Eva Brummer

Eva Ester Brummer-Korvenkontio (geb. Martio[1] am 13. März 1901 in Tampere; gest. am 28. Juni 2007 in Espoo) war eine finnische Textilkünstlerin.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eva Brummer lernte an der zweisprachigen Zentralschule für Kunstgewerbe in Helsingfors (heute Teil der Aalto-Universität) von 1922 bis 1923 zuerst Modellzeichnung und bildete sich dort von 1924 bis 1926 als Zeichenlehrerin aus. Von 1926 bis 1980 arbeitete sie freischaffend als Textilkünstlerin sowie von 1928 bis 1968 als Zeichenlehrerin an Schulen in Helsinki.
Sie war mit dem Künstler und Kritiker Arttu Brummer verheiratet.
Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neben Textilien für kirchliche Zwecke widmete sich Brummer vor allem der Herstellung traditioneller nordischer Florteppiche, der sogenannten Ryen. Sie leistete sowohl in technischer als auch in künstlerischer Hinsicht einen erneuernden Beitrag zur Ryekunst und gilt als eine der Erneuerinnen dieser Textilkunst in Finnland. Insbesondere löste sie sich von der zuvor vorherrschenden streng geometrischen Komposition und erregte auch mit ihrer Farbgestaltung Aufmerksamkeit.
Für die Vereinigung Freunde der finnischen Handarbeit entwarf sie traditionelle Ryen, unter anderem als Bodenteppiche. In späterer Zeit entwickelte sich ihr Stil weiter, und sie schuf zunehmend malerisch wirkende Stücke. Gegen Ende ihres Schaffens verwendete sie häufig dunkle Farbtöne und zahlreiche Abstufungen.
Ihre Kunst wird seit 1930 international ausgestellt. Seither war sie an allen großen Ausstellungen und Jubiläen der Vereinigung „Freunde der finnischen Handarbeit“ beteiligt.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1979 wurde ihr die Medaille Pro Finlandia verliehen.[2] Für ihre Arbeiten erhielt sie außerdem mehrere Preise auf internationalen Designausstellungen. Ihre Werke befinden sich heute in zahlreichen Museumssammlungen, neben Finnland auch im Schwedischen Nationalmuseum.
Anlässlich ihres 100. Geburtstags im Jahr 2001 wurde im Helsinkier Kunstindustriemuseum eine große Ausstellung gezeigt.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Mirja Almay: Brummer, Eva. In: Olli Alho (Hrsg.): Kulturlexikon Finnland. 2. Auflage. Finnische Literaturgesellschaft, Helsinki 1999, ISBN 951-717-032-5 (formal falsch), S. 37.
- Bengt von Bonsdorff: Brummer, Eva. In: Rabbe Sandelin (Hrsg.): Uppslagsverket Finland. Aktualisierte Onlineversion des 2003–2007 beim Verlag Schildts erschienenen Lexikons. Svenska folkskolans vänner, 31. Mai 2023 (schwedisch, uppslagsverket.fi [abgerufen am 5. April 2026] CC-BY-CA 4.0).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eva Brummer, Nachruf in Helsingin Sanomat.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ https://collection.nationalmuseum.se/sv/artists/artist/3753/
- ↑ Suomen Leijonan Pro Finlandia -mitalin saajat 1945–2015. Archiviert vom am 12. Juni 2018; abgerufen am 5. April 2026 (finnisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brummer, Eva |
| ALTERNATIVNAMEN | Brummer, Eva Ester (vollständiger Name); Martio, Eva Ester (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | finnische Textilkünstlerin |
| GEBURTSDATUM | 13. März 1901 |
| GEBURTSORT | Tampere |
| STERBEDATUM | 28. Juni 2007 |
| STERBEORT | Espoo |