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Erongo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Region Erongo
Details Details
Basisdaten
Regionshauptstadt Swakopmund
Größte Stadt Walvis Bay
Motto Industry, Cooperation, Integrity
(Industrie, Kooperation, Integrität)
ISO 3166-2 NA-ER
Webseite erc.com.na
Karte der Region
Karte Erongo in NamibiaSüdafrikaSimbabweAngolaSambiaBotswanaKavango-WestKavango-OstOhangwenaSambesiOshanaOmusatiOshikotoKuneneErongoOmahekeOtjozondjupaKhomasHardapǁKaras
Karte Erongo in Namibia
Einwohner und Geographie
Einwohnerzahl 240.206 (2023)[1]
Einwohnerdichte 3,77 je km²
Sprachen Afrikaans, Deutsch, Englisch, Khoekhoegowab
Koordinaten 22° 35′ S, 15° 7′ OKoordinaten: 22° 35′ S, 15° 7′ O
Fläche 63.639,27 km²
Höchster Punkt 2.573 m (Königstein)
Politik und Verwaltung
Regierende Partei IPC
Gouverneur/in Natalia ǀGoagoses
Sitzverteilung im Regionalrat SWAPO 7
Wahlkreise 7
Letzte Wahl 2025
Nächste Wahl 2030

Erongo ist eine der 14 Regionen von Namibia und bildet den bevölkerungsreichsten Küstenabschnitt Namibias am Atlantik mit Swakopmund als Regionalhauptstadt und Walvis Bay als größtem Überseehafen des Landes. Die Küstenabschnitte nördlich und südlich dieser Agglomeration sind im Wesentlichen nur Wüste. Richtung Landesinneres befinden sich in Erongo auch wichtige Minen. Der Name Erongo leitet sich vom Erongogebirge ab. Sie hat (Stand 2023) 240.206 Einwohner[1] auf einer Fläche von 63.639,27 km².

Siehe auch: Geographie Namibias

Swakopmund

Wesentlicher Teil von Erongo ist der Bereich an der Südatlantik-Küste, der als Skelettküste bekannt wurde, weil dort aufgrund vorgelagerter Untiefen viele Schiffe gestrandet sind und nicht mehr flott gemacht werden konnten. Der ganze Bereich dieser Skelettküste ist bis auf wenige, nur äußerst selten Wasser führenden kleinen Flussläufe völlig trocken. Ein Überleben dort ist für Besucher oder Schiffbrüchige somit nahezu unmöglich. Seit einigen Jahren führt küstenparallel eine breite Straße (Pad) bis kurz vor die Grenze Angolas, die ab dem Gate des Skelettküstenparks aber nur mit einer speziellen Erlaubnis (Permit), die bei der Ranger-Station in Swakopmund ausgestellt wird, befahren werden darf. Im Skelettküstenpark gibt es als einzige Station das Regierungscamp Terracebay. Langsam wieder zunehmende Populationen von aus dem Etoscha-Nationalpark durch die Kowarib-Schlucht und über den Grootberg-Pass längs des Hoanib bis in die Küsten-Namib einwandernder Elefanten und seltener Raubtiere, z. B. der braunen Hyäne, auch Strandwolf oder Schabrackenhyäne genannt, bilden, neben der ungeheuren Weite und Ruhe, das Ziel eines speziellen Tourismus, abseits der bekannten Pfade. Eine Stichstraße in Richtung Etosha-Pfanne, vorbei am Versteinerten Wald, ist die einzige durch Menschenhand geschaffene Abwechslung.

Weiter südlich, kurz vor Swakopmund, gibt es noch das Robbenkap, wo große Robben-Populationen ganzjährig beobachtet werden, weil der hier vorbeiführende kalte Benguela-Strom Fische im Überfluss vorbeiziehen lässt. Auch nachts beobachtbare Trawler aus vielen Ländern, weit draußen jenseits der Sandbänke, deuten auf die noch ausreichend vorhandenen Fisch-Ressourcen hin.

Laut der Volkszählung 2023 sprechen 20,2 Prozent der Einwohner der Region Oshikwanyama als Hauptsprache. Es folgen Afrikaans mit 19,9 Prozent, Khoekhoegowab mit 15,6 und Oshindonga mit 11,1 Prozent. 0,5 Prozent der Einwohner nutzen Deutsch als Hauptsprache (gegenüber etwa 2,8 Prozent im Jahr 2011).[2]

Regionalpolitik

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Von 2004 bis 2020 und seit Ende 2025 stellt die SWAPO die absolute Mehrheit der sieben Erongo-Regionalratsmitglieder, die alle fünf Jahre in die Regionalhauptstadt Swakopmund gewählt werden.

 
Insgesamt 7 Sitze
Partei 1992–1997 1998–2004 2004–2010 2010–2015 2015–2020 2020–2025 2025–2030
IPC 3 0
SWAPO 3 2 5 7 6 (4) 3 7
UDF 1 0 2 0 1 1 0
PDM (DTA) 2 4 0 0 0 (1) 0 0
RP 1 1 0 0 0 0 0
Unabhängige 0 0 0 0 1 0 0
Die Anzahl der Sitze kann sich durch Nachwahlen im Laufe einer Legislaturperiode ändern.

Verwaltungsgliederung

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Wahlkreise in Erongo

Die Region Erongo gliedert sich in sieben Wahlkreise:

Zudem finden sich (Stand Juni 2018) in der Region die folgenden Lokalverwaltungen:[3]

Die Region Erongo gilt nach der Region Khomas als wirtschaftsstärkste Namibias. Hierfür sind vor allem der Hafen Walvis Bay und die zahlreiche Bergbaugebiete wie die Rössing- und Husab-Mine verantwortlich. Zudem befindet sich am Stadtrand von Walvis Bay der größte steinverarbeitende Betrieb Afrikas.[4]

Zu den größten aktuellen Wirtschaftsprojekten (Stand Juli 2024) zählt der Bau einer zweiten Meerwasserentsalzungsanlage.

Commons: Erongo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Erongo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. a b Census 2023 – Erongo Region. Namibia Statistics Agency. Abgerufen am 16. Juli 2024.
  2. Regional Profile Erongo. In: Namibia 2023 Population and Housing Census, Namibia Statistics Agency, S. 146. Abgerufen am 18. November 2025.
  3. Contact Us. Erongo Regional Council. Abgerufen am 1. Juni 2018.
  4. Gigantische Fabrik in der Namib vorgestellt. In: Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2014, abgerufen am 16. November 2014