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Elevator Action

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Elevator Action
Entwickler Taito
Publisher Taito
Veröffentlichung 1983
Genre Actionspiel
Spielmodus Bis zu 2 Spieler abwechselnd
Steuerung 4-Wege-Joystick; 2-Buttons
Gehäuse Standard, Cocktail
Arcade-System Taito SJ = Haupt-CPU:
Z80 (@ 4 MHz),
M68705 (@750 kHz)
Sound-CPU:
Z80 (@ 3 MHz)
Sound Chips:
4 × AY-3-8910 (@ 1,5 MHz), DAC (@ 1,5 MHz)
Monitor Raster Auflösung 256 × 224 (4:3 Horizontal) Farbpalette: 64
Information Zweit-CPU als Kopierschutz (verschlüsselte Opcodes)

Elevator Action ist ein erfolgreiches Arcade-Spiel, das ab 1981 von Taito Corporation entwickelt und ab Juni 1983 erstmals in den USA vertrieben wurde.

Die Steuerung besteht aus einem Vier-Wege-Joystick und zwei Spielknöpfen. Elevator Action macht auf den ersten Blick einen simplen Eindruck. Ziel ist es die Spielfigur in einem hohen Gebäude von oben nach unten zu gelangen.

Zwar konnte Elevator Action nicht die Arcade-Hitlisten anführen wie seinerzeit Pac-Man oder Donkey Kong. Dennoch erreichte Elevator Action als Arcade-Spiel Kultstatus.

Auf Elevator Action folgte 1994 das Arcade-Spiel Elevator Action Returns (in den USA als Elevator Action II veröffentlicht) sowie einige Sondervarianten, die nur für Heim-Spielkonsolen veröffentlicht wurden.

Komponist der eingehenden Musik des Spiels war Yoshio Imamura.

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Agenten für eine nicht näher definierte Organisation (Codename „Otto“ bzw. „Agent 17“). Dieser seilt sich von oben auf das Dach eines 30-stöckigen Gebäudes ab und okkupiert den Aufzug durch einen Schacht des obersten Stockwerks.

Hier beginnt das Spiel mit Level 1. Von Gegnern wird der Spieler ab sofort kompromisslos verfolgt und beschossen (nicht näher definierte Sicherheitsleute des Gebäudes in schwarzem Outfit und Hüten). Die Gegner treten unvermittelt und ohne Muster aus blauen Türen auf den Flur des Gebäudes. Teilweise verschwinden sie auch wieder in diesen.

Der Spieler muss Geheimdokumente sammeln, indem er alle roten Türen des Gebäudes auf seinem Weg nach unten betritt. Über Aufzüge und Rolltreppen versucht er, bis zu seinem Fluchtfahrzeug im untersten Stockwerk zu gelangen, ohne sich vorher von ständig attackierenden Gegnern eliminieren zu lassen.

Wertungsspiegel
PublikationWertung
Commodore 64Amstrad CPCGame Boy
ASM5/12[1]
Power Play47 %[2]
Video Games44 %[3]
Zzap!6429 %[4]

Der Aktuelle Software Markt bezeichnete die CPC-Konvertierung als Flop. Stefan Swiergiel verglich mit Mission Elevator, das spielerisch ähnlich sei, aber deutlich besser funktioniere.[1] Die Redaktion der britischen Zzap!64 gab sich enttäuscht und bestürzt, wie schlecht das Original aus der Spielhalle für den C64 umgesetzt wurde. Sie bemängelten die zahlreichen offensichtlichen Programmfehler.[4]

Die Umsetzung von Game Boy wurde von Martin Gaksch für Power Play als überholt bezeichnet. Sie gefalle weder technisch noch spielerisch.[2] Für Video Games sprach er dem Spiel die langfristige Motivation ab. Dafür sei die Spielidee zu einfältig.[3]

Im Jahr 1994 veröffentlichte Taito einen Nachfolger des Spiels. Dieser wurde in den USA als Elevator Action II und in Japan und Europa als Elevator Action Returns vertrieben. Das Spiel verfügt über eine wesentlich bessere Grafik und Spezialeffekte wie explodierende Fässer, digitale Sprachausgabe (und Schreie), zusätzliche Waffen (Maschinengewehr, Bomben), verschiedene wählbare Charaktere sowie eine größere Spielwelt. Das Spielprinzip ist im Wesentlichen gleich geblieben, setzt jedoch weniger auf Hochhaus-Szenarien und bietet daher als neue Levels auch Orte wie einen Flughafen oder einen Industriepark. Allerdings waren die Nachfolger nicht so erfolgreich wie das ursprüngliche Kult-Spiel.

Dexter's Laboratory: Robot Rampage (2000) nach der Zeichentrickserie Dexters Labor für Game Boy Color zählt ebenfalls zur Serie, ist jedoch nicht von Taito.

2009 erschien der Lightgun-Shooter Elevator Action: Death Parade. Über den PlayStation Store ist das Spiel seit Mitte 2011 als Elevator Action Deluxe für die PlayStation 3 verfügbar, welches sich an der 1995er-Arcade-Version orientiert.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Stefan Swiergiel: Otto und der Fahrstuhl. In: Aktueller Software Markt. April 1987, S. 11 (Textarchiv – Internet Archive).
  2. 1 2 Martin Gaksch: Elevator Action. In: Power Play. Mai 1992, S. 158 (Textarchiv – Internet Archive).
  3. 1 2 Martin Gaksch: Munter rauf und runter: Elevator Action. In: Video Games. Februar 1992, S. 75 (n74 Internet Archive).
  4. 1 2 Elevator Action. In: Zzap!64. Nr. 25, Mai 1987, S. 25 (Textarchiv – Internet Archive).