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Erzbistum Lecce

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Erzbistum Lecce
Karte Erzbistum Lecce
Basisdaten
Staat Italien
Kirchenregion Apulien
Kirchenprovinz Lecce
Diözesanbischof Angelo Raffaele Panzetta
Emeritierter Diözesanbischof Domenico Umberto D’Ambrosio
Michele Seccia
Gründung 1057
Fläche 750 km²
Pfarreien 77 (2023 / AP 2024)
Einwohner 265.602 (2023 / AP 2024)
Katholiken 262.306 (2023 / AP 2024)
Anteil 98,8 %
Diözesanpriester 119 (2023 / AP 2024)
Ordenspriester 51 (2023 / AP 2024)
Katholiken je Priester 1543
Ständige Diakone 27 (2023 / AP 2024)
Ordensbrüder 56 (2023 / AP 2024)
Ordensschwestern 186 (2023 / AP 2024)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Italienisch
Kathedrale Cattedrale di Maria Santissima Assunta
Website www.diocesilecce.org
Suffraganbistümer Erzbistum Brindisi-Ostuni
Bistum Nardò-Gallipoli
Erzbistum Otranto
Bistum Ugento-Santa Maria di Leuca
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz Lecce

Das Erzbistum Lecce (lat.: Archidioecesis Lyciensis, ital.: Arcidiocesi di Lecce) ist eine in Italien gelegene römisch-katholische Erzdiözese mit Sitz in Lecce.

Die Legende besagt, dass die christliche Religion in Lecce von Orontius von Lecce (italienischer Name: Oronzo) eingeführt wurde, der auch als erster Bischof und Märtyrer verehrt wird. Historisch belegt ist, dass Lecce im 6. Jahrhundert, zur Zeit der byzantinischen Herrschaft, ein Bistum war.[1]

Im Jahre 1057 wurde das Bistum Lecce formell durch Papst Stephan IX. errichtet und dem Erzbistum Benevent als Suffraganbistum unterstellt. Zu diesem Zeitpunkt unterstellten die Normannen, die die Region erobert hatten, das Bistum dem Erzbistum Benevent als Suffraganbistum. Die Kathedrale von Lecce wurde ursprünglich 1144 erbaut und 1230 erstaals repariert. Das Bistum ist eng mit der Entwicklung der Stadt Lecce verbunden. Es erlebte eine Blütezeit im Barock, vor allem im 17. und 18. Jahrhundert, als der Lecceser Barock (auch salentinischer Barock) entstand. Vom 17. Mai 1518 bis zum 3. Juni 1521 war unter dem Episkopat von Antonio Acquaviva d’Aragona das Bistum Alessano mit dem Bistum Lecce in persona episcopi vereinigt.[1]

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Bistum verschiedene Veränderungen und hatte bedeutende Bischöfe:[2]

  • Luigi Pappacoda (Bischof ab 1639) ließ die Kathedrale von Lecce im 17. Jahrhundert umfassend umbauen und gab ihr ihr heutiges barockes Aussehen, nachdem der Stadtpatron St. Oronzo die Stadt 1656 vor der Pest bewahrt hatte.
  • Antonio Pignatelli (Bischof ab 1672), der spätere Papst Innozenz XII., gründete das Priesterseminar von Lecce.

Das Bistum Lecce wurde am 28. September 1960 durch Papst Johannes XXIII. mit der Apostolischen Konstitution Cum a nobis dem Heiligen Stuhl direkt unterstellt.[3] Am 20. Oktober 1980 wurde das Bistum Lecce durch Papst Johannes Paul II. mit der Apostolischen Konstitution Conferentia Episcopalis Apuliae zum Erzbistum und Metropolitanbistum der gleichnamigen Kirchenprovinz erhoben.[4]

Commons: Bistum Lecce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Eintrag über Lecce auf britannica.com, abgerufen am 5. November 2025 (englisch)
  2. Churches of Lecce auf digitalhistory.unite.it, abgerufen am 5. November 2025 (englisch)
  3. Ioannes XXIII: Const. Apost. Cum a nobis, AAS 53 (1961), n. 7, S. 345f.
  4. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Conferentia Episcopalis Apuliae, AAS 72 (1980), n. 8, S. 1076f.
Dom in Lecce
Erzbischöfliches Palais in Lecce