |
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| Lanzenkirchen (Niederösterreich) |
Mattersburg (Bez. Mattersburg, Bgld.) | |||
| Hochwolkersdorf (Niederösterreich) |
Mattersburg (Bez. Mattersburg, Bgld.) |
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| Forchtenstein: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.685 | |||
| 1880 | 1.732 | |||
| 1890 | 1.816 | |||
| 1900 | 2.054 | |||
| 1910 | 2.158 | |||
| 1923 | 2.127 | |||
| 1934 | 2.213 | |||
| 1939 | 2.223 | |||
| 1951 | 2.184 | |||
| 1961 | 2.363 | |||
| 1971 | 2.502 | |||
| 1981 | 2.557 | |||
| 1991 | 2.678 | |||
| 2001 | 2.832 | |||
| 2011 | 2.793 | |||
| 2021 | 2.800 | |||
| 2026 | 2.797 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1. Jänner 2021 | ||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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- Burg Forchtenstein: Die Burg wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts unter den Grafen von Mattersdorf-Forchtenstein als ungarische Grenzburg errichtet; in den Türkenkriegen diente sie als wichtiges Bollwerk. Seit dem frühen 17. Jahrhundert ist sie in Besitz der Esterházy. Kern der gewaltigen Burganlage ist das Hochschloss, das im 17. Jahrhundert seine heutige Form erhielt, unter anderem mit barocker Burgkirche (Wallfahrtskirche hl. Rosalia). Die Burg beherbergt mehrere Dauerausstellungen, die – neben den Ausstellungen im Schloss Esterházy in Eisenstadt – die Geschichte und Schätze des alten Adelsgeschlechtes Esterházy zeigen – deshalb trägt die Burg auch die Bezeichnung „Tresor der Esterházy“.
- Esterházy-Schatzkammer: einzig komplett erhaltene barocke Kunst- und Wunderkammer in Europa mit Objekten aus Gold, Elfenbein und wertvollen Steinen, Automaten und exotischen Tierpräparaten
- Esterházy-Ahnengalerie: in den Repräsentationsräumen der Burg befindet sich die größte barocke Ahnenbilder-Galerie Mitteleuropas und die in Europa einzige erhaltene Sammlung von Silbermöbeln aus dem Barock
- Zeughaus und Waffensammlung: ehemaliges fürstliches Zeughaus
- Pfarrkirche Forchtenstein: 1347 geweiht, im 18. Jahrhundert Errichtung des Zubaus der „Heiligen Stiege“ – ein Nachbau der Scala Santa in Rom
- Rosalienkapelle
- Servitenkloster, ehem. Kloster des Ordens Sevitorum Mariae bei der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt
- Unterer Edelhof Forchtenstein, Hauptstraße 75
- Bildstock, Hauptstraße 89
- Flur-/Wegkapelle, mit Figur hl. Johannes Nepomuk, Neustiftgasse 1
- Pest-/Dreifaltigkeitssäule, Gnadenstuhl, Neustiftgasse 1
- Reptilienzoo Forchtenstein
- Naturpark Rosalia-Kogelberg
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaftssektoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den 66 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 57 Nebenerwerbsbetriebe. Die Abnahme der Erwerbstätigen im Produktionssektor von 193 auf 153 zwischen 2001 und 2011 liegt vor allem im Baugewerbe. Der stärkste Bereich im Dienstleistungssektor ist der Handel, der fast 120 Menschen beschäftigt.[3][4][5]
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige 2) | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 66 | 96 | 18 | 11 |
| Produktion | 34 | 26 | 153 | 193 |
| Dienstleistung | 132 | 72 | 304 | 215 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, 2) Erwerbstätige am Arbeitsort
Arbeitsmarkt, Pendeln
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2011 lebten 1318 Erwerbstätige im Dorf. Davon fanden 276 eine lokale Arbeitsstelle, über 1000 Menschen pendelten aus. Aus der Umgebung pendelten fast 200 Personen zur Arbeit nach Forchtenstein.[6]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemeinde befinden sich ein Kindergarten und eine Volksschule.[7]
Politik
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Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder.
- Gemeinderatswahlen im Burgenland 1997: SPÖ 11, BL BIRINGER 9, FPÖ 2.
- Gemeinderatswahlen im Burgenland 2002: SPÖ 13, ÖVP 9, FPÖ 1.[8]
- Gemeinderatswahlen im Burgenland 2007: SPÖ 11, ÖVP 10, FPÖ 2.[9]
- Gemeinderatswahlen im Burgenland 2012: SPÖ 12, ÖVP 8, FPÖ 2, GRÜNE 1.[10]
- Gemeinderatswahlen im Burgenland 2017: SPÖ 11, ÖVP 9, FPÖ 3.[11]
- Gemeinderatswahlen im Burgenland 2022: SPÖ 11, ÖVP 10, FLF 2.[12]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- bis 1997 Gmasz (NL)
- 1997–2022 Friederike Reismüller (SPÖ)
- seit 2022 Alexander Rüdiger Knaak (SPÖ)
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Michael I. Esterházy de Galantha (1671–1721), ungarischer Staatsmann in habsburgischen Diensten
Personen mit Bezug zur Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jakob Mitterhöfer (1936–2026), katholischer Geistlicher und Missionswissenschaftler
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Josef Köller: Die Grafschaft Forchtenstein unter besonderer Berücksichtigung der Urbare. Diss. phil., Wien 1960.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 10602 – Forchtenstein. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Gemeinde Forchtenstein: Offizielle Homepage der Gemeinde (abgerufen am 5. Dezember 2017)
- Esterházy.at: Burg Forchtenstein, Sammlungen der Fürsten Esterházy (abgerufen am 5. Dezember 2017)
- Land Burgenland: Gemeindegrenzen zu den Nachbargemeinden (abgerufen am 5. Dezember 2017)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 80.
- ↑ Nicht zu verwechseln mit Schloss Forchtenstein in der Marktgemeinde Neumarkt in Steiermark.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Forchtenstein, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 30. Oktober 2020.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Forchtenstein, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 30. Oktober 2020.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Forchtenstein, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 30. Oktober 2020.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Forchtenstein, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 30. Oktober 2020.
- ↑ Schule und Bildung | Gemeinde Forchtenstein. Abgerufen am 30. Oktober 2020 (deutsch).
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2002 in Forchtenstein. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2002, abgerufen am 2. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2007 in Forchtenstein. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2007, abgerufen am 2. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2012 in Forchtenstein. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 4. November 2012, abgerufen am 2. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2017 in Forchtenstein. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 29. Oktober 2017, abgerufen am 2. September 2026.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2022 in Forchtenstein. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 2. Oktober 2022, abgerufen am 2. September 2026.



