Fedor Rose
Fedor Rose, bis 2025 Ruhose, (* 1982)[1] ist ein deutscher politischer Beamter (SPD). Seit 2026 ist er Staatssekretär im Ministerium der Finanzen in Rheinland-Pfalz. Zuvor war er von 2024 bis 2026 als Staatssekretär Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und von 2021 bis 2024 Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ausbildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rose erlangte im Jahr 2002 die Allgemeine Hochschulreife an der Carl-von-Ossietzky-Schule in Wiesbaden und leistete in den Jahren 2002 und 2003 seinen Zivildienst. Anschließend studierte er von 2003 bis 2007 Volkswirtschaftslehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und schloss das Studium als Diplom-Volkswirt ab.
Er wurde im Jahr 2023 mit der Arbeit „Rechtspopulismus in der Opposition: die AfD-Fraktion im Bundestag (2017–2021)“ zum Dr. phil. am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promoviert.
Laufbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2007 trat Rose als persönlicher Referent des Ministers Hendrik Hering (SPD) im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz in den öffentlichen Dienst ein. Ab 2009 war er als Referent für Grundsatz- und Koordinierungsaufgaben im Ministerbüro und als stellvertretender Leiter des Ministerbüros im selben Ministerium tätig.
Im Jahr 2011 wechselte er als Geschäftsführer zur SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz. Nach einiger Zeit bei der Fraktion übernahm er 2013 die Leitung des Ministerbüros im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. Anschließend kehrte Rose 2014 als Geschäftsführer zur Landtagsfraktion der SPD in Rheinland-Pfalz zurück, wo er bis 2021 blieb.[2]
Mit Wirkung vom 18. Mai 2021 wurde Rose unter Minister Alexander Schweitzer (SPD) zum Staatssekretär und Amtschef im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz ernannt. Am 29. Juni 2021 übertrug ihm der Ministerrat zudem die Funktion des Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnik und Digitalisierung. Er war damit gleichzeitig Chief Information Officer (CIO) sowie Chief Digital Officer (CDO) der Landesregierung.[3]
Am 10. Juli 2024 wurde Fedor Rose mit Amtsantritt des Kabinetts Schweitzer unter Ministerpräsident Alexander Schweitzer als Nachfolger von Fabian Kirsch zum Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz ernannt. Im Amt des Staatssekretärs im Arbeitsministerium folgte ihm Denis Alt nach.
Nach dem Wechsel der Staatskanzlei von der SPD zur CDU und der Bildung des schwarz-roten Kabinetts Schnieder nach der Landtagswahl 2026, wurde er am 18. Mai 2026 unter Doris Ahnen Staatssekretär im Finanzministerium Rheinland-Pfalz und dort auch zuständig für die Koordinierung der SPD geführten Ministerien. In dieser Funktion ist er auch Aufsichtsratsvorsitzender von Lotto Rheinland-Pfalz.
Politische Betätigung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rose ist stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Naurod, Policy Fellow beim Berliner Think Tank „Das Progressive Zentrum“ und Mitglied des Kirchenvorstands der Evangelischen Kirchengemeinde Naurod.
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Auf dem Weg zu einer neuen Arbeitskultur. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2004, ISBN 978-3-86498-996-4.
- Die AfD im Deutschen Bundestag: Zum Umgang mit einem neuen politischen Akteur. Springer, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-23360-0.
- Die AfD vor der Bundestagswahl 2021: Wirkung – Perspektiven – Strategien. Springer, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-31225-1.
- mit Gerd Mielke: Zwischen Selbstaufgabe und Selbstfindung: Wo steht die SPD? Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2021, ISBN 978-3-8012-0616-1.
- Parlamentsfraktionen: Aufbau – Funktion – Arbeitsweise. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-17-041035-0.
- mit Valentina Kerst: Schleichender Blackout: wie wir das digitale Desaster verhindern. Verlag J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 2023, ISBN 978-3-8012-0658-1.
- Rechtspopulismus in der Opposition: die AfD-Fraktion im Bundestag (2017–2021). Dissertation, Campus Verlag, Frankfurt am Main 2023, ISBN 978-3-593-51724-7.
- mit Gerd Mielke: Auf dünnem Eis: die SPD in Krisenzeiten. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2025, ISBN 978-3-593-51843-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fedor Rose auf der Website der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Progressive Wirtschaftspolitik: Wie viel Staat, wie viel Markt? In: Neue Gesellschaft | Frankfurter Hefte. Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, abgerufen am 21. Mai 2021.
- ↑ Staatssekretär Fedor Ruhose. In: mastd.rlp.de. Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2021; abgerufen am 25. Juli 2021.
- ↑ Fedor Ruhose ist neuer Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnik und Digitalisierung. In: mastd.rlp.de. Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz, 29. Juni 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. Juli 2021; abgerufen am 25. Juli 2021.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rose, Fedor |
| ALTERNATIVNAMEN | Ruhose, Fedor |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher politischer Beamter (SPD) |
| GEBURTSDATUM | 1982 |