Floriano
| Município de Floriano Floriano | |||
|---|---|---|---|
Gemeindezentrum | |||
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| Koordinaten | 6° 46′ S, 43° 1′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 8. Juli 1897[1] (Stadtgründung) | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Piauí | ||
| ISO 3166-2 | BR-PI | ||
| Região intermediária | Floriano (seit 2017) | ||
| Região imediata | Floriano (seit 2017) | ||
| Höhe | 104 m | ||
| Gewässer | Rio Parnaíba | ||
| Klima | tropisches Savannenklima | ||
| Fläche | 3408 km² | ||
| Einwohner | 64.393 (2025[2]) | ||
| Dichte | 18,9 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.floriano.pi.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| HDI | 0,700 (2010) | ||
Floriano ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Piauí im Nordosten des Landes. Sie liegt im Süden des Bundesstaates am Rio Parnaíba und ist ein wichtiges regionales Zentrum. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 64.000 geschätzt.[3]
Geografie und Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Floriano liegt im Süden von Piauí auf einer Höhe von etwa 100 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich am Rio Parnaíba, der eine wichtige Verkehrs- und Wirtschaftsader der Region darstellt und zugleich die Grenze zum Bundesstaat Maranhão bildet.
Das Klima ist tropisch und semiarid mit einer ausgeprägten Regenzeit zwischen November und April und einer Trockenperiode. Die Temperaturen liegen meist zwischen 23 und 38 °C.[4] Die Vegetation ist durch Übergangsformen zwischen Caatinga und Cerrado geprägt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region wurde im 17. und 18. Jahrhundert im Zuge der Expansion der Viehzucht und Landwirtschaft im Landesinneren besiedelt. Historisch wurde die Stadt von dem Agronomen Francisco Parentes begründet, der hier 1873 eine Agronomieschule, die Estabelecimento Rural São Pedro de Alcântara gründete, wo Kinder von Waisen und freigelassenen Sklaven unterrichtet wurden.[5][6]
Ende des 19. Jahrhunderts gewann Floriano durch seine Lage an Bedeutung und wurde 1897 offiziell zur Stadt erhoben. Die Stadt hieß ursprünglich São Pedro de Alcântara und wurde später nach dem brasilianischen Präsidenten Floriano Peixoto in Floriano umbenannt.[5]
Die Ankunft arabischer Siedler aus dem Osmanischen Reich und die Schifffahrt auf dem Rio Parnaíba trugen ebenfalls wesentlich zur Entwicklung der Stadt bei, ebenso wie die Errichtung von Fernstraßen. Floriano entwickelte sich daraufhin zu einem wichtigen Umschlagplatz für Passagiere und Güter.[5]
Im 20. Jahrhundert erfolgte eine intensivierte Stadtentwicklung mit Elektrifizierung und den Aufbau moderner Infrastruktur. In den 1970er Jahren erhielt Floriano einen eigenen Flughafen.[5]
Demografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 64.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt. Ursprünglich hatte Floriano eine bedeutende arabische Bevölkerung, inzwischen sind die Mehrheit der Einwohner ethnisch gemischter Abstammung. Ein Fünftel der Einwohner sind Afrobrasilianer.[7]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 51.494 |
| 2000 | 54.591 |
| 2010 | 57.690 |
| 2022 | 62.036 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt fungiert als wichtiges Versorgungszentrum für den Süden von Piauí und angrenzende Regionen.
Die Landwirtschaft umfasst den Anbau von Reis, Mais, Cashewnüssen und Bohnen sowie Viehzucht. Der Flusshandel entlang des Rio Parnaíba spielte historisch eine bedeutende Rolle und ist bis heute von regionaler Bedeutung.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Floriano-Automobilmuseum, das Espaco Cultural Maria Bonita Theater, das Gebäude der Estabelecimento Rural São Pedro de Alcântara und die Kirche São Pedro de Alcântara.
- Gebäude des Estabelecimento Rural São Pedro De Alcântara
- Espaco Cultural Maria Bonita Theater
- Kirche São Pedro de Alcântara
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Floriano gehört zum römisch-katholischen Bistum Floriano. Neben der katholischen Kirche sind auch freikirchlich-protestantische Gemeinden vertreten.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Floriano – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 15. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Floriano – Panorama. IBGE, abgerufen am 15. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Floriano – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 15. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Floriano Climate, Weather By Month, Average Temperature (Piauí, Brazil) - Weather Spark. Abgerufen am 15. April 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 Floriano – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 15. April 2026.
- ↑ Floriano: Floriano - Prefeitura Municipal de Floriano. Abgerufen am 15. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ City Population: Floriano. Abgerufen am 15. April 2026.

