Endingen AG
| AG ist das Kürzel für den Kanton Aargau in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Endingen zu vermeiden. |
| Endingen | ||||||||||||
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| Staat: | ||||||||||||
| Kanton: | ||||||||||||
| Bezirk: | Zurzach | |||||||||||
| BFS-Nr.: | 4305 | |||||||||||
| Postleitzahl: | 5304 Endingen 5305 Unterendingen | |||||||||||
| UN/LOCODE: | CH EDG | |||||||||||
| Koordinaten: | 664129 / 265612 | |||||||||||
| Höhe: | 384 m ü. M. | |||||||||||
| Höhenbereich: | 365–595 m ü. M.[1] | |||||||||||
| Fläche: | 11,91 km²[2] | |||||||||||
| Einwohner: | 2717 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||||||
| Einwohnerdichte: | 228 Einw. pro km² | |||||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 21,0 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||||||
| Gemeindeammann: | Ralf Werder | |||||||||||
| Website: | www.endingen.ch | |||||||||||
Dorfzentrum von Endingen | ||||||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||||||
| Jahr | 1799 | 1850 | 1900 | 1930 | 1950 | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2010 | 2020 |
| Einwohner | 1120 | 1941 | 1121 | 1036 | 1082 | 1041 | 1161 | 1503 | 1539 | 1766 | 2009 | 2597 |
Am 31. Dezember 2024 lebten 2717 Menschen in Endingen, der Ausländeranteil betrug 21 %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 40,7 % als römisch-katholisch und 24,2 % als reformiert; 35,1 % waren konfessionslos oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.[19] 92,9 % gaben bei der Volkszählung 2000 Deutsch als ihre Hauptsprache an, 2,4 % Albanisch, 1,2 % Französisch, 1,0 % Italienisch sowie je 0,8 % Englisch und Serbokroatisch.[20]
Politik und Recht
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige Gemeinderat. Er wird im Majorzverfahren vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das Bezirksgericht Zurzach zuständig. Endingen gehört zum Friedensrichterkreis XVII (Zurzach).[21]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Endingen gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 760 Arbeitsplätze, davon 18 % in der Landwirtschaft, 30 % in der Industrie und 52 % im Dienstleistungssektor.[22] Etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten in den umliegenden Gemeinden sowie in der Region Baden. Auf einer Fläche von 4,5 Hektaren wird am Südwesthang des Hörndlihau Weinbau betrieben, wobei die Sorten Blauburgunder, Maréchal Foch und Riesling die häufigsten sind.[23]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Endingen liegt an der Hauptstrasse 17, die von Döttingen durch das Surbtal und das Wehntal nach Zürich führt. Vier Postautolinien erschliessen das Dorf: Von Endingen bzw. Tegerfelden zum Bahnhof Baden, vom Bahnhof Brugg zum Bahnhof Bad Zurzach sowie von Döttingen nach Niederweningen. Beim Bahnhof Niederweningen besteht Anschluss an die S-Bahn Zürich. An Wochenenden verkehrt ein Nachtbus von Baden über das Surbtal und Klingnau nach Bad Zurzach.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über Kindergärten und Schulhäuser, in denen die Primarschule und die Bezirksschule unterrichtet werden. Die Realschule und die Sekundarschule können in Lengnau besucht werden. Die nächstgelegenen Gymnasien sind die Kantonsschule Baden und die Kantonsschule Wettingen.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schweizweit bekannt ist der Handball-Verein TV Endingen. Das Team der Männer spielt in der Nationalliga A und trägt seine Heimspiele seit 2016 in der GoEasy Arena in Siggenthal Station aus.[24]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bruno Bloch (1878–1933), Dermatologe
- Ruth Dreifuss (* 1940), Bundesrätin
- Markus G. Dreyfus (1812–1877), Lehrer und Kämpfer für die Gleichstellung der Juden
- Markus Guggenheim (1885–1970), Biochemiker
- Joël Keller (* 1995), Fussballspieler
- Johannes Emil Keller (1879–1953), Angehöriger der Erweckungsbewegung und Gründer der Keller-Gemeinschaft
- Monika Schärer (* 1968), Moderatorin
- Victor Hermann Umbricht (1915–1988), Jurist und Diplomat
- Julius Bloch Viehändler (1947- ), Präsident Israelitische Kultus Gemeinde Endingen
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Edith Hunziker, Ralph Weingarten: Die Synagogen von Lengnau und Endingen und der jüdische Friedhof. In: Schweizerische Kunstführer. Band 771/772. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2005, ISBN 3-85782-771-8.
- Anna Rapp: Jüdisches Kulturgut in und aus Endingen und Lengnau. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2008, ISBN 978-3-89735-493-7.
- Andreas Steigmeier: Endingen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Peter Stein: Lebendiges und untergegangenes jüdisches Brauchtum, Brauch gestern und heute, Brauch hier und dort, mit besonderer Berücksichtigung der schweizerischen Judendörfer Endingen und Lengnau. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2008, ISBN 978-3-89735-551-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- 1 2 Beat Zehnder: Die Gemeindenamen des Kantons Aargau. In: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hrsg.): Argovia. Band 100. Verlag Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3122-3, S. 142–143.
- ↑ Surbtaler Jiddisch: Endingen und Lengnau. Anhang: Jiddische Sprachproben aus Elsaß und Baden. Bearbeitet von Florence Guggenheim-Grünberg. (= Schweizer Dialekte in Text und Ton. In: Deutsche Schweiz. Heft 4). Huber, Frauenfeld 1966, passim.
- ↑ Landeskarte der Schweiz, Blatt 1050 und 1070, Swisstopo.
- ↑ Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen. Bundesamt für Statistik, 26. November 2018, abgerufen am 15. Juni 2019.
- ↑ Harald Derschka: Die Ministerialen des Hochstiftes Konstanz (= Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte: Vorträge und Forschungen. Sonderband 45). Thorbecke, Stuttgart 1999, ISBN 3-7995-6755-0, S. 231–234.
- ↑ Caspar Battegay, Naomi Lubrich: Jüdische Schweiz: 50 Objekte erzählen Geschichte. Hrsg.: Jüdisches Museum der Schweiz. Christoph Merian, Basel 2018, ISBN 978-3-85616-847-6, S. 62–65.
- ↑ Edith Hunziker: Doppeltürhäuser und jüdischer Grundbesitz in Endingen und Lengnau: Hintergründe, Beobachtungen und Überlegungen. In: Argovia. Band 135, 2023, S. 9–32, hier S. 20 f.
- ↑ Gleichstellung der Schweizer Juden: «Eine Erfolgsgeschichte». SRF, 16. Januar 2016, abgerufen am 5. November 2019.
- ↑ Unterendingen und Endingen beschliessen die Fusion. Aargauer Zeitung, 23. September 2012, abgerufen am 15. Juni 2019.
- ↑ Edith Hunziker: Doppeltürhäuser und jüdischer Grundbesitz in Endingen und Lengnau: Hintergründe, Beobachtungen und Überlegungen, in: Argovia. 135. 2023, S. 9–32.
- ↑ Vermittlungsprojekt Endingen Lengnau DOPPELTÜR ( des vom 23. Dezember 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Neues Zentrum soll Geschichte der Aargauer Juden erzählen. Schweizer Radio und Fernsehen, 30. Oktober 2018, abgerufen am 30. Oktober 2018.
- ↑ Joseph Galliker, Marcel Giger: Gemeindewappen des Kantons Aargau. Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, Buchs 2004, ISBN 3-906738-07-8, S. 150.
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850. (Excel) In: Eidg. Volkszählung 2000. Statistik Aargau, 2001, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 15. Juni 2019.
- ↑ Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015. (Excel) In: Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015. Statistik Aargau, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2019; abgerufen am 15. Juni 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden. (Excel) Statistik Aargau, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 15. Juni 2019.
- ↑ Friedensrichterkreise. Kanton Aargau, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juni 2019; abgerufen am 15. Juni 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT). (Excel, 157 kB) Statistik Aargau, 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2019; abgerufen am 15. Juni 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Weinlesekontrolle 2018 Kanton Aargau. (PDF, 2,4 MB) Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg, 2019, abgerufen am 15. Juni 2019.
- ↑ TV Endingen







