Wie bei vielen Bächen der Nordvogesen ist die Fließrichtung nach Südosten gerichtet. Angelegte Teiche, Staustufen und Ableitungen sind Relikte einer ehemals intensiven industriellen Prägung des Tales, vor allem durch die Eisenindustrie der Familie De Dietrich, wovon aber nicht viel geblieben ist. Heute beherrschen wieder die tiefen Wälder der Sandsteinvogesen das Bild und das Tal wurde für das Europäische Schutzprogramm Natura 2000 angemeldet. Am Falkensteinerbach leben sehr seltene Libellenarten und Wasser- und Uferpflanzen, die europaweit vom Aussterben bedroht sind. Begleitet wird der Bach von der Nationalstraße N 62 und den Gleisen der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Bitsch und Bad Niederbronn.
Erster Ort am Lauf ist Egelshardt. Danach folgen auf langer Strecke nur kleine Weiler und Forsthäuser. In nördlichen Seitentälern liegen die vielbesuchten Seen Hanauer Weiher und Lieschbacher Weiher. Philippsburg liegt in einer Talweitung. 2km bachabwärts wird die lothringisch-elsässische Grenze passiert. Der bekannte Kurort Bad Niederbronn am östlichen Rand der Nordvogesen wird in ganzer Länge durchquert, der Bach fließt am Kurpark entlang. Über Reichshoffen, wo von links der Schwarzbach hinzukommt, und Gundershoffen wird Uttenhoffen erreicht. Hier mündet der Falkensteinerbach von links in die Nördliche Zinsel ein, welche ihrerseits in die Moder mündet.
Das Einzugsgebiet des Falkensteinerbachs ist 192,2km² groß und besteht zu 15,44% aus landwirtschaftliches Gebiet, zu 79,82% aus Waldflächen und zu 4,65% aus bebauten Flächen.[1]