Elsenheim
| Elsenheim | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Bas-Rhin (67) | |
| Arrondissement | Sélestat-Erstein | |
| Kanton | Sélestat | |
| Gemeindeverband | Ried de Marckolsheim | |
| Koordinaten | 48° 10′ N, 7° 30′ O | |
| Höhe | 175–182 m | |
| Fläche | 9,61 km² | |
| Einwohner | 803 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 84 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 67390 | |
| INSEE-Code | 67121 | |
Rathaus Elsenheim | ||
Elsenheim ist eine französische Gemeinde mit 803 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Elsenheim liegt in der Oberrheinebene, sieben Kilometer westlich des Rheins und etwa 15 Kilometer nordöstlich von Colmar.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anlässlich einer Schenkung an das Kloster Lorsch wurde der Ort im Jahr 780 als „Helisenheim“ im Lorscher Codex erwähnt.[1]
Funde aus der Römerzeit, u. a. Mosaiken (jetzt im Unterlinden-Museum in Colmar). Auf dem Gebiet der Gemarkung verliefen einst Römerstraßen.
Im 13. Jahrhundert gehörte der Ort den Herren von Egisheim. Bis zur Revolution gehörte Elsenheim zum weltlichen Besitz des Straßburger Bischofs. Elsenheim hatte Anteil an der „Rappolsweiler Mark“ einer so genannten Markgenossenschaft, einem Gemeinschaftsbesitz im Ried zusammen mit Ribeauvillé, Bergheim, Orschwiller, Guémar, Saint-Hippolyte und Ohnenheim.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2019 |
| Einwohner | 587 | 593 | 575 | 572 | 637 | 679 | 796 | 810 |
| Quellen: Cassini und INSEE | ||||||||
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sankt Jakobus dem Älteren geweihte Kirche entstand in den Jahren 1864 (Schiff, Chor, Sakristei) und 1868 (Westturm mit Vorhalle).
Die Mairie nebenan (ursprünglich Rathaus und Knabenschule) stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Giebelseite wird aufgewertet durch einen Balkon vor einer von zwei Rundbogenfenstern flankierten Rundbogentüre, einem Schriftfeld (Mairie) und einem dreiteiligen Rundbogenfenster im Giebeldreieck.
Einige gut erhaltene Fachwerkbauten des 19. und 18. Jahrhunderts. Das Haus Nr. 10 an der Rue Principale besitzt – eine Seltenheit – im Obergeschoss eine umlaufende Laube mit Balusterpfosten und Andreaskreuzen und eine Giebellaube unter einem weit vorspringenden Halbwalmdach.

Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 589–592.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2612, 7. Februar 780 – Reg. 1563. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 184, abgerufen am 14. Januar 2020.
