Der Eschkopf ist Teil der Frankenweide, die ein zentrales Massiv im Pfälzerwald darstellt und über die zugleich die Wasserscheide zwischen Oberrhein und Mosel verläuft. Der Gipfel des im Biosphärenreservat Pfälzerwald und im Naturpark Pfälzerwald liegenden Bergs erhebt sich etwa 3,4km nördlich von Hofstätten (Landkreis Südwestpfalz) und 3,6km (jeweils Luftlinie) südsüdöstlich des im benachbarten Landkreis Kaiserslautern befindlichen Weilers Johanniskreuz. Der Berg ist der nördlichste einer Reihe von vier Gipfeln, die 600m übertreffen. Nach Süden folgen der Mosisberg (etwa 610m), der Hortenkopf (606,2m) sowie der Weißenberg (609,9m).
Etwa 500m nordwestlich des Eschkopfgipfels entspringt mit dem Erlenbach der stärkste Quellbach des Speyerbachs, der nach Osten direkt zum Rhein fließt; rund 900m östlich des Gipfels liegt die Quelle des Wellbachs, dessen Wasser zuerst südwärts, dann über die Queich ebenfalls ostwärts dem Rhein zustrebt. Obere Zuflüsse des Schwarzbachs, der selbst unterhalb von Johanniskreuz entspringt, haben ihre Quellen an der Westflanke des Bergs. Ihr Wasser gelangt nach Westen über Blies, Saar und Mosel zum Rhein.
Die Nord- und Nordwestflanke des Eschkopfs fällt –unterhalb der B48– in das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Biosphärenreservat Pfälzerwald (FFH-Nr.6812-301; 359,97km²) und in das VogelschutzgebietPfälzerwald (VSG-Nr.6812-401; 30,233km²) ab.[4]
Der plateauartige Gipfelbereich trägt zwei markante Bauwerke: Der etwa 20m[5] hohe Eschkopfturm wurde 1902 zum Zweck von Vermessungen erbaut. Als Aussichtsturm mit 98Stufen ermöglicht er einen weiten Rundblick vom Donnersberg im Norden über die Kalmit im Osten bis ins französische Elsass im Süden. Etwa 1km nordöstlich befindet sich auf 585,3m[6] Höhe der Turm der Sekundär-Radaranlage Pfälzer Wald der Deutschen Flugsicherung.
Nördlich und östlich vorbei an der Gipfelregion des Eschkopfs führt die kurvenreiche Bundesstraße 48. Sie verläuft von Hochspeyer im Norden, durch Johanniskreuz, über die Eschkopfhochlagen, wobei sie auf der Nordflanke des Bergs 549,5m[7] Höhe erreicht, und durch das Wellbachtal nach Annweiler am Trifels im Süden. Am Abzweig nach Iggelbach wird eine Bushaltestelle in den Sommermonaten an Sonn- und Feiertagen je zweimal von Neustadt an der Weinstraße aus bedient.
↑Helmut Beeger u. a.:Die Landschaften von Rheinhessen-Pfalz – Benennung und räumliche Abgrenzung. In: Berichte zur deutschen Landeskunde. Band63, Heft 2. Trier 1989, S.327–359.