Enns
| Stadtgemeinde Enns | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Linz-Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | LL | |
| Fläche: | 33,29 km² | |
| Koordinaten: | 48° 12′ N, 14° 28′ O | |
| Höhe: | 281 m ü. A. | |
| Einwohner: | 12.184 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 366 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4470 | |
| Vorwahl: | 07223 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 10 05 | |
| NUTS-Region | AT312 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Hauptplatz 11 4470 Enns | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Christian Deleja-Hotko (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (37 Mitglieder) |
||
| Lage von Enns im Bezirk Linz-Land | ||
Der Hauptplatz von Enns mit dem Stadtturm im Zentrum | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Enns ist eine Stadt mit 12.184 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Linz-Land in Oberösterreich. Sie liegt an der Donau und am Fluss Enns, der hier die Grenze zu Niederösterreich bildet.

Die Stadt bezeichnet sich als älteste Stadt Österreichs, was jedoch umstritten ist. Die Stadtrechtsurkunde aus dem Jahr 1212 ist auf jeden Fall die älteste im Original erhaltene Urkunde und kann im Ennser Museum besichtigt werden. Enns ist die Nachfolgestadt von Lauriacum, das 212 zur Stadt erhoben wurde. Außerdem war Enns die erste Cittàslow-Stadt Österreichs. Wahrzeichen der Stadt ist der 60 m hohe Stadtturm.
Etymologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name der Enns leitet sich vom keltischen Ani her. Das älteste keltische Wort für Wasser ist ISA. Im Laufe der Jahrhunderte ist die an die Flussnamen angehängte Silbe ISA (Wasser), immer mehr verkürzt worden, bis letztlich nur mehr das Suffix-S verblieb. Ein gutes Beispiel dafür ist die Enns, deren Name sich aus En-Isa oder Anisa entwickelt hat, worin sich der alte Name der Stadt Enns „Anisaburg“ widerspiegelt. Das keltische Wort OENUS/AINOS „fließendes Wasser“ ist bei dieser Namensherleitung auch von Bedeutung.[1] Die Römer hatten daraus den lateinischen Namen Anisus gemacht. Im 9. Jahrhundert wurde der Fluss Anesis bzw. Enisa genannt, woraus sich später der Name Enns entwickelte.[2]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Enns liegt auf ca. 240–300 m Höhe im oberösterreichischen Zentralraum. Die Gemeinde erstreckt sich vom linken (nördlichen) Ufer der Donau gegenüber von Mauthausen linksufrig die unterste Enns hinauf. Die nördlichen Gemeindeteile gehören zum weitgehend flachen Linzer Feld, die südöstlichen zum Unteren Ennstal, die südwestlichen zur Traun-Enns-Platte. Weiteres Hauptgewässer ist der unterste Kristeiner Bach, und sein Nebenbach, der Stallbach (Moosbachl, Bleicherbach oder Lorcherbach).
Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 7,5 km, von West nach Ost 8,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,3 km². 12,8 % der Fläche sind bewaldet, 64,1 % landwirtschaftlich genutzt.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[3]):
- Einsiedl (95)
- Enghagen (7)
- Enghagen am Tabor (0)
- Enns (10.050, Hauptort der Stadtgemeinde)
- Ental (47)
- Erlengraben (15)
- Hiesendorf (686)
- Kottingrat (57)
- Kristein (852)
- Kronau (0)
- Lorch (194)
- Moos (3)
- Rabenberg (19)
- Volkersdorf (159)
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Enns, Hiesendorf, Kristein, Lorch, Moos und Volkersdorf.
Zählsprengel sind Enns-Zentrum-Nord, -Zentrum-Süd, -Süd, -West, -Nord für die Stadt und die direkteren Randlagen, Kristein für den zweiten größeren Ort der Gemeinde, Wohnanlage Severinusstr[aße] für die Hauptsiedlungslage von Lorch, sowie Enns-Umgebung-Nord für die weiteren Orte im Linzerfeld und Enns-Umgebung-Süd für die Orte im Süden an der Enns und am Moosbachl.
Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Steyr.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Asten | Langenstein Bezirk Perg |
Mauthausen (Bezirk Perg) | ||
| St. Florian | Ennsdorf (Bezirk Amstetten, NÖ) | |||
| Hargelsberg | Kronstorf | St. Valentin (Bezirk Amstetten, NÖ) | ||
| Enns: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 5.624 | |||
| 1880 | 5.733 | |||
| 1890 | 6.001 | |||
| 1900 | 5.552 | |||
| 1910 | 5.799 | |||
| 1923 | 5.630 | |||
| 1934 | 6.679 | |||
| 1939 | 7.419 | |||
| 1951 | 8.446 | |||
| 1961 | 8.919 | |||
| 1971 | 9.678 | |||
| 1981 | 9.728 | |||
| 1991 | 10.190 | |||
| 2001 | 10.611 | |||
| 2011 | 11.361 | |||
| 2021 | 12.016 | |||
| 2025 | 12.184 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Hauptort der Gemeinde: Stadt Enns
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Enns (Stadtteil) Ortschaft (Hauptort der Gemeinde) Katastralgemeinde Enns | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Pol. Bezirk, Bundesland | Linz-Land (LL), Oberösterreich |
| Gerichtsbezirk | Steyr |
| Pol. Gemeinde | Enns |
| Koordinaten | 48° 12′ 43″ N, 14° 28′ 42″ O |
| Höhe | 281 m ü. A. |
| Einwohner der Ortschaft | 10.050 (1. Jän. 2025) |
| Fläche d. KG | 9,71 km² (31. Dez. 2023) |
| Postleitzahl | 4470 Enns |
| Statistische Kennzeichnung | |
| Ortschaftskennziffer | 09816 |
| Katastralgemeindenummer | 45102 |
| Zählsprengel/ -bezirk | Enns-Zentrum-Nord, Enns-Zentrum-Süd, Enns-Süd, Enns-West, Enns-Nord, Wohnanlage Severinusstr (41005 X [000–005, 008]) |
Blick über den Hauptplatz nach Süden (Wiener Straße) | |
| Severinusstraße gehört zur KG Lorch Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS; [14] | |

Hauptort der Gemeinde ist die Stadt Enns selbst, die auch eine auch Ortschaft und Katastralgemeinde darstellt.
Der Ort Enns liegt auf dem nordöstlichen Hügelsporn des voralpinen Traun-Enns-Riedellands, etwas erhöht über dem Linzer Feld und Unteren Ennstal auf um die 280 m ü. A. Diese Ortslage umfasst die Altstadt auf dem Stadtberg (Ennsberg), den vorgelagerten Georgenberg (heute Schloßpark), und die rundumliegenden alten Vorstädte in der Flussniederung, diese auf um die 250 m ü. A. Diese Vorstädte sind Reintal (Ober-, Unter-Reintal) östlich an der Enns, Lerchental Ennsaufwärts, und Schmidberg westlich am Moosbachl (Bleicherbach). Die Altstadt befindet sich in den Grenzen der alten, heute noch teilweise erhaltenen Stadtmauern. Enns ist heute nurmehr ein Stadtteil der Stadtgemeinde. Ennsdorf, der alte Enns-rechtsufrige Brückenkopf der Stadt, gehört von alters her zu Niederösterreich.
Zur Ortschaft Enns gehören zusätzlich neben dem Raum Maria Anger (nach einer heute abgekommenen Kirche), dem Forstberg und der Siedlung Neugablonz im Süden, und den Lagen am Eichberg im Südwesten auch die Wohnanlage Severinusstraße bei der Lorcher Basilika – letztere befinden sich aber in der Katastralgemeinde Lorch (die Papstwiese aber in der KG Enns).
Die Katastralgemeinde Enns ist mit gut 970 Hektar noch umfassender und stellt das Stadtgebiet vor 1938 dar. Sie erstreckt sich im Nordwesten bis an das Nordufer der Donau bei der Ruine Spielberg (die heute zu Langenstein gehört), im Nordosten bis in die Flussmitte der Donau, im Osten entlang der Enns (teils mittig, teil an einem der Ufer), und im Süden bis zur Westautobahn (A1) und der Anschlussstelle Enns Ost. Dazu gehören auch die Ortschaft Enghagen an der Kristeinerbach-Mündung, die alte Überfuhr Enghagen am Tabor und der Enns-linksufrige Teil des Ennshafens.
Die Stadt im weiteren Sinne umfasst heute auch die Stadtteile Kristein, Einsiedl und Lorch, die im Raum zwischen Autobahn und der Trasse der Neuen Westbahn weitgehend mit Enns verwachsen sind – die anderen Orte der Gemeinde sind noch unabhängige Ortslagen.
|
Enghagen (O) |
Enghagen am Tabor (O) Ennshafen (Enns u. Ennsdorf) | |
|
Moos (KG) |
Forstberg |
| Blasonierung: „Geteilt; oben in Grün ein silberner, rot gewaffneter, wachsender Panther; unten von Silber und Rot geteilt. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Rot.“ | |
| Wappenbegründung: Das Wappen erinnert an die 1186 in Enns ausgestellte Georgenberger Handfeste, den 1192 wirksam gewordenen Erbvertrag zwischen den Herzögen Ottokar IV. (Steiermark) und Leopold V. (Österreich) aus dem Hause Babenberg. Der obere Teil des Wappenschildes stellt die obere Hälfte des steirischen Wappens (des steirischen Panthers) dar, der untere Teil die untere Hälfte des österreichischen Bindenschildes Rot-Weiß-Rot. |






