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Fábio Zanon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Fábio Zanon (* 3. Juni 1966 in Jundiaí/Bundesstaat São Paulo) ist ein brasilianischer Gitarrist, Hörfunkmoderator und Musikpädagoge.

Zanon hatte den ersten Gitarrenunterricht bei seinem Vater sowie bei Antonio Guedes und Henrique Pinto und studierte an der Universidade de São Paulo bei Edelton Gloeden. 1990 zog er nach London, wo er sein Studium an der Royal Academy of Music bei Michael Lewin fortsetzte und Meisterklassen von Julian Bream und John Williams besuchte. An der University of London erwarb er den Gard eines Master of Music.

1996 gewann er mit dem Certamen Francisco Tarrega in Spanien und der International Guitar Foundation of America Competition zwei der bedeutendsten internationalen Wettbewerbe. 2008 unterrichtete er als Artist in Residence an der Königlichen Musikhochschule Stockholm, und 2009 erhielt er eine Gastprofessur an der Royal Academy of Music. Daneben unterrichtete er regelmäßig beim Master Guitarra Alicante der Universität Alicante und ab 2011 beim Festival Estoril Lisboa und gab Meisterklassen an Konservatorien in Europa, Asien, Nord- und Südamerika. Seit 2014 ist er künstlerischer Leiter des Festival de Inverno de Campos do Jordão. DieUniversidad Nacional de Rosario verlieh ihm 2022 einen Ehrendoktortitel.

Als Gitarrist trat Zanon mit namhaften Orchestern und Kammermusikensembles in mehr als fünzig Ländern u. a. in der Royal Festival Hall und Wigmore Hall in London, in der New Yorker Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, der Tschaikowski-Halle in Moskau und der Sankt Petersburger Philharmonie, im Concertgebouw in Amsterdam, der Sala São Paulo, im Palais des Beaux-Arts de Bruxelles und im Kultur- und Kongresszentrum Luzern auf. Er verfasste ein Buch über Heitor Villa-Lobos und schrieb und moderierte für das brasilianische Radio Cultura mehr als 200 Sendungen, darunter Die Kunst der Gitarre und Die brasilianische Gitarre.

Zu den Kammermusikpartnern Zanons zählen u. a. der Flötist Marcelo Barboza, die Geiger Emmanuele Baldini, Nicholas Koeckert und Elissa Cassini, die Cellisten Antonio Meneses und Viktor Uzur, die Oboisten Alex Klein und Christian Wetzel, die Gitarristen Yamandu Costa, Sérgio und Odair Assad und die Sänger Camila Titinger, Claudia Riccitelli, Carole Farley, Rosana Lamosa, Rodrigo del Pozo, Toquinho, Ney Matogrosso, Ana Luiza und Maria Mulata. Er spielte die Uraufführungen von in direkter Zusammenarbeit mit ihm entstandener Werke der Komponisten Robert Keeley, Nicholas Maw, Benjamin Dwyer, Jan van der Roost, Marlos Nobre, Ronaldo Miranda, Harry Crowl, Alexandre de Faria und Patrick Roux und vergab Kompositionsaufträge an junge Komponisten wie Rob Laidlow, João Luiz und Rafael Marino Arcaro. Seine Aufnahmen erschienen u. a. bei den Labels Musical Heritage, Decca Records und Naxos. Seine Aufnahme von Francis Himes Gitarrenkonzert wurde für einen Latin Grammy nominiert.