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European Universities Debating Championship

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Die European Universities Debating Championship (kurz: EUDC, umgangssprachlich: Euros (Pl.)) ist die alljährlich ausgetragene Europameisterschaft im Debating. Das Format der EUDC ist der auf internationalen Turnieren übliche British Parliamentary Style, die Turniersprache Englisch. Die Grundidee ist die eines Wettbewerbs zwischen Universitäten, denen jeweils genau ein Debattierclub zugeordnet ist. Tatsächlich jedoch gibt es einzelne Fälle, in denen ein Club mehrere Institutionen abdeckt, während andererseits manche Universitäten, etwa aufgrund eines internen College-Systems, mehrere Societies haben.

Bei der in Kopenhagen ausgetragenen EUDC 2025 gewann ein Team von der Universität Zagreb in der offenen Kategorie[1], ein Team von der University of Oxford konnte den Wettbewerb in der Kategorie ESL (English as a Second Language) für sich entscheiden.[2]

In der heute bekannten Form fand die Meisterschaft zum ersten Mal im April 1999 im niederländischen Rotterdam statt. Nur 32 Teams, also 64 Redner, traten damals an. Seitdem hat ein deutliches Wachstum des Wettbewerbs stattgefunden. Auf der EUDC 2011 redeten 180 Teams.

Die EUDCs seit 1999:

JahrOrtAusrichter
1999Niederlande RotterdamErasmus-Universität Rotterdam
2000Vereinigtes Königreich AberdeenUniversity of Aberdeen
2001 LjubljanaUniversität Ljubljana
2002 HaifaUniversität Haifa
2003 ZagrebUniversität Zagreb
2004Vereinigtes Königreich DurhamUniversity of Durham
2005 CorkUniversity College Cork
2006Deutschland BerlinBerlin Debating Union
2007 IstanbulKoç University
2008 TallinnUniversität Tallinn
2009Vereinigtes Königreich Newcastle upon TyneNewcastle University
2010Niederlande AmsterdamFreie Universität Amsterdam
2011 GalwayLiterary and Debating Society und Law Society der National University of Ireland
2012 BelgradThe Open Communication der Universität Belgrad
2013Vereinigtes Königreich ManchesterManchester Debating Union
2014 ZagrebZagreb Debating Society and The Open Communication[3]
2015Österreich WienDebattierklub Wien[4]
2016 WarschauFundacja Polska Debatuje[5]
2017 TallinnTallinn University of Technology Debate Society[6][7]
2018 Novi SadNovi Sad Business School[8][9]
2019 AthenDebating Society of Greece[10]
2020 Nur-SultanAstana Debate Union[11]
2021Spanien MadridU. Complutense de Madrid[12]
2022 ZagrebZagreb Faculty of Humanities and Social Sciences, American International School of Zagreb, Zagreb Debate Union[12]
2023 BurgasThe Bulgarian Debate Association, Burgas Free University (BFU)[12]
2024 GlasgowGlasgow University Union[12]
2025Dänemark KopenhagenCopenhagen Debating Society / Copenhagen Buisness School[12]
2026Niederlande UtrechtUtrecht University[12]

Ausrichtungsmodus

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Der Wettbewerb umfasst neun Vorrunden (preliminary rounds), an denen alle Teams teilnehmen, und im K.-o.-System ausgetragene Finalrunden (break rounds) bis hin zum Finale. Wie auf großen internationalen Turnieren üblich gibt es nach den Vorrunden zwei Breaks in die Finalrunden: Neben dem Open Break, um den alle Teams konkurrieren, gibt es den ESL-Break, zu dem nur solche Teams zugelassen sind, deren Mitglieder nicht über längere Zeit in einem englischsprachigen Umfeld gelebt haben. ESL steht hier für English as Second Language. Ein für den ESL-Break zugelassenes Team kann bei Erreichen einer hinreichenden Position in der Team-Rangliste (Team-Tab) nach den Vorrunden beide Finalrunden bestreiten und somit auch beide Europameistertitel erringen. 2009 erregte ein ESL-Team aus Tel Aviv Aufsehen, als es im ESL-Halbfinale ausschied, das Open Final jedoch erreichte. 2011 gelang erneut einem Team aus Tel Aviv der doppelte Break, und zudem der Sieg im ESL-Wettbewerb.

Jahr Europameister ESL-Europameister
2025  University of Zagreb[13] Vereinigtes Königreich University of Oxford[14]
2024  Trinity College Dublin, The Hist[15]  University of Zagreb[16]
2023  Universität Sofia[17]  Universität für National- und Weltwirtschaft[18]
2022  Trinity College Dublin, The Phil[19] Universität Tel Aviv[20]
2021  University of Oxford[21] Ljubljana[21]
2020 Leiden Debating Union[22] Leiden Debating Union[22]
2019
2018 Universität Tel Aviv[9] Universität Tel Aviv[9]
2017 Vereinigtes Königreich Universität Glasgow[7] Universität Tel Aviv[7]
2016 PEP[5] Universität Tel Aviv[5]
2015 Vereinigtes Königreich Universität St. Andrews[4] Universität Tel Aviv[4]
2014 Vereinigtes Königreich Universität Sheffield[3] Universität Belgrad[3]
2013 Vereinigtes Königreich University of Cambridge Schweden Universität Lund
2012 Vereinigtes Königreich BPP University College Niederlande Universität Leiden
2011 Vereinigtes Königreich University of Oxford Universität Tel Aviv
2010 Honorable Society of King’s Inns Universität Ljubljana
2009 Vereinigtes Königreich University of Oxford Niederlande Universität Leiden
2008 Vereinigtes Königreich University of Oxford Babeș-Bolyai-Universität Cluj
2007 Vereinigtes Königreich University of Cambridge Universität Tallinn
2006 Vereinigtes Königreich University of Oxford Deutschland Universität Bonn
2005 Vereinigtes Königreich Durham University Niederlande Erasmus-Universität Rotterdam
2004 Niederlande Universität Utrecht Interdisciplinary Center
2003 Vereinigtes Königreich University of Bristol Niederlande Erasmus-Universität Rotterdam
2002 Vereinigtes Königreich University of Oxford Hebräische Universität Jerusalem
2001 Vereinigtes Königreich Inner Temple Niederlande Erasmus-Universität Rotterdam
2000 Vereinigtes Königreich University of Oxford Universität Tartu
1999 Vereinigtes Königreich University of Oxford Deree College

EUDC-Council und -Committee

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Auf der Europameisterschaft 1999 wurde das EUDC-Council als oberstes Entscheidungsorgan gegründet. Jedes Land ist mit hier mit einer Stimme vertreten. Die alljährliche Zusammenkunft, auf der auch der nächste EUDC-Ausrichter per Wahl bestimmt wird, findet im Rahmen des Turniers statt. Mindestens drei solcher Entscheidungen waren das Ergebnis eines Wettbewerbs. So setzte sich 2001 die Universität Haifa gegen die University of Limerick, 2005 die Berlin Debating Union gegen die Istanbuler Koç University und 2007 die Universität Tallinn gegen das Interdisciplinary Center im israelischen Herzlia durch. Außerdem entscheidet das Council über Regelfragen, wie etwa die Kriterien für die Zulassung zum ESL-Break.

Das EUDC-Committee besteht aus einem Präsidenten, der zugleich Vorsitzender des Council ist, einem Sekretär, dem Ausrichter der laufenden und folgenden EUDC sowie Regionalrepräsentanten für Mittel- und Osteuropa, Nord- und Westeuropa, Südosteuropa, den Nahen Osten und die Britischen Inseln. Dieses Gremium erörtert Angelegenheiten, die zwischen den jährlichen Council-Meetings aufkommen.

Der amtierende Vorsitzende des Council und Präsident des Committee ist Jan-Gunther Gosselke vom Debating Club an der Universität St. Gallen. Er folgte auf Karin Merckens der Universität Leiden. Frühere Vorsitzende umfassten unter anderem Marcus Ewald vom Debattierclub Johannes Gutenberg in Mainz (2013), Stephen Nolan von der Literary and Debating Society in Galway (2012) und Jens Fischer von der Berlin Debating Union (2011).

World Universities Debating Championship (WUDC), die Weltmeisterschaft im Debating.

Einzelnachweise

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  1. EUDC 2025 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  2. EUDC 2025 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  3. 1 2 3 Achte Minute: EUDC 2014 – Winners and Top Speakers. Abgerufen am 10. August 2018 (englisch).
  4. 1 2 3 Achte Minute: EUDC 2015 – St. Andrews and Tel Aviv are the new European Champions. Abgerufen am 10. August 2018 (englisch).
  5. 1 2 3 Achte Minute: EUDC 2016: Die Ergebnisse. Abgerufen am 10. August 2018.
  6. Tallinn EUDC: Quick Information. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Mai 2018; abgerufen am 28. Mai 2018 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. 1 2 3 Achte Minute: Tallinn EUDC 2017: Tel Aviv and Glasgow are the new European Champions. Abgerufen am 10. August 2018 (englisch).
  8. Novi Sad EUDC 2018. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Mai 2018; abgerufen am 28. Mai 2018 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. 1 2 3 Achte Minute: EUDC 2018 results: Tel Aviv win both finals. Abgerufen am 10. August 2018 (englisch).
  10. Athens EUDC 2019. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Mai 2018; abgerufen am 28. Mai 2018 (amerikanisches Englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. Astana EUDC 2020. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2018; abgerufen am 10. August 2018 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. 1 2 3 4 5 6 Previous Championships. In: eurodebating.org. Abgerufen am 10. August 2025 (englisch).
  13. EUDC 2025 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  14. EUDC 2025 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  15. Glasgow EUDC 2024 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  16. Glasgow EUDC 2024 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  17. Black Sea EUDC 2023 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  18. Black Sea EUDC 2023 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  19. EUDC 2022 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  20. EUDC 2022 | Ergebnisse. Abgerufen am 20. Oktober 2025.
  21. 1 2 Johannes Meiborg: Madrid EUDC 2021 – DK Wien und BDU sind ESL-Vizemeister. Turniere. In: Achte Minute. 20. März 2024, abgerufen am 15. Oktober 2025.
  22. 1 2 Johannes Meiborg: Leiden wins both finals at Astana EUDC 2020. International, Turniere. In: Achte Minute. Abgerufen am 15. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).