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Eva Trobisch

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Eva Trobisch (2026)

Eva Trobisch (* 3. August 1983 in Berlin) ist eine deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin.[1]

Nachdem sie unter anderem als Regieassistentin und im Bereich Script praktische Filmerfahrungen gesammelt hatte, bewarb sich Trobisch 2009 erfolgreich für das Studium der Spielfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte sie 2013 vorübergehend Drama und Cinema Studies an der Tisch School of the Arts in New York City. Anschließend absolvierte sie bis 2016 einen Masterstudiengang in Screenwriting an der London Film School.[2]

Ihr Abschlussfilm Alles ist gut hatte seine Deutschlandpremiere auf dem Filmfest München, wo er den Förderpreis Neues Deutsches Kino und den FIPRESCI-Preis gewann. Seine internationale Premiere feierte der Film auf dem Locarno Film Festival und erhielt dort den Preis für den besten Debütfilm.[3] 2019 wurde Trobisch mit dem Young Talent Award der Initiative Women in Motion ausgezeichnet, der im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes verliehen wurde, sowie mit dem Förderpreis der Ödön-von-Horváth-Stiftung.[4][5]

Am Theater Basel inszenierte sie in der Spielzeit 2021/2022 Kleists Penthesilea und gab damit ihr Debüt als Theaterregisseurin.[2]

Ivo, ihr zweiter langer Spielfilm, feierte seine Weltpremiere in der Sektion Encounters der Berlinale 2024.[6] Im selben Jahr nahm das US-amerikanische Branchenmagazin Variety Trobisch in seine Auswahl „10 Directors to Watch“ auf.[7]

Ihr dritter Spielfilm Etwas ganz Besonderes wurde im Februar 2026 im Wettbewerb der Berlinale 2026 uraufgeführt und konkurrierte dort um den Goldenen Bären.[8] Der Film folgt der 16-jährigen Schülerin Lea aus Greiz, die als Sängerin an einer Castingshow teilnimmt, und zeigt ihre Entwicklung im Umfeld familiärer Konflikte und gesellschaftlicher Spannungen in der ostdeutschen Provinz auf.[1] Zu den behandelten Themen gehören das berufsbedingte Pendeln nach Westdeutschland, wirtschaftliche Unsicherheit, Auseinandersetzungen um die Erinnerung an die DDR und Rechtsextremismus, die nicht als voneinander getrennte Problemfelder, sondern als Bestandteile des Alltags der Figuren erscheinen.[1] In der Inszenierung verzichtete Trobisch weitgehend auf eine klassische Spannungsdramaturgie und setzte stattdessen auf genaue Beobachtung, Zeitsprünge und beiläufig eingestreute Details, durch die länger andauernde Konflikte sichtbar werden.[1]

Filmografie (Auswahl)

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  • 2010: Fünf Stunden Montag (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch
  • 2012: Wie du küsst (Kurzfilm) – Regie, Drehbuch
  • 2017: Es ist egal, aber (Kurzfilm) – Produktion
  • 2018: Alles ist gut – Regie, Drehbuch
  • 2024: Ivo – Regie, Drehbuch
  • 2026: Etwas ganz Besonderes – Regie, Drehbuch
  • 2019: Förderpreis der Ödön-von-Horváth-Stiftung[5]
  • 2019: Young Talent Award der Initiative Women in Motion[4]
  • 2024: Aufnahme in die Auswahl „10 Directors to Watch“ von Variety[7]
  • 2024: Heiner-Carow-Preis für Ivo
  • 2024: Bester Film beim Bolzano Film Festival Bozen für Ivo[9]
Commons: Eva Trobisch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Barbara Schweizerhof: Film „Etwas ganz Besonderes“: Die unmittelbare Gegenwart in der ostdeutschen Provinz. In: taz. 13. Juli 2026, abgerufen am 14. Juli 2026.
  2. 1 2 Regisseurin Eva Trobisch | Theater Basel. Abgerufen am 9. Februar 2025.
  3. ↑ Locarno Film Festival · Swatch First Feature Award. Archiviert vom Original am 21. August 2024; abgerufen am 9. Februar 2025 (amerikanisches Englisch).
  4. 1 2 Women in Motion Awards | Honoring Talented Women. Abgerufen am 9. Februar 2025 (englisch).
  5. 1 2 Förderpreisträger. In: Ödön-von-Horváth-Gesellschaft. Abgerufen am 9. Februar 2025.
  6. ↑ | Berlinale | Archiv | Programm | Ivo. Abgerufen am 9. Februar 2025.
  7. 1 2 Peter Debruge, Murtada Elfadl, Todd Gilchrist, Gregg Goldstein, Paula Hendrickson, Courtney Howard, Angelique Jackson, Brent Simon, Adam B. Vary: Variety’s 10 Directors to Watch for 2024: Blitz Bazawule, Cord Jefferson and Anna Kendrick Among Noteworthy Helmers. In: Variety. 4. Januar 2024, abgerufen am 9. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  8. ↑ Etwas ganz Besonderes (Home Stories). In: berlinale.de. Abgerufen am 1. Februar 2026.
  9. ↑ cb: „Ivo“ gewinnt Hauptpreis. 20. April 2024, abgerufen am 9. Februar 2026.