Flottenkommando
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Flottenkommando | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aktiv | 15. Juni 1956[1] bis 30. September 2012 | |||
| Staat | ||||
| Streitkräfte | ||||
| Teilstreitkraft | ||||
| Typ | Höhere Kommandobehörde | |||
| Unterstellung | Inspekteur der Marine | |||
| Standort | Glücksburg, Kaserne Meierwik | |||
| Ehemalige Standorte | Wilhelmshaven-Sengwarden, Admiral-Armin-Zimmermann-Kaserne | |||
| Alte Bezeichnungen | ||||
| 15. Juni 1956 – 5. März 1958 |
Kommando der Seestreitkräfte | |||
| 5. März 1958 – 31. Dezember 1966 |
Kommando der Flotte | |||
| Insignien | ||||
| Flagge eines Vizeadmirals als Befehlshaber der Flotte | ||||
| Nr. | Name | Beginn der Amtszeit | Ende der Amtszeit | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 19 | Konteradmiral Michael Mollenhauer | 1. Juli 2011 | 30. Sep. 2012 | Stellvertretender Befehlshaber, mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt[17] |
| 18 | Vizeadmiral Manfred Nielson | 1. Juli 2010 | 30. Juni 2011 | |
| 17 | Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker | 2006 | 2010 | |
| 16 | Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting | 2003 | 2006 | anschließend Inspekteur der Marine |
| 15 | Vizeadmiral Lutz Feldt | 2000 | 2003 | anschließend Inspekteur der Marine |
| 14 | Vizeadmiral Dirk Horten | 1995 | 2000 | |
| 13 | Vizeadmiral Hans-Rudolf Boehmer | 1993 | 1995 | anschließend Inspekteur der Marine |
| 12 | Vizeadmiral Dieter Franz Braun | 1990 | 1993 | |
| 11 | Vizeadmiral Klaus Rehder | 1986 | 1990 | |
| 10 | Vizeadmiral Hans-Joachim Mann | 1985 | 1986 | zuvor Stellvertretender Befehlshaber, anschließend Inspekteur der Marine |
| 9 | Vizeadmiral Günter Fromm | 1978 | 1985 | zuvor Stellvertretender Befehlshaber und längste Dienstzeit als „Flottenchef“ in der deutschen Marinegeschichte |
| 8 | Vizeadmiral Hans-Helmut Klose | 1975 | 1978 | zuvor Stellvertretender Befehlshaber |
| 7 | Vizeadmiral Paul Hartwig | 1972 | 1975 | zuvor Stellvertretender Befehlshaber |
| 6 | Vizeadmiral Armin Zimmermann | 1970 | 1972 | anschließend Generalinspekteur der Bundeswehr |
| 5 | Vizeadmiral Karl Hetz | 1966 | 1970 | |
| 4 | Vizeadmiral Heinrich Gerlach | 1963 | 1966 | zunächst als Konteradmiral |
| 3 | Konteradmiral Karl E. Smidt | 1961 | 1963 | erster Flag Officer Germany, zunächst als Flottillenadmiral |
| 2 | Konteradmiral Rolf Johannesson | 1957 | 1961 | anfangs Flottillenadmiral |
| 1 | Flottillenadmiral Max-Eckart Wolff | 1956 | 1957 | führte als Chef des Stabes das Kommando der Seestreitkräfte kommissarisch, zunächst als Kapitän zur See |
Zwischenzeitlich wurde dem Stellvertreter des Inspekteurs der Marine die Bezeichnung Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte verliehen, so dass es nunmehr einen Befehlshaber der Flotte im Marinekommando gibt.[18] Ab 1. April 1992 war der Stellvertreter auch zeitgleich Chef des Stabes.[19]
Stellvertreter (ab 04.92 zugleich Chef des Stabes)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kapitän zur See Helmut Neuss: von September 1961 bis November 1961 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt
- Kapitän zur See/Flottillenadmiral Helmut Neuss: von Dezember 1961 bis März 1963
- Kapitän zur See/Flottillenadmiral Carl-Heinz Birnbacher: von April 1963 bis September 1964
- Kapitän zur See/Flottillenadmiral Günter Kuhnke: von Oktober 1964 bis März 1966
- Konteradmiral Albrecht Obermaier: von April 1966 bis März 1967
- Konteradmiral Günther Reeder: von April 1967 bis September 1968
- Konteradmiral Carl-Heinz Birnbacher: von Oktober 1968 bis September 1970
- Konteradmiral Paul Hartwig: von Oktober 1970 bis März 1972, anschließend Befehlshaber
- Konteradmiral Hans-Helmut Klose: von April 1972 bis September 1975, anschließend Befehlshaber
- Konteradmiral Joachim-Albrecht von Holleuffer: von Oktober 1975 bis März 1977
- Flottillenadmiral Günter Fromm: von April 1977 bis September 1978 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt, anschließend Befehlshaber
- Konteradmiral Hanshermann Vohs: von Oktober 1978 bis März 1980
- Konteradmiral Helmut Kampe: von April 1980 bis März 1983
- Konteradmiral Hans-Joachim Mann: von April 1983 bis März 1985, anschließend Befehlshaber
- Konteradmiral Gustav Carl Liebig: von April 1985 bis September 1987
- Konteradmiral Jürgen Dubois: von Oktober 1987 bis September 1989
- Konteradmiral Hans-Jochen Meyer-Höper: von Oktober 1989 bis März 1993
- Konteradmiral Hans Lüssow: von April 1993 bis März 1995
- Flottillenadmiral Diether Hülsemann: von April 1985 bis März 1998
- Konteradmiral Rainer Feist: von April 1998 bis März 2000
- Konteradmiral Ulrich Otto: von April 2000 bis Februar 2003
- Konteradmiral Gottfried Hoch: von März 2003 bis September 2008
- Konteradmiral Andreas Krause: von Oktober 2008 bis September 2009
- Flottillenadmiral Michael Mollenhauer: von Oktober 2009 bis Juni 2011, anschließend Befehlshaber
- Flottillenadmiral Georg Freiherr von Maltzan: von Juli 2011 bis zur Auflösung
Chef des Stabes (bis 03.92)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kapitän zur See/Flottillenadmiral Max-Eckart Wolff: von der Aufstellung bis Juni 1957, zugleich kommissarisch Befehlshaber
- Kapitän zur See Kurt Thoma: von Juni 1957 bis Dezember 1957
- Kapitän zur See Gustav Forstmann: von Dezember 1957 bis November 1959
- Kapitän zur See Heinrich Erdmann: von Dezember 1959 bis Juli 1960
- Kapitän zur See Helmut Neuss: von August 1960 bis März 1962, von September 1961 bis März 1962 zeitgleich Stellvertretender Befehlshaber
- Kapitän zur See Gert Jeschonnek: von April 1962 bis März 1963
- Kapitän zur See Friedrich Kemnade: von April 1963 bis September 1963
- Kapitän zur See Erich Topp: von Oktober 1963 bis Juni 1965
- Kapitän zur See Berthold Jung: von Juli 1965 bis Februar 1966
- Kapitän zur See Helmut Lorenz: von Februar 1966 bis April 1969
- Kapitän zur See Paul Kriebel: von April 1969 bis Oktober 1969
- Kapitän zur See Dirk Stricker: von Oktober 1969 bis März 1973
- Kapitän zur See Rudolf Deckert: von April 1973 bis April 1977
- Kapitän zur See Hansjakob Kratzmair: von April 1977 bis September 1979
- Kapitän zur See Jürgen Dubois: von Oktober 1979 bis März 1982, später Stellvertretender Befehlshaber
- Kapitän zur See Kurt Ziebis: von April 1982 bis September 1987
- Kapitän zur See Hermann Lauer: von Oktober 1987 bis März 1990
- Kapitän zur See Volker Liche: von April 1990 bis März 1992
Die Kaserne des Flottenkommandos
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Flottenkommando war in einer Kasernenanlage untergebracht, die vor dem Zweiten Weltkrieg als Teil der Offizierschule der Kriegsmarine entstanden ist. Besagte Kaserne befindet sich in Glücksburg-Meierwik, einem Vorort der Stadt Flensburg, der mit Flensburgs Stadtteil Mürwik verwachsen ist. Die Kaserne liegt etwas abgelegen am östlichen Rand von Meierwik, inmitten des Waldes Wille, westlich vom Quellental. Mit dieser Randlage liegt die Kaserne ungefähr vier Kilometer nordöstlich von Mürwik. Das Kasernengelände befindet sich außerdem oberhalb der Steilküste der Flensburger Förde (Winzigerhuk).[21][22] In Mürwik waren ab Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche Marineanlagen entstanden, so auch die Marineschule Mürwik. Die Kaserne in Meierwik wurde 1939 fertiggestellt und diente zunächst nur der Ausbildung für Unteroffizieranwärter der Marine. Ab 1942 erfolgte hier außerdem die Ausbildung von Offizieranwärtern. Hier hatte der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, sein Quartier und beging am 23. Mai 1945 Suizid durch Zyankali.
Nach der Kapitulation der Wehrmacht 1945 war die Anlage Unterkunft für Displaced Persons (2500 Polen) und ab etwa 1948 Unterkunft für Heimatvertriebene und Flüchtlinge.
1956 übernahm die Bundesmarine die Kaserne. Zu ihr gehörte ein eigener Bootshafen, der in den 1980er-Jahren abgerissen wurde. Das Kantinengebäude, in dem auch die Offiziersmesse und das Mannschaftsheim untergebracht waren, ist seit den 1990er-Jahren dem Verfall preisgegeben. Die verschiedenen Gebäude sind durch unterirdische Gänge verbunden. Auf dem Gelände steht auch ein großer Uhrenturm.
Die Führungszentrale selbst, auch als Marinehauptquartier (MHQ) bezeichnet, befindet sich in einer unterirdischen Schutzbauanlage. Bereits seit den 1980er-Jahren verfügt sie über ein rechnergestütztes Führungssystem. Zum MHQ gehören umfangreiche Fernmeldeanlagen. Schutzbau und Fernmeldeanlagen werden bis zu einem späteren Umzug nach Rostock weiter genutzt. Die Zukunft des Geländes ist ungewiss.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Flottenkommando (Hrsg.): 40 Jahre Stab Flottenkommando. Glücksburg 1996.
- Friedrich Forstmeier: Die Entwicklung des Flottenkommandos. Vorträge der 7. Historisch-taktischen Tagung der Flotte am 5. und 6.12.1963 (= Beiträge zur Wehrforschung. Band 4). Wehr und Wissen Verlagsgesellschaft, Darmstadt 1964.
- Presse- und Informationszentrum der Marine (Hrsg.): Die Flotte. Glücksburg 2004.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Das Flottenkommando. ( vom 18. Januar 2010 im Internet Archive) marine.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ als Kommando der Seestreitkräfte
- ↑ Hartmut Nöldeke: Die Flottenärzte der deutschen Marine von 1890 bis 1990. Ein Beitrag zur Geschichte des Marinesanitätsdiensts. In: Jürgen Rhades: Jahrbuch der Marine – Folge 17. Bonn 1991, ISBN 3-7637-4702-8, S. 109 ff.
- ↑ Lars Jährling: Ein halbes Jahrhundert erfolgreicher Wandel. Fünfzigjähriges Bestehen des Flottenkommandos. In: Marineforum 9-2006, S. 26ff (Teil I) und Marineforum 10-2006, S. 48ff (Teil II).
- ↑ Die Befehlshaber der Flotte ( vom 31. Januar 2011 im Internet Archive).
- ↑ Marineschifffahrtsleitorganisation ( vom 7. Mai 2008 im Internet Archive).
- ↑ Welches Wetter für die Flotte? ( vom 2. Dezember 2008 im Internet Archive)
- ↑ Jürgen R. Draxler: Admiralarzt: Einsätze fordern Marinesanitätsdienst. Presse und Informationszentrum Marine, 1. Juli 2008, abgerufen am 12. Mai 2014.
- ↑ Newsroom. Presse und Informationszentrum Marine. na presseportal, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 9. Mai 2014; abgerufen am 12. Mai 2014.
- ↑ Marinemusikkorps Nordsee ( vom 24. März 2011 im Internet Archive).
- ↑ Michael Schröder: Internetauftritt des Marinemusikkorps Ostsee. Bundeswehr, 25. November 2013, abgerufen am 12. Mai 2014.
- ↑ Die Marine stellt sich vor. Presse- und Informationszentrum Marine, 3. März 2014, abgerufen am 12. Mai 2014.
- ↑ Einsatzflottille 1. Presse- und Informationszentrum Marine, 1. April 2014, abgerufen am 12. Mai 2014.
- ↑ Einsatzflottille 2. Presse- und Informationszentrum Marine, 6. Februar 2014, abgerufen am 12. Mai 2014.
- ↑ Das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“. Presse- und Informationszentrum Marine, 27. November 2013, abgerufen am 12. Mai 2014.
- ↑ Schiffahrtmedizinisches Institut der Marine ( vom 25. Mai 2010 im Internet Archive).
- ↑ Rolf Johannesson: Offizier in kritischer Zeit. Herford und Bonn 1989, ISBN 3-8132-0301-8, S. 123.
- ↑ Marine: Flotte künftig ohne Befehlshaber. In: Wilhelmshavener Zeitung, 24. Juni 2011, S. 1.
- ↑ Offizielle Seite der Marine (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2025. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (PDF) abgerufen am 11. Juni 2019
- ↑ Flottenkommando–Institutionengeschichte. Bestandssignatur BM 10, Bundesarchiv, 2012.
- ↑ Huk In: Wiktionary
- ↑ Winzigerhuk beim BfN Kartendienst
- ↑ Aktualisierte, farbige Fassung der Glücksburg-Karte der Preußischen Landesaufnahme von 1926
Koordinaten: 54° 49′ 46″ N, 9° 30′ 31″ O

