Fahldrossel
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Fahldrossel (Turdus pallidus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus pallidus | ||||||||||||
| Gmelin, JF, 1789 |
Die Fahldrossel (Turdus pallidus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]
Der Vogel kommt im Südosten Russlands, im Nordosten Chinas, in Korea vor, brütet auch in Japan (Honshu), überwintert in Südchina, Südkorea, Japan und Taiwan.
Die Art wurde früher als konspezifisch mit der Japandrossel (Turdus chrysolaus) oder mit der Weißbrauendrossel (Turdus obscurus) angesehen.[3]
Der Lebensraum umfasst zur Brutzeit Pinienwald, Laubwald, Dickichte, Sekundärwald oder Parkanlagen. Während der Herbstwanderung kommt die Art auf Hügeln in offenen baumbestandenen Flächen und überall vor, wo es Beerenobst gibt. Im Winter ist sie im Tieflandwald, Waldränder, städtischen Flächen, Feldern und Gärten zu finden.
Der Artzusatz kommt von lateinisch pallidus ‚blass‘.[4]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vogel misst 22–23 cm und wiegt 64–90 g. Das Männchen ist matt bräunlich grau am Kopf gefärbt, oft auch an Kinn und Kehle, die übrige Oberseite geht in blasses Kastanienbraun über, die Flügel und der Schwanz sind graubraun, die äußeren Schwanzfedern tragen weiße Spitzen. Brust und Flanken sind gelblich-braun grau, die übrige Unterseite ist weißlich grau, gelbbraun oder rosafarben überhaucht. Der Steiß ist weiß mit einzelner schwarzer Zeichnung. Der Augenring ist gelb, der Schnabel ist matt gelblich mit grauer Spitze, der Unterschnabel ist gelb. Die Beine sind rosafarben bis matt fleischfarben. Weibchen sind matter gefärbt ohne den grau abgesetzten Kopf, aber mit weißlichem Kinn und grau gestrichelter Kehle und schwarzem Kinnstreif, mitunter auch etwas kastanienbraun am Rücken und den Flanken überhaucht. Jungvögel sind an der Oberseite braun, unten blass orangefarben, gefleckt und gestrichelt.
Von der Japandrossel (Turdus chrysolaus) unterscheidet sich die Art durch matteres bräunliches Grau an den Flanken (nicht zimtfarben), die blass weißen äußeren Schwanzfedern sind charakteristisch für die Fahldrossel. Der fehlende weiße Überaugenstreif unterscheidet die Art von der Feadrossel (Turdus feae) und der Weißbrauendrossel (Turdus obscurus).[3][5]
Geografische Variation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist monotypisch.[1][3][6][7]
Stimme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gesang wird als Folge lauter, fröhlicher, aber monotoner Strophen beschrieben wie „trrer-treer-trrer tuudle“, der zweite Ton etwas ansteigend, der letztere länger gezogen, auch als „tuvee-tulee… tulee-tuvee…“. Rufe sind ein harsches „chuck-chuck“, im Flug ist ein dünnes „tzeeee“ zu hören. Die Lautäußerungen ähneln denen der Japandrossel, deren Gesang aber aus drei und nicht aus vier Tönen besteht.[3][5]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist ein Zugvogel, der im Sommer im Südosten Russlands und Nordosten Chinas sich aufhält und in Japan, Südchina, und Taiwan überwintert. Der Vogelzug geht über Japan von Ende September bis Mitte November. Der Rückflug erfolgt im April und Mai. Irrläufer wurden in den Philippinen Ende November bis Ende März gesichtet. Es gab 2011 eine Sichtung in Nordvietnam.[8]
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und Spinnentieren, auch Früchten und Pflanzensamen, die meist am Erdboden im Laub, aber auch in Bäumen und Büschen gesucht werden. Die Brutzeit liegt zwischen Mai und Juni in Russland und China und zwischen Juni und Juli in Nordkorea. Es wird zwei Mal gebrütet im Jahr. Das Nest ist eine Schale aus Gras, trockenen Piniennadeln, kleinen Wurzeln und Lehm unter einem kleinen Baum oder Busch in Wassernähe.
Das Gelege besteht aus 4–6 grünlichen Eiern mit rötlich-braunen Flecken, die über 13–14 Tage ausgebrütet werden.[3]
Gefährdungssituation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Fahldrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[9]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- J. F. Gmelin: Turdus pallidus. In: Systema Naturae. Editio decima tertia, aucta, reformata. Cura Jo. Frid. Gmelin (etc.). Tomus I. Pars II, 1789, Biodiversity Library
- Q. Zhan, Y. Tang, X. Zhao, X. Xue, Y. Chen, Y. Huang: Complete Mitochondrial Genome and Phylogenetic Analysis of (Passeriformes, Turdidae). In: Genes. Band 16, Nummer 11, Oktober 2025, doi:10.3390/genes16111284, PMID 41300736, PMC 1265196 (freier Volltext).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- xeno-canto: Tonaufnahmen – Fahldrossel (Turdus pallidus)
- Fahldrossel (Turdus pallidus) auf eBird.org
- BirdLife International: Species Factsheet – Pale-thrush (Turdus-pallidus)
- Macaulay Library
- Turdus pallidus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 4. April 2026.
- Fahldrossel auf oiseaux.net (französisch)
- Featherbase
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Fahldrossel (Turdus pallidus) bei Avibase; abgerufen am 4. April 2026.
- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- 1 2 3 4 5 N. Collar und E. de Juana: Pale Thrush (Turdus pallidus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus pallidus
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
- 1 2 Shanghai Birding
- ↑ IOC World Bird List 15.1 Thrushes
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
- ↑ S. Mahood und S. Delonglée: Two Pale Thrushes Turdus pallidus in Hanoi: a first record for Vietnam. In: BirdingASIA, Band 17, S. 119–120, 2012
- ↑ Turdus pallidus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 04. April 2026.