Elliot Slessor
| Elliot Slessor | |
|---|---|
| Geburtstag | 4. August 1994 (31 Jahre) |
| Nationalität | |
| Profi | 2013–2015, 2016– |
| Preisgeld | 792.170 £ (Stand: 31. Mai 2026) |
| Höchstes Break | 142[1] (Turkish Masters 2022, Q; Welsh Open 2023, Q) |
| Century Breaks | 116 (Stand: 31. Mai 2026) |
| Profitour-Erfolge | |
| Weltmeisterschaften | − |
| Ranglistenturniersiege | − |
| Minor-Turniersiege | − |
| Weltranglistenplatzierungen | |
| Höchster WRL-Platz | 19 (Mai/Juni 2026) |
| Aktuell | 19 (Stand: 5. Mai 2026) |
| Beste Ergebnisse | |
| Ranglistenturniere | 5× Halbfinale |
Elliot Jordan Slessor[2] (* 4. August 1994) ist ein englischer Snookerspieler aus Gateshead. 2013 wurde er Profi. Er erreichte mehrfach das Halbfinale bei Turnieren der World Snooker Tour und 2026 seine beste Weltranglistenplatzierung mit Platz 19.
Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jugend und erste Profijahre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Elliot Slessor bekam mit acht Jahren einen Snookertisch zu Weihnachten und begeisterte sich danach für den Sport. Mit 16 Jahren nahm er erstmals an zwei Turnieren der für Amateure offenen Players Tour Championship (PTC) teil und spielte im Frühjahr 2012 in den Q-School-Turnieren um einen Platz auf der Profitour, schied aber jeweils früh aus. In der PTC-Serie 2012/13 sammelte er weiter Erfahrung und konnte bei den Antwerp Open 2012 und bei den Bulgarian Open 2012 mit Craig Steadman bzw. Ryan Day auch zwei Profis schlagen. Im März 2013 trat er bei der U21-Europameisterschaft in Serbien an und erreichte das Viertelfinale.[3] Zwei Monate später nahm er erneut an der Q School teil und bezwang gleich im ersten Turnier in seinem Gruppenfinale Chris Wakelin. Damit qualifizierte er sich für die folgenden beiden Spielzeiten der Profitour.
Sein erstes Profijahr in der Saison 2013/14 begann erfolgreich. Bei den Australian Goldfields Open gewann er zwei Qualifikationsspiele und bei den Indian Open erreichte er mit einem Sieg über Kurt Maflin das Hauptturnier. Damit stand er zweimal unter den Letzten 64 bei Weltranglistenturnieren. In der verbleibenden Saison verlor er sonst aber alle Qualifikationsspiele in der ersten Runde. Lediglich bei den PTC-Turnieren sammelte er durch vier Erstrundensiege ein paar Punkte, was ihn zu Saisonende auf Platz 112 der Weltrangliste brachte. In seinem zweiten Jahr überstand er bei den Australian Goldfields Open erneut zwei Qualifikationsrunden. Damit gelang ihm in der Addition der beiden Spielzeiten der Sprung unter die Top 100. Bei den Bulgarian Open 2014 erreichte er danach die Runde der Letzten 32 und bei den Xuzhou Open 2015 das Achtelfinale, sein bestes Ergebnis bei einem Minor-Ranglistenturnier. Das brachte ihn in der Zweijahreswertung zum Ende der Saison 2014/15 aber lediglich auf Platz 91 der Weltrangliste. Er verlor seinen Profistatus und schaffte es auch nicht, sich über die Q School wiederzuqualifizieren. Beim zweiten Q-School-Turnier hatte er dabei das Pech, bei der Anfahrt in einen Stau zu geraten. Er verlor drei Frames kampflos wegen verspäteten Antretens und schließlich die Partie mit 1:4 gegen den Waliser Alex Taubman.
Etablierung auf der Profitour
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während der Saison 2015/16 nahm Slessor weiter an der Players Tour Championship teil und kam in fünf der sieben Turniere ins Hauptturnier. Damit qualifizierte er sich für die ESBA Amateur Play Offs. Im entscheidenden Spiel setzte er sich mit 4:3 gegen Jamie Clarke durch und sicherte sich Profistatus für die Snooker-Saison 2016/17 und die Saison 2017/18. Das erste Jahr verlief enttäuschend, in keinem Turnier kam er in die zweite Runde. Immerhin schlug er bei seinen wenigen Siegen mit Mark Williams und Robert Milkins auch zwei Spieler aus dem vorderen Bereich der Weltrangliste. Der Durchbruch kam bei den Indian Open 2017, wo er mit Alan McManus und Joe Perry zwei Top-32-Spieler mit 4:3 schlug und im Achtelfinale gegen den Weltranglistenachten Shaun Murphy 4:1 gewann. Danach folgte zwar auch eine Serie von 4 Auftaktniederlagen, aber bei den Northern Ireland Open schlug er Ronnie O’Sullivan ebenfalls mit 4:1 und erreichte dann zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale eines Ranglistenturniers. Ein zweiter Sieg gegen O’Sullivan mit 6:1 gelang ihm bei den China Open. Mit weiteren Siegen und dem Achtelfinale bei den Scottish Open konnte er aber das schwache erste Jahr nicht ganz wettmachen. Mit Platz 68 in der Saisonendwertung verpasste er um wenige Plätze den Tourerhalt, aber als klare Nummer eins in der Einjahreswertung ohne die Top 64 bekam er zwei neu Profijahre.
2018/19 konnte er aber nicht an die Erfolgssaison anknüpfen. Es gab sehr viele Auftaktniederlagen, immerhin erreichte er dreimal die Runde der Letzten 32 und bei den Welsh Open einmal auch ein Achtelfinale. Etwas besser verlief das Jahr darauf, er war noch häufiger unter den Letzten 32 und beim German Masters 2020 schaffte er es bis ins Viertelfinale. Trotzdem stand er gegen Saisonende wieder nur auf Platz 69. Wegen der COVID-19-Pandemie verzögerte sich die abschließende Weltmeisterschaft bis Ende Juli. Mit deutlichen Siegen über Antoni Kowalski, Ben Woollaston und Martin O’Donnell schaffte er erstmals die Qualifikation für die WM-Hauptrunde. Sein erstes Match im Crucible Theatre verspielte er allerdings schon in der ersten Session. Zwar kämpfte er nach einem 1:8-Rückstand noch hartnäckig, unterlag dem Weltranglisten-16. Yan Bingtao trotzdem mit 7:10. Doch sprang er in der Rangliste noch auf Platz 60 und blieb Profi.
Aufstieg in die Top 32
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Saison 2020/21 verlief ohne Höhepunkte, bemerkenswert war nur der 6:1-Sieg über Shaun Murphy bei der UK Championship. Nur bei diesem Turnier und beim Snooker Shoot-Out kam er unter die Letzten 32. Bei der Weltmeisterschaft verlor er in der Auftaktrunde. Die Zusatzpunkte brachten ihn zwar zeitweise unter die Top 48, aber im nächsten Jahr musste er nun viele Punkte von der WM verteidigen. Damit begann er bei den British Open 2021, wo er den Weltranglistenersten Judd Trump mit 3:2 schlug und nach Siegen über Ali Carter und Zhou Yuelong zum zweiten Mal ein Ranglistenhalbfinale erreichte. Danach kam er noch zweimal unter die Letzten 32 und am Ende genügte ein Sieg in der WM-Qualifikation, um sich noch unter den Top 64 zu halten. Allerdings blieb auch 2022/23 ein Kampf um die Tourzugehörigkeit. Nach einer schwächeren ersten Saisonhälfte war das Viertelfinale beim German Masters zum Jahresbeginn 2023 der erste Erfolg. Der zweite kam wieder bei der Weltmeisterschaft, wo er sich am „Judgment Day“, dem entscheidenden Qualifikationstag, gegen Zhou Yuelong zum zweiten Mal die Crucible-Endrunde sicherte. Gegen Gary Wilson wiederholte sich allerdings das Erlebnis von 2020: Er geriet 1:7 in Rückstand, kam zwar noch bis auf einen Frame zum 8:9 heran und verlor dann 8:10.
2023/24 begann er zwar unter den Top 48, nach einigen frühen Niederlagen fiel er aber zurück. Ein Aufwärtstrend zeigte sich bei der UK Championship, wo er unter die Letzten 32 kam. Anschließend erreichte er beim Shoot-Out, dem Sonderformat mit Ein-Frame-Matches auf Zeit, das Viertelfinale. Im neuen Jahr wurde er erstmals beim Einladungsturnier der Championship League berücksichtigt und kam immerhin zweimal ins Gruppenhalbfinale. Bei den Welsh Open 2024 besiegte er zum Auftakt Ali Carter und spielte sich anschließend bis ins Halbfinale. Noch punkteträchtiger war sein Auftritt beim World Open, wo er zum ersten Mal bei einem der großen Turniere das Viertelfinale erreichte. Er stieg bis auf Platz 36 in der Weltrangliste. Einen weiteren Schub brachte das Saudi Arabia Masters 2024. Mit Siegen über Zhou Yuelong und erneut Ali Carter kam er ins Achtelfinale. Es folgte das Viertelfinale beim British Open 2024 und das Halbfinale bei den Northern Ireland Open. Beim Shoot-Out und dem German Masters kam er in der zweiten Saisonhälfte jeweils ins Achtelfinale. Während er bei den kleineren Turnieren punktete, kam er bei den größeren Turnieren aber nicht mehr über die Letzten 32 hinaus und bei der WM verpasste er die erneute Endrunde durch ein 8:10 gegen Zhao Xintong. Allerdings hatte der Chinese eine herausragende Amateursaison gespielt und wurde anschließend Sensationsweltmeister. Für Slessor bedeutete die Saison aber einen Platz unter den Top 32.
Anschluss an die Weltspitze
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2025/26 begann wieder mit einem großen Fortschritt beim Saudi Masters, nach der Weltmeisterschaft das wichtigste Turnier für die Weltrangliste. Er besiegte John Higgins, Stuart Bingham und Mark Williams jeweils im Decider und verlor erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Neil Robertson. Bei den English Open schlug er anschließend den Weltranglistenersten Judd Trump mit 4:3 und verlor im Viertelfinale nur knapp 4:5 gegen Mark Allen. Danach kam er bei fast allen großen Turnieren unter die Letzten 32, bei der UK Championship mit einem Sieg über Kyren Wilson sogar ins Achtelfinale. Zum dritten Mal bei der Championship League eingeladen schaffte er es in die Winners’ Group und unter anderem mit einem Sieg gegen den Titelverteidiger Mark Selby ins Play-off-Halbfinale. Da er zu den 16 besten Spielern der Saison gehörte, nahm er auch an der Players Series teil. Das brachte ihm weitere Bonuspunkte. Damit beendete er die Saison in der Nähe der Top 16 auf Platz 19.[4]
Erfolge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Profiturniere
Ranglistenturniere
- Halbfinale: Northern Ireland Open (2017, 2024), British Open (2021), Welsh Open (2024), Saudi Arabia Masters (2025)
- Viertelfinale: Indian Open (2017), German Masters (2020), Snooker Shoot-Out (2023), World Open (2024), British Open (2024), English Open (2025)
Einladungsturnier
- Halbfinale: Championship League (2026)
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Elliot Slessor bei CueTracker (Stand: 20. Mai 2026)
- ↑ Elliot Jordan SLESSOR. In: find-and-update.company-information.service.gov.uk. Companies House, abgerufen am 9. Mai 2025 (englisch).
- ↑ European Snooker Championship U21 - Bor / Serbia 2013, Dariusz Goral, esnooker.pl, abgerufen am 17. Oktober 2014
- ↑ Rankings. In: wst.tv. World Snooker Tour, archiviert vom am 5. Mai 2026; abgerufen am 21. Mai 2026 (englisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Elliot Slessor erklärt seine beste Snooker-Saison …, Snooker.co.at (2. Januar 2026)
- Elliot Slessor in der World Snooker Tour (englisch)
- Elliot Slessor bei SnookerPro.de
- Elliot Slessor bei Eurosport
- Biografie im Pro Snooker Blog (englisch)
- Elliot Slessor bei Snooker.org (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Slessor, Elliot |
| ALTERNATIVNAMEN | Slessor, Elliot Jordan (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | englischer Snookerspieler |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1994 |
| GEBURTSORT | England |
