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Eldon Gorst

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Eldon Gorst (1907 veröffentlichtes Bild)
Eldon Gorst in einer Karikatur des Magazins The Cairo Punch als „Strippenzieher“ im Khedivat Ägypten (um 1910)

Sir John „Jack“ Lownes Eldon Gorst, GCMG, KCB (* 25. Juni 1861 in Neuseeland; † 12. Juli 1911) war ein britischer Diplomat, der unter anderem zwischen 1907 und seinem Tode 1911 Agent und Generalkonsul für Ägypten war.

Eldon Gorst war eines von vier Kindern und der einzige Sohn des Politikers John Eldon Gorst (1835–1916) und dessen Ehefrau Mary Elizabeth Moore. Sein Vater war von 1866 bis 1868 und erneut von 1875 bis 1906 Mitglied des Unterhauses (House of Commons), 1886 Solicitor General, zwischen 1893 und 1896 Rektor der University of Glasgow sowie als Vice-President of the Committee on Education von 1895 bis 1902 Bildungsminister.[1] Er selbst absolvierte nach dem Besuch des renommierten Eton College ein Studium der Rechtswissenschaften am Trinity College der University of Cambridge und erhielt nach dessen Abschluss 1895 seine anwaltliche Zulassung als Barrister. Zugleich trat er in den diplomatischen Dienst ein.

1900 wurde er für seine Verdienste zunächst Companion des Order of the Bath (CB) sowie am 11. Juli 1902 zum Knight Commander des Order of the Bath (KCB) geschlagen, so dass er fortan den Namenszusatz „Sir“ führte.[2] Er verheiratete sich 1903 mit Evelyn Rudd.

Als Nachfolger von Charles Hardinge wurde er 1904 Assistierender Unterstaatssekretär im Außenministerium (Assistant Under-Secretary for Foreign Affairs) und bekleidete dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Louis du Pan Mallet 1907.[3] Als solcher war er ab 1904 für Wirtschaft und Handel sowie zusätzlich ab 1906 für Amerika, Osteuropa und den Mittleren Osten zuständig.[4]

Am 6. Mai 1907 wurde er britischer Generalkonsul im Khedivat Ägypten und bezog die Residenz Qasr al-Dubara. Als solcher war er weit mehr als ein Generalkonsul im herkömmlichen Sinn des Wortes, sondern der eigentliche Machthaber in Ägypten im Namen der britischen Krone. Anders als seine zu Heftigkeit,[5] Überheblichkeit[5] und undifferenziertem[5] Handeln neigender Vorgänger Evelyn Baring und Nachfolger Herbert Kitchener galt Gorst als verträglicher Generalkonsul, der daran interessiert war, seine Handlungen mit dem Khediven Abbas II. abzustimmen, wobei er diesem in einer seiner ersten Amtshandlungen erlaubte, verurteilte Aufständische des „Denshawai incident“ von 1906 zu begnadigen, da die Urteile gegen die Bewohner des Dorfes Denshawai die Spannungen nur verstärkt hatten. Allerdings stieß seine Nähe zum Khediven alljene Ägypter vor den Kopf, die sich ein liberaleres Regierungssystem gewünscht hätten.[5]

Am 6. Mai 1907 gab er das Amt als Generalkonsul für Ägypten ab, worauf Kitchener am 28. November 1911 seine dortige Nachfolge antrat.[6] Kurz vor seinem Tod wurde er am 19. Juni 1911 auch zum Knight Grand Cross des Order of St Michael and St George (GCMG) geschlagen.[7]

Einzelnachweise

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  1. Sir John Gorst. Hansard, abgerufen am 7. Mai 2026.
  2. Knights and Dames
  3. A Directory of British Diplomats, S. 922.
  4. A Directory of British Diplomats, S. 924, 928, 936.
  5. 1 2 3 4 Anne-Claire de Gayffier-Bonneville: Histoire de l’Égypte moderne : L’éveil d’une nation XIXe–XXIe siècle (= Collection Champs histoire). Éditions Flammarion, Paris 2016, ISBN 978-2-08-015813-0, S. 206 f.
  6. A Directory of British Diplomats, S. 677.
  7. Knights and Dames