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Emergency Action Message

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Blick in einen ehemaligen Minuteman II ICBM Launch Control Center (LCC) mit Operatorkonsole. Die EAM kommt in diesem unterirdischen Startraum an und wird von den Operatoren, den sogenannten „Missileers“, mit dem Code aus der roten Schließbox abgeglichen. Der Start kann nur von zwei Personen (Zwei-Mann-Regel) durchgeführt werden, da sich der zweite Schlüssel an der zweiten Konsole befindet. Des Weiteren muss ein weiteres LCC den Start signalisieren.

Eine Emergency Action Message (EAM) ist eine über verschiedene militärische, US-amerikanische Kommunikationssysteme und Frequenzen, z. B. das High Frequency Global Communications System (HFGCS), versendete chiffrierte und hochpriorisierte Kurznachricht. Sie ist Teil der nuklearen Kommando, Kontrolle und Kommunikation (NC3) der USA.

Eine EAM ist ein Befehl vom US-Präsident oder STRATCOM (früher SAC) an die Atomstreitkräfte der Vereinigten Staaten über einen angeordneten Einsatz von Kernwaffen.[1] Eine ähnliche Nachricht war die Emergency War Order (EWO), die im Vergleich zur EAM weniger kurzfristig erfolgte. Außerdem war den EAM oder EWO ein PAL-Code angehängt, der die Waffen scharf schaltete.

Die Ausführung dieser Befehle hätte im Kalten Krieg einen Atomkrieg verursacht.

Einzelnachweise

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  1. How the Strategic Air Command Would Go to Nuclear War | National Security Archive. In: NSA. 2019, abgerufen am 9. Januar 2026 (englisch).