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Ex Voto

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Dokumentarfilm
Titel Ex Voto
Produktionsland Schweiz
Erscheinungsjahr 1986
Länge 106 Minuten
Produktions­unternehmen Langjahr Film GmbH
Stab
Regie Erich Langjahr
Drehbuch Erich Langjahr
Musik
Kamera Erich Langjahr
Schnitt Erich Langjahr
Besetzung
Trudi Hegglin-Reichmuth (1929-2004) und Familie, Geschwister Zürcher, Moritz Jäggi, Ottomar Lang (dipl. Landschaftsarchitekt), Ernst Grob (Präsident des Naturschutzbundes des Kantons Zug), Schwestern des Klosters "Maria Hilf" Gubel

Teilnehmer der Gedenkfeier 450 Jahre Kappeler Milchsuppe (1979) in der Klosterkirche Kappel am Albis (Festspiel in der Maske von Johannes Salat (1498-1561) und dem Nachfolger von Huldrich Zwingli, Heinrich Bullinger (1504-1575) (Darsteller Josef Binzegger-Tonon) sowie einem neutralen Eidgenossen)

Teilnehmer am Defilee in Emmen der Felddivision 8 mit dem Verteidigungsminister Georges-André Chevallaz (1915-2002), Korpskommandant Eugen Lüthy (1927-1990), Generalstabschef Jörg Zumstein und Divisionskommandant Rudolf Bucheli (1925-1993)

Arbeiter an der Kirschenpflückmaschine von Josef Schuler (Grossarni)

Arbeiter beim Abbruch der Dorfkapelle St. Erhard (1625-1983)

Ex Voto ist ein Kinodokumentarfilm des Schweizer Regisseurs Erich Langjahr. Mit diesem Film löst der 1944 geborene Langjahr sein Versprechen ein, die Landschaft seiner Jugend zu filmen. Ex Voto geht der Frage nach, was es bedeutet, eine Heimat zu haben.

Der Titel «Ex Voto» bedeutet Gelübde, Versprechen, Dank (siehe Votivgabe). Mit dem Film löste der Regisseur sein Gelübde ein, die Landschaft seiner Jugend zu filmen. Über sieben Jahre hinweg beobachtete er dazu die Innerschweizer Landschaft rund um den Gubel. Die meisten Aufnahmen machte Langjahr im Kanton Zug. Weitere Drehorte befinden sich in den Nachbarkantonen Schwyz, Luzern und Zürich.[1]

Die ersten Aufnahmen zum Film entstanden 1979. Veröffentlicht wurde er 1986.

2018 wurde der Film mit Hilfe von Memoriav (Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz) digital restauriert.

Der Film zeigt die Region um den Gubel mit dem Frauenkloster «Maria Hilf», Bauern, die Bäuerin Trudi Hegglin und Zerstörungen durch Kiesabbau und Zersiedelung.

«Ex Voto» löste bei seinem Erscheinen 1986 ein grosses Echo aus. Am 18. Dokumentarfilmfestival in Nyon wurde der Film von der ökumenischen Jury mit dem ersten Preis geehrt.[2]

Weitere Preise folgten 1987. Am Festival Cinéma du Réel in Paris wurde der Film mit dem «Prix spécial» ausgezeichnet[3] und am Dokumentarfilmfestival in Leipzig gewann er den Spezialpreis der internationalen Jury.[4]

Auch beim Kinopublikum stiess «Ex Voto» auf viel Aufmerksamkeit. Der Film wurde nicht nur in der deutschsprachigen Schweiz, sondern auch in den französisch[5] und italienisch[6] sprechenden Landesteilen wie auch international an zahlreichen Filmfestivals gezeigt.[3][7]

Rückblickend schrieb Kulturjournalist Andreas Faessler 2018 in der Luzerner Zeitung: „Der Film kann als bedeutendes immaterielles Kulturgut von Zug und der Schweiz eingestuft werden.“[8]

Im Zuger Neujahrsblatt erschien 1988 unter dem Titel "«Ex Voto» von Erich Langjahr: Über einen Zuger Dokumentarfilm, über das Echo zu diesem Film und über die Hintergründe der Arbeit an diesem Film." ein vom Kunsthistoriker Niklaus Oberholzer verfasster Hintergrundartikel.[1]

Aus Anlass des 80. Geburtstags von Erich Langjahr veranstaltete das Festival Der neue Heimatfilm in Freistadt (AT) 2024 eine Werkschau mit einer Auswahl seiner Filme. Dabei wurde auch «Ex Voto» vorgeführt, der dort, während der ersten Ausgabe des Festivals, bereits 1988 zum ersten Mal gezeigt worden war.[9]

Festivalvorführungen

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  • 65. Anthropos International Festival of Documentary Film Los Angeles (USA), 1.-8.12.1988
  • 37. Festival Der neue Heimatfilm Freistadt (AT), 2024

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Niklaus Oberholzer: "Ex Voto" von Erich Langjahr : Über einen Zuger Dokumentarfilm, über das Echo zu diesem Film und über die Hintergründe der Arbeit an diesem Film. In: Zuger Neujahrsblatt. 1988, S. 97 - 104.
  2. 1 2 Langjahr erhält Preis der ökumenischen Jury. In: Luzerner Neueste Nachrichten. Nr. 244. Luzern 21. Oktober 1986.
  3. 1 2 Louis Marcorelles: Cinéma : Le Palmarès du cycle Cinéma du réel. In: Le Monde. Paris 17. März 1987.
  4. 1 2 Spezialpreis in Leipzig für "Ex Voto". In: Tages-Anzeiger. Zürich 30. November 1987.
  5. Freddy Buache: Cinemas : Les 22es Journées de Soleure. In: Le Matin. 18. Januar 1987.
  6. Paolo Bertossa: A colloquio con Erich Langjahr, regista di Ex Voto : Riscoprire i veri valori per capire te stesso. In: Giornale del Popolo. 14. August 1987.
  7. Hitch.: Film Reviews : Ex Voto (Swiss-Docu-Color-16m). In: Variety. New York 31. Dezember 1986.
  8. Andreas Faessler: Die Heimat in Bilder gefasst. In: Luzerner Zeitung. 28. November 2018, abgerufen am 22. Mai 2020.
  9. Werkschau: Erich Langjahr. Abgerufen am 26. Mai 2026.
  10. Rolf Breiner: Luzerner Kunstpreis; Anerkennungspreis an Erich Langjahr. In: Luzerner Tagblatt. Luzern 29. Oktober 1987.